46ers müssen noch zweimal auswärts ran – 34. Spieltag ist Hessenderby-Time

Foto: Richard Stephan - der Stadtfotograf

46ers müssen noch zweimal auswärts ran – 34. Spieltag ist Hessenderby-Time

Nachdem der Abschluss in der Sporthalle Gießen-Ost für die GIESSEN 46ers gegen den Deutschen Meister FC Bayern Basketball nur eine Halbzeit lang gut gelaufen war, müssen die Mittelhessen nun noch zweimal auswärts ihre Visitenkarte in der easyCredit Basketball Bundesliga-Saison 2018/19 hinterlegen. Zunächst geht es am kommenden Freitag, den 10. Mai um 19.00 Uhr zum Tabellenvierten RASTA Vechta. Anschließend – nur knapp 48 Stunden später – stehen die Mittelhessen am Sonntag, den 12. Mai um 18.00 Uhr beim südhessischen Rivalen und Playoff-Anwärter FRAPORT SKYLINERS auf dem Parkett. Das brisante Hessenderby sowie die Begegnung bei starken RASTAnern wird wie gewohnt live und on demand bei MAGENTA SPORT übertragen. Die Partien werden kommentiert zum einen von Daniel Pinschower und zum anderen von Holger Sauer.

Die beiden anstehenden Gegner wiesen am vergangenen 32. Spieltag gewisse Parallelen auf, die aber mit unterschiedlichen Ergebnissen endeten. Während die Niedersachsen eine starke Aufholjagd im letzten Viertel bei den MHP RIESEN Ludwigsburg starteten, sich aber am Ende in der Crunchtime beim 98:102 nicht dafür belohnten, waren die Frankfurter in Bremerhaven beim 80:78-Sieg per Buzzerbeater die Glücklicheren. Mit diesem Aufwärtserfolg bewahrten sich die FRAPORT SKYLINERS mit einem Sieg Rückstand auf Platz acht die Chancen auf die mögliche Endrunden-Teilnahme.

Bereits einen Haken hinter dieses Ziel kann der Tabellenvierte aus Vechta machen. Die Mannschaft von ALLSTAR-Headcoach Pedro Calles spielt eine beeindruckende und sehr konstante Runde. Vor allem ihr aggressiver Fullcourt-Pressing-Stil, der immer wieder Ballverluste beim Gegner forciert und 9.7 Steals pro Begegnung veranlasst, ließ so manchen Hochkaräter ins Straucheln geraten. Insbesondere im RASTA Dome mussten Teams wie ALBA BERLIN (80:69), der FC Bayern Basketball (93:75) oder zuletzt die EWE Baskets Oldenburg (100:85) teils herbe Niederlagen hinnehmen. Zwar zogen die Mittelhessen in der Sporthalle Gießen-Ost nicht ganz so deutlich den Kürzeren, aber der 83:84-Knockout in den Schlusssekunden hat trotzdem Bestand. Wie damals in Gießen und wie in der gesamten Spielzeit bisher bauen die Norddeutschen auf ihre mannschaftliche Geschlossenheit. Sechs Akteure scoren im Durchschnitt zweistellig und auch die Arbeit am Brett wird vom Kollektiv getragen. Dennoch ragen aus diesem Team Spieler wie der Ex-Gießener Austin Hollins mit 15.9 PpS und 2.2 SpS sowie MVP-Kandidat TJ Bray mit 14.6 PpS und 8.0 ApS heraus. Die beiden Backcourt-Virtuosen wissen mit ihrer Variabilität, wie Zug zum Korb oder Wurf von außen zu überzeugen. Dazu werden die Mitspieler insbesondere von Bray immer wieder gekonnt in Szene gesetzt – was u.a. Nachverpflichtung Clint Chapman (13.6 PpS) unter dem Korb oder Seth Hinrich (12.9) aus der Distanz fortwährend ausnutzen.

Während man in Niedersachsen von einer beständigen Runde sprechen kann, weisen die Ergebnisse in Südhessen erst seit den vergangenen sechs Spielen Gleichförmigkeit auf. So konnte man von diesen Partien fünf siegreich gestalten. Nach diesem beachtlichen Lauf, wo unter anderem Brose Bamberg mit 86:79 und Playoff-Mitkonkurrent Telekom Baskets Bonn (71:60) besiegt wurden, ist das Playoff-Rennen wieder neu entfacht. Garant für diesen Aufschwung ist Guard Tyler Larson. Der Spielmacher kam in der Spielerrochade während der laufenden Saison neu in das System von Headcoach Gordon Herbert und brilliert mit durchschnittlich 16.2 PpS und 5.3 ApS auf dem Parkett. Schon im vorangegangenen Hessenderby war der US-Amerikaner Jason Clark mit dabei, der mit 14.1 PpS zweitbester Scorer seiner Farben ist. Während die Frankfurter immer wieder in der Saison mit verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen haben – aktuell ist die Liste mit Richard Freudenberg, Shawn Huff und Ex-46er Marco Völler wieder prominent besetzt – kann man in Mainhattan aber wieder auf Leon Kratzer und Niklas Kiel zurückgreifen. Die beiden deutschen Talente unterstützen den einzig noch verbliebenen Big Man Jonas Wohlfarth-Bottermann (7.2 PpS, 5.7 RpS) mit zusammen 16 PpS und 11.2 RpS mehr als tatkräftig. Nach der knappen 90:91-Hinspielniederlage sinnen das SYKLINERS-Urgestein Quantez Robertson und die Seinen nach Revanche. Doch die GIESSEN 46ers wollen zusammen mit einer großen Anzahl von angekündigten Fans den vierten Derbysieg in Folge unter Dach und Fach bringen.

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