Dreifacher Pokalsieger gastiert bei Titelverteidiger – 46ers im K.o.-Spiel gegen Starensemble

Foto: Steffen Förster

Dreifacher Pokalsieger gastiert bei Titelverteidiger – 46ers im K.o.-Spiel gegen Starensemble

Die GIESSEN 46ers erlebten mit zwei Siegen in zwei Partien einen Auftakt nach Maß in der easyCredit Basketball Bundesliga-Saison 2018/19. Zuletzt konnte sich das Team von Cheftrainer Ingo Freyer beim Auswärtsspiel in Crailsheim durchsetzen und möchte nun beim FC Bayern München im BBL Pokal eine gute Figur abgeben. Die Do-or-Die-Begegnung findet am kommenden Sonntag um 15.00 Uhr im Audi Dome statt und wird live auf Telekom Sport zu sehen sein.

Die Gießener, die seit 2008 nicht mehr Pokal teilgenommen haben, möchten ihre blütenweiße Weste beim Doublesieger von 2018 wahren. Dies wird kein leichtes Unterfangen werden, denn der FC Bayern Basketball hat nicht nur seine bisherigen Partien, wie die Mittelhessen, alle gewonnen, sondern die Mannschaft von Headcoach Dejan Radonjic gilt aktuell als das Maß der Dinge im deutschen Basketball. Neben einem bestehenden Team, mit hochwertigen Akteuren wie den Big Men Devin Booker oder Danilo Barthel, sowie Regisseur Stefan Jovic, wurde der Kader noch einmal qualitativ aufgerüstet. Der Deutsche Meister verpflichtete aus Bamberg Spielmacher Maodo Lo und sorgte für Schlagzeilen, als man mit Petteri Koponen einen der besten Dreierschützen aus Europa unter Vertrag nahm. Doch dem Club der Residenzstadt gelang noch ein weiterer Coup in der Personalpolitik. Mit US-Forward Derrick Williams kam ein Mann an die Isar, der auf über 400 NBA-Spiele zurückblicken kann. Der Nr. 2-Pick des NBA-Drafts von 2011 wurde kürzlich bei den Münchnern vorgestellt und könnte sein Debüt im BBL Pokal geben.

Die mit weiteren Nationalspielern gespickten Bayern weisen aber auch Gießener Gene auf. Denn mit dem Ex-46er Braydon Hobbs und dem gebürtigen Gießener Robin Amaize fanden gleich zwei ehemalige Mittelhessen den Weg zum deutschen Spitzenclub. Ein Wiedersehen, das für die Gießener zur Charakterfrage wird. „Im Prinzip haben wir dort nichts zu verlieren und können befreit aufspielen. Gerade weil wir unsere ersten beiden Partien gewonnen haben und in diesen nach einigen kleinen Rückschlägen schon Teamstärke und Charakter unter Beweis gestellt haben“, so Cheftrainer Ingo Freyer.

Ein Wiedersehen mit der Vergangenheit feiern auch der 46ers-Kapitän John Bryant und sein US-amerikanischer Landsmann Brandon Thomas, die schon beide im gegnerischen Dress aufliefen. Die erfahrenen Akteure verhalfen durch ihre Spielweise den Gießenern zum Erfolg. Besonders der Center war beim Gastspiel in Crailsheim mit einem Double-Double (22 Punkte, 17 Rebounds) zur Stelle und pushte seine Mannschaft nach vorne.

Wenn man sich den Vergleich der Teams anschaut, wirkt es wie eine klare Angelegenheit für den FC Bayern Basketball. Denn aus den letzten zehn Partien gingen immer nur die Münchner als Sieger vom Parkett. Doch wenn man die aktuelle Lage vergleicht, stehen die Gießener dem Favoriten, was die Punkteausbeute (91.0:81.0), Assists-Verteilung (21:19) oder Reboundstatistik (40.0:37.5) angeht, in nichts nach. So wird vielleicht wieder der alte Spruch zu Tage treten: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.“

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