Gefahrenzone Eisbärengehege – 46ers im hohen Norden gefordert

Foto: Richard Stephan - der Stadtfotograf

Gefahrenzone Eisbärengehege – 46ers im hohen Norden gefordert

Kurz vor einem zweiwöchigen Break müssen die GIESSEN 46ers nach dem 99:91-Heimsieg über Ulm schon am kommenden Mittwoch um 19.00 Uhr bei den Eisbären Bremerhaven ran. Somit bleiben den Mittelhessen lediglich drei Tage zur intensiven Vorbereitung, um sich im hohen Norden zu behaupten und einen weiteren Erfolg auf das Gießener Konto zu schreiben. Die Begegnung des 21. Spieltags in der easyCredit Basketball Bundesliga wird ab 18.45 Uhr von MAGENTA SPORT live übertragen und von Kommentator Jörg Dierkes begleitet.

Ein trügerisches Auswärtsspiel wartet auf die 46ers, denn wenn man die Tabelle rein nüchtern betrachtet, gehen die Mannen von Cheftrainer Ingo Freyer nicht gerade als Außenseiter ins Rennen. Während die Gießener auswärts mit fünf Siegen bei vier Niederlagen sogar eine positive Bilanz aufweisen, konnten die Eisbären gerade einmal aus zehn Partien einen Erfolg zuhause einfahren. Demnach rangieren die Hafenstädter aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz. Dabei sah der Start in die Spielzeit so verheißungsvoll aus: Mit drei gewonnen Begegnungen und guten Auftritten aus den ersten sechs Spieltagen, hatte Bremerhaven den beinahe Abstieg aus der Vorsaison schon fast vergessen gemacht. Doch anschließend reihte sich Niederlage an Niederlage und diese negative Spirale zieht sich nun schon 13 Spiele dahin. Auch ein Wechsel auf der Trainerposition von Arne Woltmann zu Dan Panaggio sollte bisher keine Besserung in den Ergebnissen bringen.

Dabei können die Nordlichter meist lange mit dem Gegner mithalten oder weisen sogar teilweise Vorteile gegenüber diesen auf. Dies bewiesen sie ebenfalls am vergangenen Sonntag, wo sie es dem haushohen Favoriten aus Oldenburg sehr schwer machten. Ein verschlafenes erstes Viertel sollte den Eisbären letztendlich zum Verhängnis werden (18:27). Den Rückstand bauten sie zwar sukzessive ab, doch die Hypothek bei der 83:88-Niederlage sollte am Ende zu groß sein. Doch die Einstellung und den Charakter kann man Topscorer Chris Warren (21 Punkte) & Co. nicht absprechen. Der Point Guard ist es auch, der sehr seine Farben mit 17.6 PpS und 5.5 ApS anführt. Dabei setzt er vor allem auf seine Schusskraft von außen, die eine 40% Trefferquote aufweist. Neben dem Spielmacher rangieren mit Elston Turner (12.9 PpS, fraglich aufgrund einer Oberschenkelverletzung), Neuzugang Durrell Summers (10.0) und Keith Benson (11.7) noch drei weitere Akteure im zweistelligen Punktebereich. Letztgenannter Big Man sammelt mit seinen 2.11m 7.3 RpS auch die meisten Abpraller seines Teams ein. Dabei teilt er sich die Arbeit in der Zone mit seinem stämmigen Center-Kollegen Darnell Jackson auf, der es auf 5.5 RpS bringt.

Cheftrainer Ingo Freyer: „Bremerhaven ist individuell sehr gut besetzt, da kann jeder einzelne heiß laufen. Um bestehen zu können, müssen wir tough im Eins-gegen-Eins spielen, aber auch unsere Stärken als Team zeigen.“

Unter dem Brett stehen die Anzeichen auf harte Werksarbeit für die 46ers-Hünen, um John Bryant, Mahir Agva und Benjamin Lischka. Aber auch jenseits des Perimeters könnten Warren & Co. heiß laufen, was eine wachsame Defense seitens der Mittelhessen erfordert. Die Gießener ihrerseits wollen wieder mit einem geschlossenen Mannschaftsauftritt agieren und ihr Passspiel durchsetzen. Dabei bauen die drittbesten Assistgeber (22 ApS) der Liga neben einer schnellen Ballrotation auf ein ausgewogenes Inside-und-Outside-Spiel. Bei einer Dreierquote von 41.6% und einer Feldwurfquote von über 50%, dürfte dies ein probates Mittel sein, um den erwünschten Auswärtssieg einzuheimsen.

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