GIESSEN 46ers gewinnen Hessenderby gegen die FRAPORT SKYLINERS – Zweite Halbzeit Schlüssel zum 83:59-Sieg

Foto: Richard Stephan - der Stadtfotograf

GIESSEN 46ers gewinnen Hessenderby gegen die FRAPORT SKYLINERS – Zweite Halbzeit Schlüssel zum 83:59-Sieg

3.752 Zuschauer in einer ausverkauften Sporthalle Gießen-Ost erlebten am Freitagabend eine starke Leistung der heimischen 46ers. Der 83:59-Erfolg über die FRAPORT SKYLINERS ist gleichzeitig der höchste Derbysieg in der Geschichte der Mittelhessen. Bei der kollektiven Teamleistung wurden Jahenns Manigat und John Bryant mit jeweils 17 Punkten zu den Gießener Topscorern, die ihre Teams auch in Punkto Assists (5) und Rebounds (13) anführten. Auf Seiten der Frankfurter war Center Mike Morrison mit 15 Zählern erfolgreichster Werfer.

Die Rückkehr von Marco Völler war bis zur Halbzeit eine ausgeglichene Begegnung (40:37). Verletzungssorgen waren beiden Teams kräftemäßig bis dahin nicht anzusehen – in der zweiten Halbzeit aber drehte sich diese Sicht. Die knallharte 46ers-Verteidigung gepaart mit ungebändigtem Willen ließ lediglich 22 weitere Zähler in Halbzeit Nr. 2 zu. Auch offensiv war der Motor der Hausherren kaum zu stoppen: Ein 17:0-Lauf trug dann maßgeblich zum auch in der Höhe verdienten 83:59-Derbysieg der 46ers gegen den hessischen Konkurrenten aus Frankfurt bei.

In der Starting Five führte 46ers-Captain John Bryant Mauricio Marin, Jahenns Manigat, Jamar Abrams und Mahir Agva auf das Parkett der Osthalle. Bei den Gästen aus der Bankenmetropole starten Tai Webster, Garai Zeeb, Quantez Robertson, Marco Völler und Mike Morrison.

Nach erfolgreichem Frankfurter Tip-Off gelangen ebenjenem Mike Morrison die ersten Zähler des Hessenderbys (2:0, 1. Minute).  Dem ehemaligen Frankfurt Agva war es auf Gießener Seite vorbehalten, die ersten Punkte durch einen schönen Postmove zu erzielen (2:2, 3.). Abrams ließ die Osthalle dann mit seinem Dreier und einem spektakulären Dunking allmählich in Stimmung bringen (11:5, 6.). Den kleinen Run der Hausherren wussten Robertson und Shawn Huff zu unterbinden, Marin war auf der Gegenseite aber wieder mit einem Dreier zur Stelle (14:10, 8.). Der erfolgreiche Korbversuch von jenseits der Dreierlinie gelang jedoch auch Huff, was die erste Frankfurter Führung seit der ersten Spielminute war, sodass 46ers-Cheftrainer Ingo Freyer beim Stand von 14:15 die erste Auszeit der Partie nahm (9.). In den verbleibenden Minuten des Anfangsviertels konnten sich die Hausherren wieder einen kleinen Vorsprung erarbeiten – mit 21:17 ging es in die erste Viertelpause.

Der zweite Abschnitt der ersten Halbzeit wurde wie schon im ersten Viertel durch Agva per Postmove eröffnet (23:17, 11.). Ebenso war die Anfangsphase auf beiden Seiten von technischen Fehlern geprägt, welche die SKYLINERS für sich nutzen konnten. Beim Stand von 23:23 nach 14 gespielten Minuten folgte die zweite Auszeit von Cheftrainer Ingo Freyer. Insbesondere der energiegeladene Abrams drückte in den Folgeminuten jedoch dem Spiel seinen Stempel auf – starke Rebounds in der Defensive, ein Korbleger nach schönem Anspiel vom gedoppelten Bryant und der Assist zum Fastbreak-Dreier von Manigat ließen den Vorsprung wieder auf Gießener Seite erscheinen (28:23, 15.). Gästetrainer Gordon Herbert sah sich zu seiner ersten Auszeit gezwungen. Auch in den letzten fünf Minuten sollte das Spiel vor allem durch die hohe Intensität und starke Defensive geprägt sein, jeder Zähler musste von beiden Teams hart erarbeitet werden. Ein Dreier von Huff und ein erfolgreicher Freiwurf von Morrison in einer Angriffsszene konnten durch Lischka´s freien Korbleger nach Assist von Bryant wenige Sekunden vor Viertelende doch noch in eine knappe 40:37-Halbzeitführung umgemünzt werden.

Die zweite Halbzeit eröffnete Marin mit zwei Dreiern auf Gießener Seite. Zwischenzeitliche Korberfolge von Morrison und Webster ließen ebenjenen Marin jedoch nicht beirren – beim Zug zum Korb konnte er nur per Foul gestoppt werden, die zwei fälligen Freiwürfe verwandelte er sicher (48:41, 23.). Eine starke Defensivarbeit und ein eiskalter Dreier von Manigat lassen erstmals eine zweistellige Führung auf der Anzeigetafel erscheinen – Frankfurt-Coach Herbert nahm die folgerichtige Auszeit (51:41, 24.). Angetrieben von einer lautstarken Osthalle waren auch Fehlwürfe kein Grund einzubrechen, als dann aber Webster die Gießener Defensive in der 27. Minute mit einem geschickten Eurostep leicht durchbrechen konnte, nahm Coach Ingo Freyer direkt die Auszeit (53:45). Vor allem der knallharten 46ers-Verteidigung war es zu verdanken, dass die Führung zum Viertelende auf 15 Zähler ausgebaut werden konnte. Clevere Steals und zwei erfolgreiche Dreier von Manigat und ein Fastbreak-Korbleger von Lischka ließen ein 61:46 aus Sicht der Hausherren an der Anzeigetafel aufleuchten.

Die kochende Atmosphäre und ungehinderte Unterstützung von den Rängen in der Osthalle sollte auch im vierten Viertel keinen Abriss nehmen. Nach nur einer erfolgreichen Aktion der 46ers wurde nach knapp einer gespielten Minute sofort eine Auszeit von SKYLINERS-Headcoach Herbert genommen (63:46, 32. Minute). Erfolgreiche Aktionen von Kraushaar, Marin & Co. ließen den Vorsprung zwischenzeitlich gar auf 24 Zähler anwachsen (70:46, 33. Minute). Ein And-One-Play von Webster und ein Fastbreak-Dreier von Huff – und somit sechs Punkte in Serie für die hessischen Gäste – waren Grund zur Auszeit durch Ingo Freyer (70:52, 35. Minute). Auch eine in der Folge offensivere Gäste-Verteidigung konnte die 46ers um Kapitän Bryant nicht beunruhigen, welche weiterhin dem Spiel ihren Stempel aufdrückten und spielbestimmend waren (81:55, 38.). In den letzten zwei Minuten fügten sich dann die ProB-Schlüsselspieler nahtlos in einen exzellenten Gießener Basketballabend ein – so konnte Anthony Okao seine ersten BBL-Punkte erzielen. Das erste Hessenderby in der easyCredit BBL-Saison 2017/18 ging somit hochverdient mit 83:59 an die GIESSEN 46ers.

Ingo Freyer (Cheftrainer GIESSEN 46ers): „Es ist wichtig, dass die Spieler konzentriert sind, die richtige Einstellung finden und genau das umsetzen, was wir sagen. Das haben wir zwar nicht über 40 Minuten geschafft, dennoch hat Frankfurt so gespielt, wie wir das wollten. Dann kommt da eben ein solch hoher Sieg bei raus. Wenn Spieler ausfallen, dann haben die, die dahinter kommen, die Chance, es genauso gut zu machen. Umso schöner, dass das durch die Spieler aus unserer ProB-Mannschaft so gut klappt und die Jungs ihre Chancen nutzen.“

Gordon Herbert (Cheftrainer FRAPORT SKLYINERS): „Gratulation an Gießen. Sie waren, im Gegensatz zu uns, heute sehr fokussiert. Vor allem mit dem Willen und der Leidenschaft meiner Mannschaft bin ich absolut nicht einverstanden. Wir waren heute einfach nicht bereit genug, obwohl wir das noch vor dem Spiel angesprochen haben.“

GIESSEN 46ers – FRAPORT SKYLINERS 83:59 (40:37)

Viertelergebnisse: 21:17, 19:20, 21:9, 22:13

 GIESSEN 46ers: Bjarne Kraushaar (4 Punkte), Mahir Agva (8, 10 Rebounds), Alen Pjanic, Leon Okpara, Benjamin Lischka (10), Jamar Abrams (9), Jahenns Manigat (17, 5 Assists), Mauricio Marin (16), Anthony Okao (2), John Bryant (17, 13 Rebounds)

FRAPORT SKLYINERS: Tai Webster (13 Punkte, 9 Rebounds, 7 Assists), Garai Zeeb, AJ English (8), Shawn Huff (12), Jules Dang Akodo, Konstantin Schubert, Armin Trtovac, Isaac Bonga (5), Quantez Robertson (2), Mike Morrison (15), Marco Völler (4)

Zuschauer: 3.752 (ausverkauft)

Nächstes Spiel:        Dienstag, 26.12.2017, 17.30 Uhr: BG Göttingen – GIESSEN 46ers

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