Rackelos holen Serie zurück an die Lahn – Entscheidungsspiel am nächsten Samstag

Foto: Sven Kuczera Photography

Rackelos holen Serie zurück an die Lahn – Entscheidungsspiel am nächsten Samstag

Wille und Leidenschaft kennzeichneten die Depant GIESSEN 46ers Rackelos beim zweiten Viertelfinalspiel gegen Schwenningen. Am Deutenberg behaupteten sich die Mittelhessen vor 1.400 Heimfans und trugen mit 81:76 den Sieg davon. In der Serie steht es damit 1:1. Das entscheidende dritte Spiel findet am kommenden Samstag (20:00 Uhr) in der Sporthalle Gießen-Ost statt.

Ohne Alen Pjanic, der aufgrund der Ausländerregularien der BBL in den Kader der ersten Mannschaft rückte, erwischten die Rackelos den besseren Start. Über die Stationen 8:2 und 25:16 zeigte das Team um Coach-Duo Rolf Scholz und Lutz Mandler eine offensiv wie defensiv überragende Leistung. Erst am Ende des ersten Viertels musste man der kurzen Rotation Tribut zollen. Spielabschnittsübergreifend schien der Korb wie vernagelt, weshalb sich die wiha Panthers zurück in die Partie kämpften und nach einem Layup von Sergey Tsvetkov auf 25:27 herangerückt waren (12.). Die danach genommene Auszeit der Gießener zeigte zunächst keine Wirkung. Bill Borekambi glich per Dunk aus, bevor Tsvetkov an der Linie gar die Führung besorgte. Danach kämpften sich die Rackelos aber ins Spiel zurück, agierten beherzt beim Duell um die Rebounds und lagen nach einem Dreier von Bjarne Kraushaar, der mit insgesamt 23 Punkten eines seiner besten Saisonspiele zeigen sollte, wieder mit 33:30 vorne. Ein starker Schlussrun ließ die Rackelos dann sogar mit 45:35 in die Pause gehen.

Nach dem Seitenwechsel war es einmal mehr Rasheed Moore, der seine Farben fast im Alleingang zurück in Schlagdistanz schoss. Acht Punkte des Topscorers ließen die Panthers auf 43:47 herankommen (24.). Von der nun niedriger werdenden Schlagzahl profitierten aber eher die dezimierten Gäste. Ein Dreier von Thomas Tshikaya markierte die 53:46-Führung tief im dritten Viertel. Kurz darauf wurde Jestin Lewis zwar von Moore geblockt. Das Spielgerät landete jedoch bei Johannes Lischka, der den Ball weiter zu Kraushaar passte. Von Downtown markierte der Guard einen seiner insgesamt fünf Dreier an diesem Abend. Schwenningen steckte jedoch nicht auf und blieb dank Moore, der 22 Sekunden vor dem Abschnittsende per Jumper punktete, an den Rackelos dran.

Trotz der atmosphärischen Kulisse blieben die Mittelhessen aber cool. Vier Punkte von Anell Alexis konterte Gießen durch einen 6:0-Run. Nach einer kurzen Verschnaufpause kehrte Kraushaar aufs Parkett zurück und bediente dort Lewis, der zum 66:59 ablegte. Ob per Jumper, Dreipunktespiel oder von jenseits des Perimeters: Einmal mehr war es nun Moore, der alles in die Waagschale warf und sicherstellte, dass die Panthers auch zwei Minuten vor dem Ende noch hoffen durften (65:70).

Als der Power Forward durch einen weiteren Dreier gar auf 72:75 stellte, schienen die Nerven der Rackelos kurz zu flattern. An der Freiwurflinie ließ Kraushaar den zweiten Versuch liegen, konnte sich aber auf Lischka verlassen, der den Offensivrebound kontrollierte, ablegte und so auf 78:74 erhöhte. Moore verschoss in der darauffolgenden Angriffssequenz zwar einen Dreier. Doch erneut konnte der daraus resultierende Offensivrebound kontrolliert werden, obgleich es nun Leon Friederici war, der davon profierte und trotz eines Fouls punktete. Die Nummer 30 der Raubkatzen zeigte jedoch Nerven und vergab den Bonusfreiwurf, weshalb Leon Okpara auf der Gegenseite taktisch gefoult an die Linie geschickt wurde. Der beste Freiwerfer der Rackelos traf ausnahmsweise nur einen seiner zwei Versuche (79:76), hatte in Lewis aber den rettenden Helfer, da dieser einen Pass von Friederici abfing und bei nur 9 verbleibenden Sekunden selbst an die Wohlfahrtslinie trat. Der US-Amerikaner stellte auf 81:76, weshalb die wiha Panthers zwei Ballbesitze benötigt hätten, um das Spiel zu drehen.

Dazu kam es nicht, weshalb die Playoff-Reise für die Depant GIESSEN 46ers Rackelos weitergeht. Mit einer ähnlich konzentrieren Leistung wie am Samstag soll dann der Einzug ins Halbfinale realisiert werden.

Rolf Scholz (Cheftrainer Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Großes Kompliment an die Jungs, die heute von der ersten Minute an eine sehr starke und reife Leistung gezeigt haben. Wir haben heute deutliche besser verteidigt, konsequenter gereboundet und im Angriff als Mannschaft gespielt.“

wiha Panthers Schwenningen – Depant GIESSEN 46ers Rackelos 76:81 (35:45)

Viertelergebnisse: 21:27, 14:18, 18:13, 23:23

Depant GIESSEN 46ers Rackelos: Bjarne Kraushaar (23 Punkte), Tim Köpple, Jordan Williams (12), Tim Uhlemann (2), Leon Okpara (8), Johannes Lischka (12), Thomas Tshikaya (12),  Jestin Lewis (12, 3 Steals)

wiha Panthers Schwenningen: Sergey Tsvetkov (6), Anell Alexis (5), Bill Borekambi (20), Konstantin Karamatskos (2), Rasheed Moore (22), Leon Friederici (14), Darius Pakamanis, Hannes Osterwalder (3), Abdulai Abaker (2), Seid Hajric (2)

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