Sensation am „Tag der Meister“

Sensation am „Tag der Meister“

Foto: MARCO KESSLER | MEDIASHOTS

Der 10. Oktober 2015 war der „Tag der Meister“. Zum dritten Spieltag der Beko BBL-Saison 2015/2016 empfingen die GIESSEN 46ers als amtierender Pro-A-Meister mit den Brose Baskets aus Bamberg keinen Geringeren, als den aktuellen Deutschen Meister. Komplettiert wurde das Meistertreffen durch den Besuch der beiden Meistermannschaften des MTV 1846 Gießen aus den Jahren 1965 und 1975, die sich in der Osthalle zu ihren Titeljubiläen zusammen fanden.

Vor 3.429 Zuschauern gingen die 46ers jedoch als krasser Außenseiter in die Partie, zumal der Aufsteiger die ersten beiden Spiele bereits verloren hatte. Doch dann sollte alles anders kommen, als gedacht. Die Gießener machten von Anfang an Druck und zwangen den bis dato noch ungeschlagenen Tabellenführer zu Fehlern. Zur Pause führten die Mittelhessen mit 39:37.

In der Halbzeit betraten die Veteranen des Gießener Basketballs ihre alte Bühne. Auf dem Parkett der Osthalle wurden die MTV-Meisterspieler mit Standing Ovations von den prall gefüllten Tribünen für ihre Verdienste um den Gießener Basketball geehrt – Gänsehaut pur!

In der zweiten Hälfe konnten die Bamberger dann aber selbst in Führung gehen, jedoch kamen Wells und Co. immer wieder zurück. Kurz vor der Schlusssirene sicherte dann der US-Amerikaner Braydon Hobbs den Sieg für die Hausherren, in dem er einen Fastbreak mit einem Korbleger abschloss. Damit war die Sensation perfekt.

Nach intensiven und spannenden 40 Minuten ging der Aufsteiger gegen den Deutschen Meister mit 81:80 (39:37) als Sieger vom Feld und sorgte für die erste große Überraschung in der noch jungen Beko BBL-Saison. Dies war zugleich der erste Sieg der 46ers in der höchsten Basketball-Spielklasse Deutschlands seit über zwei Jahren.

„Gießen hat uns heute kräftig in den Arsch getreten“, fasste Bambergs Headcoach Andrea Trinchieri das Spiel kurz und knapp, aber treffend, zusammen. 46ers-Cheftrainer Denis Wucherer war nach dem unerwarteten Sieg stolz auf sein noch junges und unerfahrenes Team. „Die Jungs haben sich das heute hart erarbeitet und verdient. Sie haben in der Vorbereitung sieben Wochen lang richtig Gas gegeben, sind jeden Tag mit der richtigen Einstellung ins Training gekommen und haben sich dort weiterentwickelt.“

Der Sieg gegen den Bundesligakrösus war die Sensation schlechthin und stellte die Basketballwelt für einen kurzen Moment auf den Kopf. Passenderweise hatte die Wucherer-Truppe ihren Sahnetag am „Tag der Meister“ erwischt. Vor den Augen der „Altmeister“ gelang den 46ers etwas, woran vorher nur wenige geglaubt hatten.

GIESSEN 46ers – Brose Baskets 81:80 (39:37)

Viertelergebnisse: 29:20; 10:17; 19:28; 23:15

GIESSEN 46ers: Achmadschah Zazai (2), Yorman Polas Bartolo (13), Anthony „TJ“ DiLeo (6), Benjamin Lischka (3), Braydon Hobbs (8) Suleiman Braimoh (17), Cameron Wells (6), Ethan Wragge (6), Björn Schoo, Konstantin Kovalev, Ekene Ibekwe (20)

Brose Baskets: Nicolò Melli (19), Nikolaos Zisis (10), Lucca Steiger, Karsten Tadda, Daniel Theis (6), Bradley Wanamaker (18), Janis Strelnieks (16), Elias Harris (3), Darius Miller (5), Gabriel Olaseni (3), Patrick Heckmann, Yassin Idbihi

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