Sieg ist erneut Pflicht

Am Ostersamstag hat es LTi LICH zum letzten Mal in dieser Saison selbst in der Hand, sein Scherflein zum sportlichen Klassenerhalt beizutragen: Im Heimspiel (20 Uhr, Dietrich-Bonhoeffer-Halle) muss gegen den direkten Konkurrenten USC Heidelberg ein Sieg her, ansonsten steht der sportliche Abstieg fest. Gewinnt Lich dieses Spiel, müssen an den beiden noch verbleibenden Spieltagen Siege gegen den Mitteldeutschen BC und Science City Jena her, gleichzeitig muss Heidelberg das für den nächsten Mittwoch terminierte Nachholspiel in Bremen, das Heimspiel am übernächsten Sonntag gegen Karlsruhe und das Auswärtsspiel am letzten Spieltag in Langen verlieren – nur unter diesen Umständen ist der sportliche Klassenerhalt für LTi LICH noch machbar.

„Es ist ein Do-or-Die-Spiel für uns, wie im College-Basketball, wie im siebten Spiel einer Playoff-Serie. Gewinnen wir, geht es weiter. Verlieren wir, dann ist Schluss. Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen. Es geht um Reputation und Charakter, wir wollen zeigen, was möglich gewesen wäre, zeigen, dass wir etwas anderes verdient hätten“ sagt Alexander Biller, der Coach der Licher. Gleichzeitig zieht der Trainer der Licher Pro-A-Mannschaft seinen Hut vor der Leistung, die der USC Heidelberg im Laufe dieser Saison vollbracht hat: „Man muss ganz hohe Anerkennung vor deren Coach Torsten Daume und der Entwicklung, die Heidelberg gemacht hat, zeigen. Das hätte ihnen vor wenigen Monaten niemand zugetraut. Wobei man aber auch sagen muss, dass sie von großen Verletzungen verschont geblieben sind.“ Der USC Heidelberg befindet sich in den letzten Wochen in Top-Form, schlug hintereinander Essen, den Mitteldeutschen BC, Jena und Schalke. Dabei wurde erst im November 2008 der erste Saisonsieg eingefahren, mittlerweile hat Heidelberg neun Siege auf der Habenseite.

Möglich machten dies im Prinzip fünf Heidelberger Spieler, die allesamt im Schnitt 35 Minuten Spielzeit pro Begegnung aufweisen. Dieser harte Kern des USC besitzt jede Menge offensive Feuerkraft und versteht sich im Angriff blendend, dies belegt die schier unfassbare Zahl von 32 Assists, die Heidelberg als Mannschaft im letzten Spiel gegen Schalke anhäufte. In der gesamten Pro-A-Liga macht nur Phoenix Hagen mehr Punkte pro Spiel als der USC.

Der absolute Schlüsselspieler im Team der Heidelberger ist der amerikanische Aufbauspieler Japhet McNeil, der pro Spiel mehr als 15 Punkte erzielt und im Schnitt auf acht Vorlagen, die zum direkten Korberfolg führen, kommt – kurz gesagt, McNeil ist laut Statistik in jeder Partie an mindestens 30 Punkten der Mannschaft direkt beteiligt. Topscorer des Teams ist der amerikanische Shooting-Guard Jibril Hodges, der pro Spiel auf 18 Punkte kommt. Jibril Hodges ist der Sohn des ehemaligen NBA-Scharfschützen Craig Hodges, der an den ersten beiden Meisterschaften der Chicago Bulls um Michael Jordan Anfang der Neunziger Jahre beteiligt war. Komplettiert wird die Start/Spielaufstellung der Heidelberger durch den 2,08 m großen Oliver Komarek (17,5 PpS), den amerikanischen Powerforward Ben Beran (16 PpS) und Flügelspieler Sebastian Adeberg (14 PpS).

LTi LICH wird laut Alexander Biller versuchen, den Heidelbergern vor allem ihre Geschwindigkeit im Angriff zu nehmen: „Wir müssen sie verlangsamen und in das Set-Play zwingen. Außerdem müssen wir dafür sorgen, dass sie in der Defensive viel zu tun haben. Bereits im Hinspiel haben wir sie ganz gut in Foulprobleme bringen können, dass muss uns wieder gelingen. Uns ist klar, dass Heidelberg vor Selbstvertrauen strotzt und bis zum Ende kämpft, aber wir sind ebenfalls selbstbewusst und wollen unbedingt gewinnen.“

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