Umkämpfte Partie um die Playoff-Plätze geht an die Hausherren – GIESSEN 46ers verlieren knapp mit 77:83 in Ludwigsburg

Foto: Johannes Roth

Umkämpfte Partie um die Playoff-Plätze geht an die Hausherren – GIESSEN 46ers verlieren knapp mit 77:83 in Ludwigsburg

Am heutigen Samstagabend stand für die GIESSEN 46ers das schwere Auswärtsspiel beim direkten Playoff-Konkurrenten MHP RIESEN Ludwigsburg auf dem Programm. Dabei mussten die 46ers auf Neuzugang Bazoumana Koné verzichten, der gegen seinen Ex-Club mit einer Kniereizung pausieren musste. In einer eng umkämpften Partie behielten die Hausherren in Ludwigsburg die Oberhand, die 46ers mussten mit einer 77:83-Niederlage die Heimreise antreten. Topscorer auf Seiten der Gäste war Cameron Wells mit 20 Zählern.

Für die 46ers starten neben Kapitän Cameron Wells auch Joshiko Saibou, Skyler Bowlin, Dwayne Evans und Justin Sears. Bei den Hausherren aus Ludwigsburg bestand die Starting Five aus Clifford Hammonds, David McCray, Tekele Cotton, Kelvin Martin und Johannes Thiemann.

Nach gewonnenem Tip-Off sollten an diesem Abend auch die ersten Zähler an Gießen gehen. Justin Sears war mit zwei Freiwürfen erfolgreich (2:0, 1. Minute). Auf zwei erfolgreiche Ludwigsburg-Dreier konnten Sears & Bowlin durch schnelles Umschalten zum 6:6 (4. Minute) antworten. Fortan gelang es den Hausherren sich abzusetzen, Brad Loesing stellt für sein Team auf 10:19 (8. Minute). Wells gelang zwar ein And-One-Play, doch die Ludwigsburger ließ sich davon nicht beirren und setzten ihren Lauf von jenseits der Dreierlinie fort. Cheftrainer Denis Wucherer reagierte prompt mit der ersten Auszeit der Partie (13:22, 9. Minute). Kurz vor Viertelende konnte Andreas Obst per Dreier auf 16:22 stellen, womit es auch in die Viertelpause gehen sollte.

Das zweite Viertel begann dann deutlich defensiv geprägter und aggressiver. Der intensive Einsatz wurde belohnt und die Mittelhessen gingen gleich zweimal an die Freiwurflinie. Sears & Evans waren aber jeweils nur einmal treffsicher. Doch die Heimmannschaft behielt das heiße Händchen von außen – dennoch reagierte Gästetrainer John Patrick mit einer Auszeit (18:25, 13. Minute). Auf die harte Spielweise der Neckarstädter zeigten sich die Mittelhessen jedoch abgebrüht und konnten durch Benjamin Lischka sowie Evans auf zwei Punkte verkürzen (25:27, 16. Minute). Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie, bei der die 46ers durch Saibous Dreier erstmals seit der vierten Minute wieder ausgleichen konnten – woraufhin eine RIESEN-Auszeit folgte (35:35, 20. Minute). Am Punktestand änderte sich aber nichts mehr, mit 35:35 ging es in die Halbzeitpause.

Die ersten Punkte der zweiten Halbzeit brachte Evans durch zwei Freiwürfe auf das Konto seiner 46ers und prompt legte auch Wells per Dreier nach. Auf diesen 5:0-Lauf folgte sofort die Auszeit der Hausherren (40:35, 22. Minute). Doch Gießen erhöhte in Person von Saibou weiter (43:35, 23. Minute), aber auch Ludwigsburg ließ nicht locker und startete wiederum einen Run. Schon drei Minuten später waren sie auf nur einen Zählern heran (45:44, 25. Minute). Dank des Dreiers von Chad Toppert konnten die Barrockstädter dann sogar ihre Führung wieder zurückerobern (47:45, 26. Minute). Wie schon im zweiten Viertel war die Partie durch eine hohe Intensität bestimmt, es war ein ständiges Hin-und-her, bei dem sich Ludwigsburg auf drei Punkte absetzen konnte. Somit ging aus 46ers-Sicht mit einem 54:57 auf der Anzeigetafel in das entscheidende letzte Viertel.

Die ersten Punkte im vierten Viertel erzielte Martin Breunig, gefolgt von Drew Crawford per Dreier, im Gegenangriff war dann Marco Völler erfolgreich (56:62, 33. Minute). Beim Stand von 58:67 nahm Gästetrainer Denis Wucherer dann eine dringend nötige Auszeit (34. Minute). Kapitän Wells fasste sich danach ein Herz und drückte für drei Zähler ab – nur noch sechs Punkte Rückstand. Dann verkürzte Evans mit zwei Freiwürfen auf nur noch vier Zähler. Nach Steal von Bowlin war Saibou im Fastbreak nur noch per Foul zu stoppen – beide fälligen Freiwürfe konnte dieser auch verwandeln (68:69, 37. Minute). Doch das Glück lag heute bei den Hausherren, sie zogen wieder auf acht Zähler davon (68:76, 38. Minute). Einen letzten Hoffnungsschimmer lieferte nochmal Saibou mit seinem Dreier, es folgte die Auszeit von Heimtrainer John Patrick (71:76, 39. Minute). Doch Trice antwortete eiskalt per Dreier und die Ludwigsburger ließen sich ihre Führung nicht mehr nehmen. Schlussendlich wurde die kämpferische Leistung der 46ers nicht belohnt. Die Auswärtspartie endet mit einer 77:83-Niederlage.

Denis Wucherer (Cheftrainer GIESSEN 46ers): „Gratulation zum Sieg an John Patrick und Ludwigsburg. Der Spielverlauf war ähnlich wie im Hinspiel. 35 Minuten lang war das Spiel absolut offen und ausgeglichen. Hinten raus haben wir leider Möglichkeiten liegen gelassen. Ludwigsburg hat das Spiel am Ende mit viel Vehemenz in der Zone und 3-Sekunden-Bereich für sich entschieden.“

John Patrick (Cheftrainer MHP RIESEN Ludwigsburg): „Das war ein Spiel wie eine Achterbahnfahrt. Es gab viel auf und ab. Gießen hatte zu Beginn der zweiten Halbzeit einen starken Lauf. Insgesamt haben wir im Verlauf der zweiten Halbzeit dann cleverer gespielt und den Ball gut unter den Korb gebracht. Wir waren aggressiver. Cameron Wells war im eins gegen eins nicht zu kontrollieren. Aber für uns haben die Offensivrebounds den Unterschied gemacht.“

MHP RIESEN Ludwigsburg – GIESSEN 46ers 83:77 (35:35)

Viertelergebnisse: 22:16, 13:19, 22:19, 26:23

 MHP Riesen Ludwigsburg: Clifford Hammonds (8), Tekele Cotton (6), David McCray (3), Kelvin Martin (6), Drew Crawford (16), Roderick Trice (9), Martin Breunig (2), Johannes Thiemann (3), Chad Toppert (12), Brad Loesing (2), Jack Cooley (16)

 GIESSEN 46ers: Joshiko Saibou (13), Justin Sears (10), Dwayne Evans (11, 12 Rebounds), Skyler Bowlin (2), Benjamin Lischka (3), Andreas Obst (8), Jahenns Manigat (2), Cameron Wells (20, 7 Assists), Maurice Pluskota (4), Marco Völler (4)

Zuschauer: 3.834

Nächstes Spiel: Samstag, 25.02.2017, 20.30 Uhr: GIESSEN 46ers – WALTER Tigers Tübingen

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