Vierpunktespiel gegen Iserlohn – Rackelos vor richtungsweisenden Partien

Vierpunktespiel gegen Iserlohn – Rackelos vor richtungsweisenden Partien

134 Sekunden waren im Hinspiel der Depant GIESSEN 46ers Rackelos gegen Iserlohn noch zu spielen, als Kapitän Johannes Lischka per Layup das 68:62 und damit die vermeintliche Vorentscheidung bestellte. Die Gäste warteten zu diesem Zeitpunkt seit über vier Minuten auf ihren nächsten Korberfolg – und schafften durch Treffer von Simon Kutzschmar, Aufbauspieler Sören Fritze und einen Dreier Nikita Khartchenkovs schließlich doch die Trendwende. Für die Rackelos war das schlussendliche 73:68 die erste von insgesamt zwei Niederlagen auf heimischen Parkett.

Nicht mit von der Partie war damals Bjarne Kraushaar, der mit dem 46ers-Bundesligakader nach Oldenburg reiste. Auch am kommenden Sonntag (14.01., 17:00 Uhr) steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz des 18-Jährigen Point Guards, der sich zuletzt im NBBL-Spiel der ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers eine muskuläre Verletzung im Oberschenkel zugezogen hatte. Dafür steht Rackelo-Neuzugang Dennis Mavin vor seinem ProB-Debüt. „An ihm werden wir mit Sicherheit noch unsere Freude haben“, ist sich Cheftrainer Rolf Scholz gewiss: „Er ist schnell und wird uns weiterhelfen, auch wenn gerade die Integration eines Aufbauspielers selbstverständlich seine Zeit braucht.“

Die Dienste des 26-Jährigen sind ob der anstehenden Aufgaben der Rackelos dabei hoch willkommen. Selbst auf Rang vier positioniert bekommen es die Mittelhessen in den nächsten zwei Wochen zunächst mit dem Tabellendritten zu tun, bevor am 20.01. ein Heimspiel gegen Tabellenführer Elchingen auf dem Programm steht. Bei insgesamt nur noch sieben Hauptrundenpartien biegt die ProB-Süd somit auf die Zielgerade ein.

Hinter den von Dragan Torbica trainierten Kangaroos liegen Wochen des steten Auf und Abs. Mitte Dezember ließen die Südwestfalen Punkte gegen das Tabellenschlusslicht aus Karlsruhe liegen, bevor vor der Weihnachtspause ein 77:70-Sieg gegen Frankfurt errungen werden konnte. Gegen die auf Rang elf stehenden Würzburger hagelte es zuletzt jedoch eine derbe 86:55-Auswärtspleite. Es war für Iserlohn zugleich die höchste Saisonniederlage. Die siegreichen Franken konnten dabei auf hausinterne Schützenhilfe bauen: Doppellizenzspieler des Bundesliga-Kooperationspartners s.oliver Würzburg wie Leon Kratzer (19 Punkte, 13 Rebounds) standen gegen Iserlohn im Aufgebot. Scholz rechnet dementsprechend mit einem angriffslustigen Gegner: „Sie werden alles in die Waagschale werfen, um die Niederlage vergessen zu machen. Wir hingegen müssen an unsere Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen. Damals haben wir uns in Anbetracht unserer Personalsituation gut angestellt, aber gerade in der Schlussphase wenig clever agiert. Das müssen wir dieses Mal besser machen.“

Zu kontrollieren gilt es vor allem die beiden US-amerikanischen Frontcourtspieler Donte Nicholas und Julian Scott, die gemeinsam allabendlich 28 Punkte und 15 Rebounds auflegen. Im Backcourt besticht nach wie vor Sören Fritze in dieser Spielzeit durch gute Leistungen. Gegen Gießen avancierte der 23-Jährige mit 18 Punkten und vier Assists zu einem der Matchwinner. Im Saisonschnitt schnürt Fritze mit rund 15 Zählern, 2.7 Assists, 3.3 Rebounds und 1.8 Steals ein stabiles Gesamtpaket.

Rolf Scholz (Cheftrainer Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Wenn du als Vierter der Liga zum Dritten fährst, dann erwartest du grundsätzlich ein enges Spiel. Aufgrund der Heimstärke Iserlohns müssen wir dafür aber von Anfang an intensiv zu Werke gehen. Einen Stolperstart wie zuletzt gegen Dresden dürfen wir uns dort nicht erlauben. Es wird darauf ankommen, dass wir unsere Gegenspieler im Eins-gegen-Eins kontrollieren und schnell unseren eigenen Rhythmus finden.“

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