Vor vollen Rängen ins Halbfinale – Rackelos gehen mit Vorfreude ins Entscheidungsspiel

Foto: Sven Kuczera Photography

Vor vollen Rängen ins Halbfinale – Rackelos gehen mit Vorfreude ins Entscheidungsspiel

Entscheidungsspiel in der Viertelfinalserie der Depant GIESSEN 46ers Rackelos gegen die wiha Panthers Schwenningen: Wenn am Samstagabend um 20.00 Uhr in der Sporthalle Gießen-Ost die Lichter ausgehen, wollen die Mittelhessen durch einen Sieg gegen den Aufsteiger den Einzug ins Playoff-Halbfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB perfekt machen. „Die Unterstützung war schon im ersten Spiel hervorragend. Wir freuen uns auf eine volle Kulisse“, geht Kapitän Johannes Lischka hochmotiviert in die Partie. Aufgrund der großen Nachfrage werden dabei erstmals beide Ränge der Sporthalle Gießen-Ost geöffnet.

Spiel eins der Serie war mit 92:86 an die Gäste aus Schwenningen gegangen. Angeführt von Rasheed Moore hatte der Sechste der Hauptrunde eine Partie gedreht, in der die Rackelos über weite Strecken die Zügel in der Hand hielten. Ein ähnliches Szenario verhinderten die Mittelhessen eine Woche später, als man am Deutenberg gerade defensiv eine Schippe drauflegte, in einer abermals engen Schlussphase die Ruhe bewahrte und dank eines 81:76 die Serie zurück an die Lahn holte.

Die Schwenninger Euphorie hat das nur kurz gebremst. Erneut reisen die Raubkatzen mit vielen Anhängern nach Gießen. Vor allem Bill Borekambi will den Halbfinaltraum noch nicht aufgeben. Zuletzt stand die Nummer 21 der Panthers satte vierzig Minuten auf dem Parkett, in denen er sich 20 Punkte und 12 Rebounds ins Buch schrieb. Wichtiger ist jedoch, dass er weiß, wie man den Rackelos im entscheidenden dritten Viertelfinale die Suppe versalzt. Vor einem Jahr befanden sich die 46ers in der exakt selben Ausgangsposition. Gegner damals waren die Rostocker Seawolves, die nach Overtime mit 93:89 ins Semifinale vorstießen. Mit an Bord der Ostseestädter war Borekambi, der den Mittelhessen 27 Punkte und 13 Rebounds einschenkte. „Dies würde ich natürlich dieses Jahr gerne wiederholen“, sagte er nach der Pleite seiner Panthers am letzten Samstag.

Bei den Rackelos indes herrscht pure Vorfreude darauf, noch mindestens ein weiteres Mal vor den eigenen Fans auftreten zu können. Auch in Gießen macht sich Euphorie vor dem Entscheidungsspiel breit. Aufgrund des gut angelaufenen Vorverkaufs und der nach wie vor wegen einer defekten Feuerschutzwand nur eingeschränkt nutzbaren Blöcke A und B werden erstmals seit Bestehen der Depant GIESSEN 46ers Rackelos beide Tribünen geöffnet sein. Da die 46ers in der Bundesliga bereits am Freitag gefordert sind, wird Trainer Rolf Scholz dieses Mal auf all seine Doppellizenzspieler zurückgreifen können. Aufgrund der Regularien der BBL – setzt ein Team sechs Ausländer ein, müssen mindestens vier Deutsche im Kader stehen – war Alen Pjanic nicht mit nach Schwenningen gereist, sondern stand neben Benjamin Lischka, John Bryant und Mahir Agva gegen Crailsheim seinen Mann. „Ich hab mir seine Szenen angesehen. Gerade im dritten Viertel hat er tolle Impulse geliefert“, freut sich Scholz, der aber auch in Schwenningen über keine zimperliche Defensive seines Teams zu klagen hatte. Mehrmals hinderten die Rackelos ihre Gastgeber daran, innerhalb der zur Verfügung stehenden 24 Sekunden zum Abschluss zu kommen. Auch im Rebounding – dem Knackpunkt in Spiel 1 – arbeitete man konsequenter. „Wenn wir daran anknüpfen, haben wir eine Chance“, ist sich Lischka gewiss.

Sollten die Rackelos ihren Höhenflug fortsetzen, hieße der Gegner übrigens Münster. Der Erste des Nordens hat sich bereits in zwei Spielen glatt gegen den FC Bayern Basketball II durchgesetzt. Die Tatortstädter spielen ihre Partien vor der größten Zuschauerzahl der gesamten Liga: 3.000 Fans strömen im Schnitt in die Halle.

Tickets für die Partie der Depant GIESSEN 46ers Rackelos gegen wiha Panthers Schwenningen gibt es online im 46ers-Ticketshop, an der Geschäftsstelle und an der Abendkasse. Diese öffnet eine Stunde vor Spielbeginn. Die Preise für ein Tagesticket belaufen sich für Erwachsene auf 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Kinder zwischen 6 und 14 zahlen 6 Euro.

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