Welche Serie reißt? – GIESSEN 46ers empfangen ratiopharm ulm

Foto: Richard Stephan - der Stadtfotograf

Welche Serie reißt? – GIESSEN 46ers empfangen ratiopharm ulm

Am kommenden Sonntag, den 10.12.2017 um 15.00 Uhr treffen die GIESSEN 46ers in der Sporthalle Gießen-Ost auf ratiopharm ulm. Beide Teams befinden sich in der Tabelle auf Schlagdistanz und weisen ähnliche Werte auf dem Statistikbogen auf. Während die Gäste aus Baden-Württemberg sich auf dem zehnten Tabellenplatz befinden, sind die Gießener mit zwei Punkten Rückstand auf dem elften Rang anzufinden.

Die Mittelhessen, die kürzlich den auslaufenden Vertrag mit Guard Jahenns Manigat verlängert haben, sind seit vier Partien in der heimischen Sporthalle Gießen-Ost ungeschlagen. Zuletzt besiegte man die damalig vorplatzierten Jenaer mit 80:60. Mann des Abends war 46ers-Kapitän John Bryant, der mit 25 Punkten und 14 Rebounds ein lupenreines Double-Double hinlegte. „John hat im letzten Heimspiel gut gespielt und gegen Ulm müssen alle einen guten Tag haben, um den Ausfall von Max Landis kompensieren zu können“, sagt 46ers-Cheftrainer Ingo Freyer.

Während der Traditionsclub an der Lahn seine Serie auf fünf Heimerfolge ausbauen möchte, haben die Gäste aus Ulm eine andere Bilanz zu verteidigen. Der Playoff-Anwärter fand nach mäßigem Start und einer Bilanz von 1:5 aus den ersten sechs Spieltagen, wieder beachtlich in die Spur. So konnten die Baden-Württemberger alle ihre letzten fünf Begegnungen in der Liga für sich entscheiden. In fremden Gefilden heimste man gegen Schlusslicht Tübingen (81:74) und stark aufspielende Frankfurter (98:75) bereits zwei Siege ein. „Man merkt deutlich, dass sich der qualitativ hochwertige Kader langsam findet“, resümiert Freyer über den kommenden Gegner.

Diese These erfüllte auch der vergangene easyCredit BBL-Spieltag. Während die Mittelhessen am vergangenen Freitag eine Auswärtsniederlage beim Tabellenzweiten ALBA BERLIN kassierten, fuhren die Mannen von ratiopharm-Cheftrainer Thorsten Leibenath einen ungefährdeten 93:76-Sieg gegen den Mitteldeutschen BC ein. Dabei konnte vor allem die Nachverpflichtung Jarelle Benimon mit 26 Punkten, neun Rebounds und vier Assists glänzen. Aber nicht nur der Power Forward kann Scorerqualitäten aufweisen. Headcoach Leibenath kann nach dem Umbruch wieder auf einen tiefbesetzten Kader zurückgreifen. Neben den bewehrten Größen Per Günther und Da´Sean Butler gelang es den Donaustädtern, das Team mit renommierten BBL-Spielern wie Trey Lewis, Ryan Thompson oder dem deutschen Nationalspieler Ismet Akpinar zu ergänzen. Aber auch Spieler wie der ehemalige NBA-Akteur Luke Harangody, Isaac Fotu oder der nachverpflichtete Jerrelle Benimon konnten bereits ihre Fußstapfen auf dem BBL-Parkett hinterlassen.

Mit durchschnittlich 13.9 Punkten pro Partie ist der US-Amerikaner Lewis der Topscorer einer ausgeglichenen Ulmer Mannschaft. Ebenfalls im zweistelligen Scoring-Bereich befindet sich sein Landsmann Benimon mit 13.7 Zählern. Der Power Forward ist zudem mit 8.0 Rebounds bester Rebounder seiner Farben. Dazu sorgen mit Fatu (11.0 Punkte), Günther (10.4), Butler (8.8), Thompson (8.7), Akpinar (7.8) und Harangody (12.7) einige Akteure für konstanten Output. Da der letztgenannte Big Men aber die vergangenen Partien nicht mitwirkte, bleibt es fraglich, ob er in Gießen dabei sein wird. Ungeachtet dieser Personalsituation muss einer von den sieben Ulmer Exporten zwangsläufig eine Ruhepause einlegen.

Wenn man sich die Werte beider Teams betrachtet, sind nur marginale Unterschiede zu erkennen. Ähnlich wie die Ulmer haben auch die Gießener mit Topscorer Dee Davis (14.5 Punkte), Austin Hollins (12.9), John Bryant (11.9), Jamar Abrams (10.2) und Benjamin Lischka (9.6) fünf Spieler auf dem Parkett, die für Punkteausbeute stehen. Zudem legen die Kontrahenten im Durchschnitt knapp 82 Punkte pro Spiel hin. Während die Baden-Württemberger bei der Feld- (47.3% zu 45.1%) und Freiwurfquote (81.7% zu 74.2%) einen geringen Vorteil genießen, haben die Mittelhessen in punkto Rebounds (36.9 zu 32.7) und Assists (18.3 zu 15.9) die Nase vorne.

Die Statistiken versprechen einen engen und intensiven Spielverlauf, bei dem eine Serie reißen muss. „Wir wollen natürlich unsere Heimstärke ausnutzen und wieder einen Heimsieg einfahren. Aber wir wissen auch, dass mit Ulm ein ganz harter Brocken auf uns wartet“, so Freyer.

Zum Spiel der Tabellennachbarn öffnet die Sporthalle Gießen-Ost um 13.45 Uhr seine Pforten. VIP- und Dauerkarteninhaber können wie gewohnt eine Viertelstunde früher die Osthalle betreten. Tickets für diese  prickelnde Partie gibt es online im Ticketshop oder bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

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