46ers bleiben in eigener Halle weiter makellos – Schlagen Schwenningen 78:73 nach Overtime

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Die JobStairs GIESSEN 46ers bleiben zu Hause weiter ungeschlagen. Auch das dritte Heimspiel wird zum Nervenkrimi mit 16 Führungswechseln und zwischenzeitlich zweistelligem Rückstand. Schließlich behält man gegen die wiha Panthers Schwenningen auch aufgrund der besseren Ballverteilung (11:24 Turnover) die Oberhand nach Verlängerung.  Bester Werfer war Justin Martin mit 19 Punkten. Neben ihm überzeugt auch Stefan Fundic wieder mit einem Double-Double (17 Punkte, 14 Rebounds – 11 davon offensiv!). Bester Scorer des Teams aus dem Schwarzwald war Devonte McCall mit 17 Punkten.  Nach der Länderspielpause wird man versuchen, die Heimserie gegen Kirchheim fortzusetzen.


Die Lahnstädter starteten etwas unüblich zu Hause mit weißen Trikots. Weniger überraschte hingegen die Starting-Five mit Jordan Barnes, Nico Brauner, Justin Martin und Roland Nyama sowie Big Men Stefan Fundic.  Die Gäste aus Süddeutschland schickten ihrerseits Casey Benson, Badu Buck, Devonte McCall, Jacob Knauf und Daniel Mayr ins Rennen.

1. Viertel

Die Gastgeber starteten mit spielfreudigem Teambasketball in die Partie – die ersten Angriffe waren von langen Passstafetten geprägt. Die ersten drei Zähler brachte am Ende einer solchen Nyama per Distanzwurf auf den Spielberichtsbogen. Die anschließenden Minuten waren jedoch eher ein Genuss für Freunde des Defensivbasketballs. Positiv in Aktion trat dann erneut Nyama, der einen Reverse-Layup sehr ansehnlich mit Foul ins Ziel brachte (7:8, 6.). Ebenfalls gute Aktionen hatte der inzwischen eingewechselte Igor Cvorovic, der eine Minute vor Viertelende den Buzzer schlug und einen Hookshot nach Spinmove zum 13:15 verwandelte. Den Schlusspunkt des ersten Durchgangs setzte schließlich Barnes mit erfolgreichem Dreier zum 16:15.

2. Viertel

Auch im zweiten Spielabschnitt war zunächst Barnes sehr auffällig. Zunächst assistierte er Luis Figge bei seinem Layup. Anschließend schloss er auch selbst erfolgreich für zwei Punkte ab und zwang die Gäste damit in die Auszeit (20:17, 13.). Nun drehte das Spiel allerdings und die Panthers in schwarz-orange hatten ihre bis dato beste Phase. Ein 0:10-Run zwang Headcoach Ignjatovic in die Auszeit (22:27, 16.). Dennoch blieb das Spiel auf beiden Seiten zerfahren – eine Minute vor der Halbzeit nahm dann Gästecoach Alen Velcic seine nächste Timeout beim Spielstand von 26:33. Ein abschließender Dreier von Brauner zum 29:33 – trotz enger Verteidigung von 2,18m großen Gegenspieler Mayr – brachte die Universitätsstädter dennoch mit einem Erfolgserlebnis in die Pause (29:33).

3. Viertel

In der Kabine fand „Frenki“ Ignjatovic dann wohl die richtigen Worte, um das Spiel wieder in die eigene Richtung zu drehen. Fundic eröffnete mit einem kraftvollem Dreipunktespiel und der anschließende Layup von Barnes brachte bereits innerhalb von 41 gespielten Sekunden in der zweiten Halbzeit die Führung zurück (34:33). Ein Dreier von Martin rundete schließlich den 8:0-Run ab (22.). Schwenningen konnte ab dort das Match allerdings wieder ausgeglichener gestalten. Das stellte auch der Spielstand zur Viertelmitte mit 42:40 dar, den Brauner mit erfolgreichem Dreipunktewurf herstellen konnte. Allerdings bewiesen nun auch die Gäste aus Baden-Württemberg ein glücklicheres Händchen von jenseits der 6,75m Markierung. Die 46ers spielten sich auf ihrer Seite zwar ebenfalls gute Distanzwürfe heraus, konnten sie aber in diesen Minuten kaum durch die Reuse befördern. Somit ging es mit 46:52 in die letzten zehn Minuten.

4. Viertel

Viertelübergreifend waren die Hausherren nun in einen 4:16-Run geraten. Ein Korbleger von Fundic und darauffolgend ein Dreier von Martin – herausgearbeitet durch einen Steal von Kapitän Brauner – verkürzten binnen einer halben Minuten wieder auf fünf Punkte. Nach Timeout der Gäste erkämpfte sich Figge direkt beim Einwurf den Steal und konnte per Layup sogar wieder auf ein One-Posession-Game verkürzen (53:56, 23.). Dieser Abstand blieb auch bis zur Viertelmitte bestehen – Stefan Fundic brachte einen Layup mit Foul im Korb unter, nachdem er sich vorher seinen eigenen Offensiv-Rebound erarbeitet hatte – 57:60. Zwei erfolgreiche Dreier von Martin drehten das Spiel 3:47 vor Schluss auf 63:60 und zwangen Gästecoach Velcic zur nächsten Auszeit. Die kamen ihrerseits besser sortiert aus der Spielunterbrechung und drehten das Match wieder auf 63:65, weshalb Ignjatovic umgehend seine nächste Timeout beantragte. Erneut war es dann Martin für drei, der 90 Sekunden vor Schluss auf 66:67 stellte. Nach defensivem Ballgewinn konnte dann Barnes – ebenfalls für drei – die Partie wieder auf 69:67 drehen. Benson erzielte 8,1 Sekunden vor Schluss den Ausgleich, was erneut zur Auszeit führte. Da der letzte Angriff der Mittelhessen erfolglos blieb, musste der Sieger in der Verlängerung ermittelt werden.

Overtime 

Die Extra-Time startete wie lange Phasen des Spiels defensiv und körperlich betont. Ein Highlight musste logischerweise eine Defensivaktion sein als Fundic seinen 2,10m großen Gegenspieler Knauf mit spektakulärem Block abräumen konnte. 1:53 vor Ende traf Nyama beide seiner Freiwürfe und stellte damit auf 73:71. Im vorangehenden Foul war mit McCall bereits der dritte Panther neben Knauf und Ioannis Chatzinikolas ausgefoult worden. Gegenüber hingegen musste Barnes nach seinem fünften persönlichen Foul nun auch das restliche Spiel von der Bank aus beobachten. Die ersten Overtime-Punkte aus dem Spiel heraus konnte der gut aufgelegte Fundic nach Offensiv-Rebound erzielen. 50,8 Sekunden brachte er sein Team somit auf 75:71 in Front. Weitere Freiwürfe von Figge, Nyama und Brauner setzten dem Defensiv-Krimi schließlich den Deckel auf.


Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Ich könnte die gleichen Worte zum Spiel sagen wie gegen Artland, nur mit dem Zusatz, dass ich heute in keiner Phase der Partie ein schönes Spiel meiner Jungs gesehen habe. Man sieht viel Kampf und die gesamte Mannschaft gibt immer alles auf dem Parkett. Aber zurzeit ist es so, dass eine große mentale Blockade da ist. Ich freue mich wahnsinnig heute das Spiel mit solch einer Leistung gewonnen zu haben. Komischerweise haben wir am Freitag eigentlich ein solides Spiel gegen Karlsruhe gemacht, was uns vielleicht viel Energie genommen hat, was eine Erklärung für die Leistung sein könnte. Aber ich möchte der Leistung von Schwenningen gerecht werden, die bereits in den vergangenen Wochen starke Leistungen gezeigt haben, allerdings zum Schluss eingebrochen sind. Am Ende wird sich in ein paar Wochen vermutlich keiner mehr an das Spiel erinnern. Am Ende ist es wichtig zu gewinnen.“

JobStairs GIESSEN 46ers – wiha Panthers Schwenningen 78:73 (69:69, 29:33) n.V.

Viertelergebnisse: 16:15, 13:18, 17:19, 23:17, 9:4                                                        

JobStairs GIESSEN 46ers: Jordan Barnes (16 Punkte, 8 Assists), Nico Brauner (7), Maximilian Begue, Stefan Fundic (17 Punkte, 14 Rebounds), Luis Figge (10), Luca Finn Kahl, Justin Martin (19), Kevin Strangmeyer, Roland Nyama (5), Igor Cvorovic (4)

wiha Panthers Schwenningen: Casey Bryan Benson (16 Punkte), Badu Buck (5), Mark Mboya Kotieno (9), Emmanuel Timothy Womala, Devonte Jasai McCall (17), Jacob Knauff (14), Daniel Mayr (2), Ioannis Chatzinikolas (10)  

Zuschauer: 1.680 

Nächstes Spiel: Sa. 19.11.2022, 19.00 Uhr, JobStairs GIESSEN 46ers – VfL Kirchheim Knights

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