46ers erkämpfen sich wichtige Punkte im Abstiegskampf – 88:75-Heimsieg über Oldenburg

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Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit zeigen die JobStairs GIESSEN 46ers anschließend eine kämpferisch einwandfreie Leistung – 58 Punkte in der zweiten Hälfte waren schließlich Grundlage des 88:75-Erfolgs. Kendale McCullum (25 Punkte & 82% Trefferquote im Zweipunktbereich) und Nuni Omot (20 Punkte) waren beste Scorer der Mittelhessen. Bei den Oldenburger scorten mit Tai Odiase (17 Punkte), Max Heidegger (16 Punkte) und T.J. Holyfield (12 Punkte) drei Spieler zweistellig. Für die Gießener geht es am kommenden Samstag in Heidelberg in der easyCredit Basketball Bundesliga weiter.


Ein wunderbarer Frühlingsabend war Anlass für ein Match, das für beide Teams ganz besondere Brisanz im Abstiegskampf hatte. Abseits vom Sportlichen war es auch aus vielen anderen Gründen ein besonderes Spiel – so begrüßten die JobStairs GIESSEN 46ers ihren früheren Coach Ingo Freyer und Spieler Alen Pjanic. Zudem war es vor 1.664 Zuschauern in der Osthalle auch der letzte Besuch von BBL-Legende Rickey Paulding, der nach dieser Spielzeit seine Karriere beenden wird und vor dem Spiel daher ein besonderes Trikot von Geburtstagskind Florian Koch überreicht bekam.

In Rot starteten Kendale McCullum, Kilian Binapfl sowie Nuni Omot, JD Miller und Philip Fayne II direkt drei „große“ Spieler mit über zwei Metern Gardemaß. Neben den bereits erwähnten Paulding und Pjanic standen Phil Pressey, Max Heidegger und Big Man Tai Odiase zu Spielbeginn in Gelb auf dem Parkett. In einem umkämpften ersten Viertel konnte sich keiner der beiden Kontrahenten zunächst einen nennenswerten Vorsprung erspielen. Frühes Highlight war ein spektakulärer Block von Omot, der in der darauffolgenden Offensivaktion zu einem Layup mit Foul von Fayne II zum 2:1 führte. Das 15:17 zur Viertelpause spiegelte letztlich die Spielanteile beider Mannschaften gut wider – beide mussten sich in den ersten zehn Minuten jeweils zehn ihrer Punkte innerhalb der Zone erarbeiten.

Ein ähnliches Bild auch im zweiten Abschnitt – niemand bekam hier Punkte geschenkt. So gab es in den ersten drei gespielten Minuten des zweiten Viertel nur eine erfolgreiche Korbaktion je Team, aber gleichzeitig insgesamt fünf Fouls. Die „magische Marke“ von vier Teamfouls hatten beide bereits zur Viertelmitte erreicht. Als kleines sportliches Highlight durfte sich Koch zu seinem 30. Geburtstag mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf selbst beschenken (24:25, 17.). Doch anschließend führte ein erster „Mini-Run“ der Gäste zur bis dato höchsten Führung, als ein Dreier von T.J. Holyfield nach etwas glücklichem Bounce auf dem Ring zum 26:32 durch die Reuse fiel (18.). Eine insgesamt ausgeglichene Halbzeit, die durch viele 50/50-Bälle geprägt war, endete dann schließlich mit 30:34.

Im zweiten Durchgang erhoben sich die Zuschauer in der Sporthalle Gießen-Ost bereits früh von ihren Plätzen – die Mittelhessen kamen energiegeladen bis in die Haarspitzen aus der Umkleide. Direkt in der ersten Offensivaktion scorte Omot mit Foul von Pjanic. Es folgten weitere erfolgreiche Dreipunktespiele von Fayne II und McCullum, sodass die Lahnstädter mit 47:40 erstmals mit sieben Punkten in Führung gehen konnten (25.). Weiterhin spielte den Mittelhessen das frühe vierte Foul von Odiase in die Karten, der dadurch große Teile des dritten Viertels von der Bank aus beobachten musste. Nach diesem Run konnten sich die Oldenburger allerdings fangen und den Rest des Viertels größtenteils ausgeglichen gestalten. Ein Dreier von Dennis Nawrocki setze schließlich den Schlusspunkt auf ein spektakuläres Quarter der JobStairs GIESSEN 46ers, in dem die Gastgeber ganze 32 Punkte erzielten. Beim Stand von 62:57 ging es schließlich in den letzten Spielabschnitt.

Das Team in Rot konnte zunächst direkt an die Leistung der vorangegangenen Minuten anschließen. Getragen von einem in diesen Minuten besonders starken McCullum konnte man direkt mit einem 10:3-Run in das Viertel starten. Nach einer Auszeit von Pete Strobl setzte es dann einen spektakulären Dunking von Miller zur 12-Punkte-Führung (74:62, 34.). Nach erfolgreichem Layup von Martins Laksa erzwang dieser in der darauffolgenden Defensivsequenz ein Fußspiel von Pressey und zwang Freyer damit zur nächsten Auszeit (76:65, 35.). Ein weiterer erfolgreicher Dreier von Nawrocki zum 83:67 brachte die Roten in der darauffolgenden Minute dann erstmals sogar mit 16 Punkten in Front. Als dann Omot drei Minuten vor Schluss bei drei von drei Freiwürfen die Nerven behielt und die 46ers sich gar mit 18 Punkten absetzten, dürften sich die ersten optimistischen Fans wohl vorsichtig mit dem Gedanken an den Heimsieg angefreundet haben. Mit 88:75 blieben die enorm wichtigen zwei Punkte im Abstiegskampf schließlich in Mittelhessen.


Pete Strobl (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Oldenburg ist ein sehr guter Gegner mit einem guten Kader und gutem Coaching. Wir haben uns in der Woche taktisch auf ein paar Dinge vorbereitet und in der Halbzeit nochmal Veränderungen vorgenommen. Das hat uns in der zweiten Hälfte dann geholfen. Es war ein toller Sieg, aber wir brauchen noch ein paar mehr. Heute war es ein wichtiger Sieg zuhause und mit einem tollen Zuschauererlebnis.“

Ingo Freyer (Cheftrainer EWE Baskets Oldenburg): „Erstmal Glückwunsch an Pete und sein Team. Sie haben heute zurecht gewonnen, weil wir auch schon in der ersten Halbzeit sehr viele individuelle Konzentrationsfehler hatten. Wir haben es geschafft, den Gießenern die Dreier wegzunehmen, aber wir wollten unbedingt auch den Aufbauspielern die Penetration nehmen. Es war der große Schlüssel, dass wir da zu unkonzentriert waren und McCullum zum Korb haben ziehen lassen. Wenn wir ihn gestoppt hätten, hätten wir große Chancen gehabt, das zu gewinnen.“

JobStairs GIESSEN 46ers – EWE Baskets Oldenburg 88:75 (30:34)

Viertelergebnisse: 15:17, 15:17, 32:23, 26:17

JobStairs GIESSEN 46ers: Kendale McCullum (25 Punkte), Nuni Omot (20), Dennis Nawrocki (8), Bjarne Kraushaar (2, 7 Assists), Martins Laksa (4), Maximilian Begue, Tim Uhlemann, Kilian Binapfl (5), JD Miller (4), Florian Koch (7), Phillip Fayne II (13)

EWE Baskets Oldenburg: Max Heidegger (16), Sebastian Herrera (2), Phil Pressey (3), Michal Michalak (11), Tai Odiase (17), T.J. Holyfield (12), Rickey Paulding (9), Jerry Ndhine, Bennet Hundt, Alen Pjanic (5)

Zuschauer: 1.664

Nächstes Spiel: Sa., 02.04.2022, 18.00 Uhr: MLP Academics Heidelberg – JobStairs GIESSEN 46ers

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