(Foto: Carsten Mootz)

46ers gewinnen nach dramatischem Spielverlauf – 91:89 gegen Phoenix Hagen

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Die JobStairs GIESSEN 46ers gewinnen auch ihr zweites Heimspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Saison und drehen dabei einen zwischenzeitlichen 19 Punkte Rückstand zum 91:89-Sieg. Durch harten Kampf kam man zurück in die Partie und konnte diese letztlich drehen – 46:32 Rebounds sowie 46:30 Punkte in der Zone sprechen Bände. Bei den Lahnstädter scorten gleich fünf Spieler zweistellig, angeführt von Jordan Barnes und Nico Brauner mit je 19 Zähler. Stefan Fundic erzielt mit 14 Punkten sowie 16 Rebounds (davon acht offensiv!) ein Double-Double. Bei Phoenix Hagen stach JJ Mann mit 24 Punkten heraus. Kommenden Freitag steht die nächste Herausforderung in Karlsruhe an.  


Gießener Starter in diesem Traditionsduell waren Jordan Barnes, Luis Figge, Justin Martin, Roland Nyama und im Low-Post Stefan Fundic. Die Donnervögel in den blauen Trikots setzten hier auf Grayson Scott Murphy, Marcel Keßen, Marvin Omonigho Omuvwie, JJ Mann und Kyle Anthony Castlin. Die beiden gebürtigen Gießener Bjarne Kraushaar (verletzt) und Tim Uhlemann (Bank) waren somit nicht von Anfang an dabei.

1. Viertel

Die ersten Minuten auf Seiten der Mittelhessen gehörten Big Man Stefan Fundic, der die eröffnenden Punkte der Partie per Layup erzielt, nachdem er sich vorher den Offensivrebound erkämpft hatte. Nur wenig später machte er direkt die nächsten Zähler mit sehenswertem Hookshot. Durch zwei Dreier der Hagener in der Zwischenzeit stand es 4:6 nach zwei gespielten Minuten. Wieder Fundic war es dann mit einem der Highlights des Viertels, als er den Layup-Versuch von Castlin per Monsterblock in die zweite Reihe schlug. Die Zuschauer in der Sporthalle Gießen-Ost sahen ausgeglichene erste Minuten – ein Dreier von Barnes manifestierte dies im Ergebnis und es stand 9:10 zur Viertelmitte. Anschließend glitt das Spiel den JobStairs GIESSEN 46ers allerdings vorübergehend komplett aus der Hand und Hagen konnte sich durch eine starke Trefferquote absetzen. Zwar wollte Cheftrainer Ignjatovic beim zwischenzeitlichen Rückstand von 11:18 noch mit einer Auszeit den Run stoppen (8.), schließlich ging es jedoch mit 15:30 zur ersten Viertelpause.

2. Viertel

Hier gehörten die ersten Minuten diesmal Nico Brauner, der direkt ein erfolgreiches Dreipunktespiel erzielte und durch seinen Layup im darauffolgenden Angriff Gästecoach Robert Harris zu seiner ersten Auszeit zwang (20:34, 12.). Die Universitätsstädter hatten nun offensiv mehr Durchschlagskraft und waren generell besser in der Partie. Erneut Brauner brachte den Rückstand mit zwei erfolgreichen Freiwürfen erstmals wieder auf glatte zehn Punkte (26:36, 14.). Das Spiel blieb dann einige Minuten in dieser Range – es folgt eine ausgeglichene Phase. Igor Cvorovic holte energisch den Defensivrebound und ging im Fastbreak Coast-to-Coast – Das forcierte im Angesicht der schwindenden Führung mit nur noch sieben Punkten (33:40, 17.) die nächste Auszeit der Westfalen. Justin Martins Long-Range-Dreier brachte die Roten danach sogar weiter auf nur noch sechs Punkte ran (18., 39:45). Nun zwangen sich beide Parteien gegenseitig einen sehr harten und physischen Spielstil auf, viele Fouls und Freiwürfe auf beiden Seiten bestimmten zeitweise das Spielgeschehen. Ein spektakulärer Alley-Oop-Dunking auf Seiten der Gäste setzte noch ein Highlight zum Viertelende – JJ Mann auf Omuvwie und es ging mit 43:53 in die Katakomben.

3. Viertel

Auch die zweite Halbzeit startete spektakulär – die ersten Punkte des Viertels für die Gastgeber erzielte Barnes mit schönem Fadeway-Jumpshot und Buzzer. Auch im nächsten Angriff gelangen ihm wieder sehenswerte Punkte mit Buzzer – diesmal per Floater. Das Spiel wurde nun flotter und ging hin und her mit schnellen Scores auf beiden Seiten. Wichtiger Faktor im Laufe der Partie war sicherlich auch die persönliche Foulbilanz vom Hagener Big Man Marcel Keßen, der bereits früh im zweiten Viertel sein drittes Foul kassierte und Mitte des dritten Viertels sein Viertes, weshalb er weite Teile der Partie von der Bank aus beobachten musste. Ein Highlight des Abschnitts setzte Luis Figge, der mit flinken Händen den Steal sichert und gegenüber mit Dunk krachend abschließt – 58:64 zur Viertelmitte. Darauf folgte aber eine stärkere Phase der Hagener, die von JJ Mann und seiner überragenden 3er-Quote getragen wurden. Ein Tip-In von Fundic nach Offensivrebound brachte das Spiel wieder auf glatt zehn Punkte Differenz (29.) und ein Dreier von Barnes verkürzte wenige Sekunden vor Viertelende auf 70:77 und setzte damit den Schlusspunkt des Quarters.

4. Viertel

Die Gastgeber kamen hier erneut hochmotiviert aus der Pause – ein erfolgreicher Dreier von Nyama brachte die Osthalle früh im Viertel direkt zum Kochen. Auch der nächste Versuch aus der Ecke – diesmal von Teamkollege Barnes – fand sein Ziel und machte das Spiel erstmals seit langem zum One-Possesion-Game (76:79, 32.). Nach den nächsten eher defensivbetonten Minuten war es wieder Barnes, der per Jumpshot erneut auf drei Punkte verkürzte und Hagen beim 78:81 mit 5:54 auf der Uhr zur nächsten Auszeit zwang. Durch einen Dreier von Brauner fiel sogar der zwischenzeitliche Ausgleich zum 83:83 zur Viertelmitte. Ein darauffolgender Dreier von Martin brachte das Heimteam dann sogar erstmals wieder mit 86:85 in Führung, welche allerdings nicht allzu lange Bestand hatte. Mit 2:53 und 86:89 rief Headcoach Ignjatovic sein Team zur Auszeit zu sich. Ein Layup von Fundic nach energischer Vorarbeit von Brauner verkürzte 80 Sekunden vor dem Ende auf 88:89. Anschließend dominieren wieder die Defensivabteilungen und änderte sich knapp eine Minute lang nichts auf dem Scoreboard. 15,7 Sekunden vor Ende eroberte Gießen den Ball durch einen erzwungenen Schrittfehler und Hagen nahm seine vorletzte Auszeit. Aus dieser kommend verwandelt Kapitän Brauner 3,5 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Wurf von außen und bringt seine Mannen dadurch mit 91:89 in Front. Da der abschließende Angriff der Donnervögel erfolglos blieb, war dies auch der Endstand.


Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Zunächst einmal Glückwunsch an Phoenix Hagen. Man hat heute endgültig gesehen, dass man auch in der zweiten Liga sehr gute Basketballspiele sehen kann. Beide Mannschaften schießen über 40 % Dreier. Es war sehr viel Intensität und sehr viel taktische Finessen auf dem Parkett zu sehen. Ich habe es wirklich genossen heute dabei gewesen zu sein. Das wir das Spiel am Ende noch gewinnen ist das Sahnehäubchen. In der Halbzeitpause sagte ich den Jungs, dass wir auf einem guten Weg sind und das Spiel stabilisiert haben. Trotzdem haben wir viele Fehler gemacht – vor allem im ersten Viertel. Ich bin unglaublich stolz auf die Jungs. Wir kämpfen bereits nach 5 Spieltagen mit diversen Verletzungen bei Spielern, wie Nico Brauner, der leider seit Wochen nur nominell im Training mitwirken kann. Trotzdem beißt er bei jedem Spiel auf die Zähne und spielt wirklich großartigen Basketball. So ein Schuss am Ende zu treffen, das ist nicht nur Training, sondern Charakter, dass hat die Mannschaft wieder gezeigt.“

JobStairs GIESSEN 46ers – Phoenix Hagen 91:89 (43:53) 

Viertelergebnisse: 15:30, 28:23, 27:24, 21:12                                                     

JobStairs GIESSEN 46ers: Jordan Barnes (19 Punkte), Till Heyne, Nico Brauner (19), Finn Döntgens, Maximilian Begue, Stefan Fundic (14, 16 Rebounds), Luis Figge (9), Luca Kahl, Igor Cvorovic (13), Justin Martin (14), Kevin Strangmeyer, Roland Nyama (3) 

Phoenix Hagen: Grayson Scott Murphy (2), Marcel Keßen (6), Marvin Omonigho Omuvwie (14), Martti Vaara, JJ Mann (24), Tim Uhlemann (8), Kyle Anthony Castlin (21), Lorenz Bank (7), Kristofer Krause (7) 

Zuschauer: 2.060 

Nächstes Spiel: Fr. 04.11.2022, 19.30 Uhr, PS Karlsruhe Lions – JobStairs GIESSEN 46ers

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