46ers halten Spiel gegen EuroLeague-Bayern lange offen – 85:95-Heimniederlage gegen München

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Am 29. Spieltag empfingen die JobStairs GIESSEN 46ers den amtierenden Vizemeister und EuroLeague-Teilnehmer FC Bayern Basketball in der heimischen Osthalle. Vor 1.937 Zuschauern zeigten die Spieler von 46ers-Headcoach Pete Strobl eine kampfstarke Leistung. Vor allem von jenseits des Perimeters kamen die Lahnstädter auf eine ansprechende Wurfquote von 56 %. Am Ende entschieden einige wenige Fehler über den Ausgang der Partie, Bayern brachte seine Führung mit viel Erfahrung ins Ziel. Bei den Hausherren ragten erneut die starken Kendale McCullum (21 Punkte, 11 Assists) sowie Nuni Omot (24 Punkte, 5 Rebounds) heraus. Auf Seiten der Münchner avancierte Deshaun Thomas zum Topscorer. Ihm gelangen neben 34 Zählern noch sechs Rebounds. Für die Mittelhessen geht es bereits am kommenden Mittwoch in Bonn in der easyCredit Basketball Bundesliga weiter.


Am Sonntagnachmittag berief Cheftrainer Pete Strobl Kendale McCullum, Dennis Nawrocki, Florian Koch, Nuni Omot sowie Phillip Fayne II in die Starting Five. Auf Seiten der Gäste sprach Chefcoach Andrea Trinchieri als erstes Deshaun Thomas, Jason George, Nihad Djedovic, Augustine Rubit und Zan Sisko sein Vertrauen aus.

Florian Koch nutzte direkt die erste Chance der Partie und warf die 46ers mit 2:0 in Führung. Weil die Hausherren auch in der Verteidigung sofort hellwach agierten, konnte Dennis Nawrocki per Fastbreak zum 4:0 nachlegen (2.). Die Bayern brauchten einige Anläufe in der Offensive, um aufzutauen, kamen dann aber zu Korberfolgen durch Zan Sisko und Deshaun Thomas (5:4, 3.). Die Lahnstädter blieben im Angriff weiterhin aggressiv und penetrierten die Zone. Phillip Fayne II ließ aber nach einem gezogenen Foul beide Freiwürfe an der Linie liegen (4:5, 4.). Im weiteren Verlauf des ersten Quarters wechselte dann die Führung munter hin und her zwischen beiden Teams. Zunächst warf Kendale McCullum seine Farben in Front, beim 6:5 in der vierten Spielminute. Thomas antwortete per Korbleger für die Gäste, welche aber erneut durch zwei Zähler von JD Miller in Rückstand gerieten, beim 7:8 aus Sicht der Münchner (5.). Vor allem gegen Thomas war in der Anfangsphase bei den Mittelhessen kein Kraut gewachsen. Der US-Amerikaner traf aus allen erdenklichen Lagen und bescherte seiner Mannschaft damit eine 13:9-Führung (6.). In dieser kritischen Phase stemmte sich vor allem der flinke McCullum beim Traditionsclub gegen die Gäste aus Bayern, mit vier Punkten in Folge, zum 13:13 (7.). Das Team von Headcoach Andrea Trinchieri hatte nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich keine Probleme wieder die Führung zu erobern. Jason George von Downtown und Andreas Obst per And-One-Play sorgten für den ersten etwas komfortableren Vorsprung (19:13, 8.). Eben dieser Obst ließ es gegen Ende des ersten Abschnittes weiter regnen, von jenseits des Perimeters, zum 22:13 (9.). Fayne II stoppte schließlich den Scoring-Run der Bayern, nach einer schönen Aktion im Lowpost (15:22, 10.). Nach einem herrlichen Steal von McCullum konnte sich auch Martins Laksa das erste Mal auf dem Scoresheet der Gastgeber eintragen, mit seinem Dreipunktewurf zum 18:22 (10.). Das Quarter endete mit einem erfolgreichen Layup auf beiden Seiten. Leon Radosevic und McCullum trafen jeweils für ihre Teams, zum Zwischenstand von 20:24 aus Sicht des Traditionsclubs (10.).

Augustine Rubit eröffnete das zweite Viertel mit einem Korbleger und schraubte die Führung der Gäste auf 26:20. Auf Seiten der Gießener antwortete Nuni Omot mit einem starken Dreipunktewurf, nur wenige Augenblicke vor dem Ablaufen der Wurfuhr (23:26, 11.). Bayern verschaffte sich zwar zunächst wieder etwas Luft von der Linie, durch zwei Zähler von Gavin Schilling. Allerdings ließ Miller nur einen Angriff später die Osthalle richtig laut werden, als er den Ball mit einem krachenden Dunk in die Reuse stopfte (25:28, 12.). Nach einem Korberfolg von McCullum im Fastbreak war der Ausgleich für die Mittelhessen beim 27:28 dann zum Greifen nah. George von Downtown und Sisko per Tip-In hielt die Münchner jedoch auf Kurs (33:29, 14.). Ein erneuter Treffer per Layup von Schilling, zum 35:29 für Bayern, zwang 46ers-Headcoach Pete Strobl zu einer Auszeit (14.). Diese sollte direkt Früchte tragen, konnte Omot mit vier Punkten in Serie die Gastgeber immerhin wieder auf zwei Punkte heranbringen (33:35, 15.). Ein Wurferfolg von Downtown durch Thomas verschaffte den Gästen wieder ein wenig Luft zum Atmen, beim 38:33 (16.). Obst steuerte drei weitere Zähler bei, für die Lahnstädter hielt McCullum per Korbleger dagegen. So betrug der Rückstand der 46ers weiterhin sechs Punkte, beim 35:41 (17.). Schilling und George schweißten weitere Bälle in die Reuse, McCullum traf in dieser Phase lediglich einer seiner beiden Freiwürfe. So blieb der FCB mit 45:36 in Front (18.). Gegen Ende des zweiten Viertels sorgte dann Nawrocki auf Seiten der Lahnstädter aus der Ecke dafür, dass seine Farben zumindest in Schlagdistanz blieben (39:45, 19.). Der kaum zu stoppende Thomas setzte schließlich, ebenfalls von Downtown, den Schlussakkord im zweiten Quarter, zum 48:39 (20).

Der dritte Abschnitt der Partie begann mit einem ansatzlosen Dreipunktewurf von Omot (42:48, 21.). Auch in den nächsten Szenen sollte sich ein munterer Schlagabtausch zwischen beiden Teams entwickeln. George traf auf Seiten der Gäste, McCullum hielt aus der Mitteldistanz dagegen (44:50, 22.). Nur wenig später legte der agile George per Layup nach, woraufhin Florian Koch von jenseits des Perimeters die Antwort fand (47:52, 23.). Gießen blieb in dieser Phase den Bayern auf den Fersen, durch einen scheppernden Dunk von Fayne II. Eben diese Bayern ließen sich aber nicht so einfach den Schneid abkaufen und blieben in Führung – auch weil Thomas per Korbleger und Nihad Djedovic per And-One-Play nachlegten. So leuchtete in der 25. Minute ein 57:49 auf der Anzeigetafel, aus Sicht der Bayern. Die Hausherren versuchten vieles, antworteten mit einem Layup vom starken McCullum. Weil aber vor allem Thomas in der Offensive nach Belieben traf, blieb der FCB auch beim 62:51 weiterhin vorne (26.). Bjarne Kraushaar gelang es in dieser Phase sich das erste Mal auf dem Scoresheet von Downtown aus einzutragen, die Gäste blieben jedoch hungrig, legten durch Wurferfolge von Ognjen Jaramaz und Obst nach (66:54, 27.). In der nächsten Szene erzielte Obst direkt den nächsten Dreier, doch auch Tim Uhlemann kam zum Erfolg, ebenfalls von jenseits des Perimeters (57:69, 28.) Auch Omot fand seinen Gefallen am Werfen von draußen und steuerte die nächsten drei Zähler für die Mittelhessen bei (60:69, 28.). Vier Zähler von Rubit sowie ein Dunking von Omot sorgten dafür, dass es mit 62:73 aus Sicht der Gastgeber in den finalen Abschnitt gehen sollte (30.).

Bayerns Djedovic eröffnete das vierte Quarter per Korbleger, Nawrocki hatte die Antwort von Downtown parat (65:75, 31.). Auch in den nächsten Situationen duellierten sich weiterhin die dominanten Guards McCullum und Thomas und trafen beide per Korbleger (67:77, 32.). Durch Omots starkes And-One-Play verringerte sich der Rückstand für den Traditionsclub schließlich auf sieben Zähler, beim 70:77, in der 33. Spielminute. Danach hatten beide Mannschaften offensiv ein wenig Sand im Getriebe. Erst zwei Zähler per Dunking von Thomas sorgten für die nächsten Punkte der Partie (79:70, 35.). Vier Zähler von Rubit veranlassten Pete Strobl dazu erneut die Reißleine zu ziehen und ein weiteres Timeout zu nehmen (70:84, 36.). Der FCB blieb auch nach der Auszeit eiskalt, schraubte durch die Zähler 29 und 30 von Thomas auf 16 Punkte hoch (86:70, 36.). Fayne II beendete den Scoring-Run der Gäste durch ein schönes And-One-Play und verkürzte damit auf 73:86 (36.). Weil auch McCullum zweimal von der Linie makellos blieb, schrumpfte die Führung des FCB auf elf Zähler (75:86, 37.). Als Laksa noch einen weiteren Dreier in der Reuse unterbrachte, hatte Bayern-Headcoach Andrea Trinchieri endgültig genug gesehen und rief seine Spieler an die Seitenlinie zum Timeout (78:86, 37.). Durch zwei verwandelte Freiwürfe von Thomas konnten sich die Münchner wieder eine zweistellige Führung erarbeiten, beim 88:78 (37.). Gießen blieb gallig in der eigenen Verteidigungszone, musste den Gästen allerdings auch weitere Zähler von der Linie gewähren. So konnte der FC Bayern Basketball seine Führung behaupten (90:79, 38.). Omot und Fayne II wehrten sich nochmals nach Kräften gegen die drohende Niederlage, mussten allerdings auch mit ansehen, wie die abgezockten Gäste die nötigen Zähler auf die Anzeigetafel brachten, um in Front zu bleiben (83:92 39.). Obst von der Linie und der bärenstarke Thomas beseitigten endgültig alle Zweifel am Auswärtserfolg des FCB. So stand nach 40 absolvierten Minuten der 95:85-Sieg der Münchner fest.


Pete Strobl (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Glückwunsch an Coach Trinchieri und seine beeindruckende Mannschaft. Ich glaube wir haben heute alles gegeben und gekämpft bis zum Schluss. Aber es ist schon ein Unterschied in den Qualitäten, insbesondere bei den Rebounds oder der allgemeinen Physis, mit der sie spielen – Hut ab! Ich hoffe sie kommen in den Euroleague Playoffs sehr weit, da wünsche ich der Mannschaft viel Glück! Wir müssen uns so schnell wie möglich regenerieren, denn schon am Mittwoch haben wir die nächste Gelegenheit!“

Andrea Trinchieri (Cheftrainer FC Bayern Basketball): „Das war unser sechstes Spiel in neun Tagen und wir konnten die Woche sehr gut beenden. Wir sind hier auf ein Team getroffen, was qualitätvollen Offenisiv-Basketball spielt, vor allem durch Kendale McCullum und Nuni Omot. Aber wir fahren heute mit einem Sieg nach Hause und das ist nach all den Strapazen sehr wichtig. Gratulation an meine Spieler und für Gießen alles Gute!“

JobStairs GIESSEN 46ers – FC Bayern Basketball 85:95 (39:48)

Viertelergebnisse: 20:24, 19:24, 23:25, 85:95 

JobStairs GIESSEN 46ers: Kendale McCullum (21 Punkte, 11 Assists), Nuni Omot (24), Dennis Nawrocki (8), Bjarne Kraushaar (4), Martins Laksa (6), Maximilian Begue, Tim Uhlemann (3), Kilian Binapfl, JD Miller (2), Florian Koch (7), Phillip Fayne II (9)

FC Bayern Basketball: Nick Weiler-Babb, Deshaun Thomas (34), Joshua Obiesie, Ognjen Jaramaz (2), Jason George (14), Andreas Obst (15), Nihad Djedovic (5), Paul Zipser, Augustine Rubit (13), Zan Sisko (4), Gavin Schilling (6), Leon Radosevic (2)

Zuschauer: 1.937 

Nächstes Spiel: Mi., 13.04.2022, 20.30 Uhr: Telekom Baskets Bonn – JobStairs GIESSEN 46ers

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