46ers verlieren beim Eventspiel – Gießen fahren mit einem 82:97 nach Hause

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Am 33. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mussten die JobStairs GIESSEN 46ers in Göppingen gegen den VfL Kirchheim Knights eine 82:97-Auswärtsniederlage hinnehmen. Die schwächeren Wurfquoten der Gießener sollten den Ausschlag geben. Während sich die Partie bis zur Halbzeitpause ausgeglichen gestaltete, konnten sich die Hausherren im dritten Viertel einen Vorsprung erarbeiten, den sie in der Crunchtime noch ausbauten. Mann des Abends auf Kirchheimer Seite war Michael John Flowers mit 31 Punkten und acht Assists. Die Mittelhessen hatten mit Justin Martin und dessen 19 Zählern ihren Topscorer. Durch die gleichzeitige Niederlage von Quakenbrück bleiben die JobStairs GIESSEN 46ers weiterhin auf Platz vier in der Tabelle. Am letzten Spieltag der Hauptrunde erwarten die 46ers Tabellenführer RASTA Vechta in der Sporthalle Gießen-Ost.   


Alle Mann an Board hatte 46ers-Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic beim Eventspiel in Göppingen. Dabei baute er mit Jordan Barnes, Luis Figge, Justin Martin, Stefan Fundic und Enosch Wolf seine gewohnten Startformation. Der Gastgeber aus Baden-Württemberg wollte mit Richard Williams Jr, Tyrone Nash, Michael Flowers, Nil Failenschmid Clavera und Aitor Pickett einen gelungenen Start hinlegen.

1. Viertel

Die Anfangsphase bestritten die Teams im Inside-Spiel, wo Martin und Nash per Korbleger abschlossen, was in der Folge ein 4:3-Start für die Hausherren bedeutete (1.). Aus der Distanz versuchten es die 46ers zunächst vergebens, aber die Abpraller wurden gesichert, sodass Fundic einen Viererpack setzte und ein 7:6 (3.) etablierte. Nach dem Center war Figge der nächste 46ers-Protagonist der vier Zähler am Stück markierte und sich für das 11:9 (5.) auszeichnete. Die Perimeter-Disziplin baute dann Martin erfolgreich ein, wobei die Knights mit Flowers dagegenhielten, sodass es Mitte des Viertel weiter eine enge Angelegenheit blieb (14:13, 6.). Der Kirchheimer Topscorer sorgte dann immer wieder für Führungswechsel, sodass zwei Minuten vor Schluss die Hausherren ein 17:16 (8.) innehatten. Die Wurfquoten der Mittelhessen gingen in dieser Phase weiter in den Keller und ein schneller 5:0-Lauf der Ritter sorgte für die erste 46ers-Auszeit (22:16, 8.). Der eingewechselte Karlo Miksic erarbeitete sich zwar ein wenig Rhythmus und Nico Brauner sollte sich auch in die Scoringliste eintragen, doch der VfL glänzte mit Besnik Bekteshi und Jonas Niedermanner aus der Distanz, sodass ein 28:21 für die Kirchheimer stand.

2. Viertel

Im zweiten Abschnitt war abermals der Zug zum Korb das Wahl der Mittel, den Miksic erfolgreich wählte – aber die Knights waren im Flow und Flowers trug seine Farben zum 32:23 (12.). Die Gießener Offensive kam nicht zur Entfaltung und so waren erkämpfte Zähler von Fundic zu diesem Zeitpunkt Gold wert (25:32, 13.). Der Fight entfachte einen kleinen Gießener 5:0-Run, doch auf der Gegenseite war schnell die Routine wieder gefunden, sodass Mitte des Viertels ein beruhigender 36:28-Vorteil (16.) für den VfL stand. Luca Kahl polierte nicht nur in zwei Sequenzen die schwache Dreierquote seiner Farben auf, sondern gefiel auch von der Straflinie zum 36:41 (17.). Angefeuert vom Guard wusste dann Big Man Fundic seine Zielsicherheit aus der Ferne einzusetzen, sodass der 39:41-Anschluss (17.) hergestellt wurde. Die Angriffsbemühungen der Mittelhessen stoppte auch eine Timeout nicht, aber die Kirchheimer konnten ebenfalls wieder ihren Rhythmus generieren, was letztendlich für eine knappe 46:44-Halbzeitführung sorgte.

3. Viertel

 Mit Kampf und Hustle-Play ging es für die 46ers in die zweite Halbzeit, denn Fundic setzte sich unter dem Korb durch und egalisierte die Partie zum 46:46 (21.). Die Ritter fanden aber über den agilen Scorer Flowers eine schnelle Antwort und so beantragte „Frenki“ Ignjatovic beim Rückstand von 51:58 (23.) eine Auszeit. Dem Kirchheimer Spielmacher beeinträchtigte diese kurze Pause nur wenig, aber Martin und Miksic bauten das Scoring-Tableau der Mittelhessen zum 56:60 (25.) aus. Der letztgenannte Point Guard wusste sich weiter in der Offensive in Szene zu setzen, doch der Durchbruch im Angriff sollte sich bei den Knights mit Jaydon Henry-McCalla und dessen Dreier einstellen (67:59, 28.). Mittlerweile hatte Flowers die 20-Punkte-Marke überschritten und seine Farben zogen zum Viertelende mit 74:63 davon, da Gießen lediglich mit Miksic einen beständigen Scorer in diesem Quarter zu bieten hatte.

4. Viertel

Der 46ers-Spielmacher Barnes eröffnete das finale Viertel mit zwei erfolgreichen Freiwürfen und initiierte einen 4:0-Lauf zum 67:74 (31.). Ein Dreier vom Williams Jr. versetzte der Gießener Aufholjagd einen schweren Schlag und so war wieder ein zweistelliger Rückstand die Herausforderung (67:77, 33.). Diese gingen die JobStairs GIESSEN 46ers zunächst mit dem scorenden Brauner an, aber Flowers war an diesem Tag nicht aufzuhalten und lieferte vom Perimeter wertvolle Argumente (80:71, 35.). Fundic setzte sich an seine Punkte-Fersen und packte die persönlichen Punkte 15 und 16 drauf, was Martin ebenfalls anstachelte, der von Downtown ablieferte (77:82, 45.). Der US-Amerikaner schraubte sein Scoring auf 19 Zähler hoch, doch die Teamfoulgrenze ließ die 46ers nicht noch weiter an dem Ergebnis schrauben (80:88, 36.). Auszeiten von den Mittelhessen und den Baden-Württembergern läuteten die Crunchtime ein. Diese sollte von Gießener Fehlwürfen geprägt sein, sodass ein Umschwung nicht mehr zustande kommen sollte und die vier Spiele andauernde Siegesserie der JobStairs GIESSEN 46ers riss beim 82:97.


Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Wir waren ein richtig guter Gast. Wir haben anscheinend das Eventgame falsch verstanden. Wir haben keine Defense-Einstellung an den Tag gelegt. Langezeit haben wir durch die Quoten der Bankspieler das Spiel offen gehalten. Aber irgendwann haben die Optionen gefehlt. Es wäre eine gute Playoff-Vorbereitung gewesen, aber ich glaube aus diesem Spiel können wir nichts Positives mitnehmen. Jetzt haben wir noch eine Partie, wo wir uns wieder besser präsentieren müssen. Heute war ein gebrauchter Tag.“

VfL Kirchheim Knights – JobStairs GIESSEN 46ers 97:82 (46:44)

Viertelergebnisse: 28:21, 18:23, 28:19, 23:19                                                         

VfL Kirchheim Knights: Tyrone Nash (14 Punkte), Richard Lawrence Williams Jr. (12), Michael John Flowers (31, 8 Assists), Edolind Paqarada, Jonas Niedermanner (5), Jaydon Kayne Henry-McCalla (13), Nil Failenschmid Clavera, Nicholas Ryan Muszynski (10), Besnik Bekteshi (2), Aleksa Bulajic (2), Aitor Pickett (7)

JobStairs GIESSEN 46ers: Jordan Barnes (5), Nico Brauner (5), Finn Döntgens, Enosch Wolf (3), Stefan Fundic (16, 10 Rebounds), Luis Figge (7), Luca Finn Kahl (9), Igor Cvorovic (2), Justin Martin (19), Kevin Strangmeyer (3), Roland Nyama (2), Karlo Miksic (11)

Zuschauer: 4.000

Nächstes Spiel: Sa. 29.04.2023, 19.30 Uhr, JobStairs GIESSEN 46ers – RASTA Vechta

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