46ers wollen mit positivem Gefühl in die Trainingspause gehen

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Einen Tag vor Heiligabend wird es für die GIESSEN 46ers noch einmal ernst: Bei rent4office Nürnberg steht am 23. Dezember 2013 (19:30 Uhr) nicht nur die letzte Partie des Jahres 2013 auf dem Programm, sondern zudem auch das letzte Spiel der Hinrunde. Die 46ers wollen natürlich mit einem Erfolgserlebnis in die im direkten Anschluss beginnende sechstägige Trainingspause gehen. Doch in der Lebkuchenstadt erwartet das Team von Trainer Denis Wucherer eine erfahrene Mannschaft, die ebenso heiß sein wird, einen positiven Hinrundenabschluss zu erzielen.

Gut eine Woche nach der knappen und unnötigen Heimniederlage gegen Gotha ist der Frust über das Zustandekommen der zweiten Heimniederlage in Serie nicht mehr ganz so groß. Doch: „Verdaut ist die Niederlage zwar, vergessen aber noch nicht“, so Wucherer am Freitagmittag. „Bei den Jungs geht das zum Glück etwas schneller als bei mir als Coach. Sie sind guter Dinge für Montag.“ Warum auch nicht, schließlich hat der Saisonverlauf bislang gezeigt, dass das 46ers-Team der Saison 2013/14 Rückschläge verkraften kann.

Dabei verlief die weihnachtliche Vorwoche einmal mehr „alles andere als ideal. Fünf-gegen-Fünf konnten wir in dieser Woche nicht spielen, was es nicht gerade einfacher macht. Benjamin Lischka ist heute ins Training eingestiegen, Myles Hesson hat hingegen ausgesetzt, nachdem er beim Arzt war. Er wird aber hoffentlich morgen wieder am Training teilnehmen.“ Die Pause mit acht spielfreien Tagen zwischen dem Gotha-Spiel und der anstehenden Nürnberg-Partie war ungewohnt lang. Zudem dosierte Wucherer die Trainingseinheiten in der Woche mit Bedacht. „Wir sollten also am Montag die Energie haben, trotz unserer kleinen Rotation, über 40 Minuten mit einer hohen Intensität zu spielen.“

Dies wird sicherlich auch erneut nötig sein, denn der Gegner ist wiederum ein Team, das zwar auf dem Papier sehr gut besetzt ist, bislang dennoch den eigenen Erwartungen hinterherläuft. Dies bekam bereits der ehemalige Trainer Martin Ides zu spüren, der im Saisonverlauf seinen Hut nehmen musste. Seit einigen Spielen steht nun Benjamin Travnizek an der Seitenlinie und versucht das rent4office-Team auf Vordermann zu bringen. Doch so richtig rund läuft es derzeit nicht, was die deutliche 55:75-Niederlage am vergangenen Wochenende in Heidelberg belegt.

Nichtsdestotrotz: „Die Nürnberger Mannschaft ist sehr tief besetzt und erfahren.“ Angeführt wird das Team von Cornelius Adler, der mit 14.4 Punkten und 8.1 Rebounds pro Spiel Topscorer und Toprebounder der Franken ist. Michael Fleischmann (11.9), Robert Lewandowski (10.4), Will Chavis (10.2) sowie der ehemalige 46er Wayne Bernard (10.2) erzielen zudem zweistellige Punktewerte. Im Aufbau zieht Ahmad Smith die Fäden, der mit 7.4 Assists neben Heidelbergs Jay Threatt der beste Vorlagengeber der ProA ist. Zudem wurde der ehemalige BBL-Allstar Bingo Merriex nachverpflichtet, der am Montag seine dritte Partie bestreitet.

Tabellenplatz 9 kann jedoch mit dieser Mannschaft nicht der Anspruch der Nürnberger sein. Eine große Schwäche liegt dabei auf des Gegners Parkett. Holte man dort aus sieben Spielen erst zwei Siege, so sind es in eigener Halle aus ebenso vielen Spielen gleich fünf Erfolge.

„Sie haben eine ordentliche Mischung aus schnellen Jungs und ziemlichen Brechern am Korb“, so Wucherer. „Beim Spiel in Heidelberg, wo sie in der zweiten Hälfte auseinandergefallen sind, hat man aber gemerkt, dass da noch nicht alles rund läuft. Gerade zu Hause werden sie nun zwar besser spielen wollen als zuletzt, nichtsdestotrotz fahren wir da hin, um zu gewinnen. Für uns gilt es von Anfang an zu verhindern, dass sie Selbstvertrauen tanken. Wenn die Taktik und unser Gameplan stimmen, wir die Intensität mitbringen, die wir brauchen, und jeder an seine Grenzen geht, können wir sie schlagen.“

Ein Vorteil könnte dabei für die 46ers sein, dass es sich bei der Partie des 15. Spieltages um ein Auswärtsspiel handelt. „Auswärts läuft es bei uns ja momentan besser, da scheinen wir stärker und stabiler zu sein“, verweist der 40-Jährige auf die fünf Spiele andauernde Siegesserie in der gegnerischen Halle, die gern weiter ausgebaut werden kann.

Im direkten Anschluss an die Partie bzw. die Rückkehr nach Gießen werden sich die Spieler zu ihren Familien aufmachen, um die Weihnachtsfeiertage bei den Liebsten zu verbringen. Bis zum 29.12. ist dann frei, einen Tag später steigt das Team wieder ins Training ein und wird sich auf das Rückspiel gegen Nürnberg am 4. Januar in der Sporthalle Gießen-Ost vorbereiten. „Die Zeit ist absolut wichtig für uns, aber es wäre natürlich umso besser, wenn wir mit einem positiven Gefühl in die Pause gehen würden.“ Ein Sieg wäre also fast schon ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für die GIESSEN 46ers.

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