78:71-Erfolg im hohen Norden – Rackelos lösen Viertelfinalticket

Foto: Richard Stephan - der Stadtfotograf

78:71-Erfolg im hohen Norden – Rackelos lösen Viertelfinalticket

Die Depant GIESSEN 46ers Rackelos reiten in der ProB weiterhin auf einer Welle des Erfolgs. Auch im achten Spiel in Folge ging das Team von Trainerduo Rolf Scholz und Lutz Mandler als Sieger vom Platz. Nach dem 78:71 gegen die Baskets Akademie Weser-Ems/OTB kommt es im Viertelfinale nun zum Aufeinandertreffen mit den ROSTOCK SEAWOLVES. Los geht es bereits am nächsten Samstag (24.03., 20:00 Uhr) mit einem Heimspiel in der Sporthalle Gießen-Ost. Tickets für diese Begegnung gibt es in der 46ers-Geschäftsstelle oder online im Ticketshop.

Bevor dieser Erfolg gebührend gefeiert werden konnte, galt es mit Oldenburg einen zähen Gegner zu bezwingen: „Wir wussten, dass sie ein starkes Heimteam sind. Mit den Fans im Rücken haben sie sich nicht von unserem guten Auftakt beirren lassen, sondern im Gegenteil nie aufgesteckt und das Spiel zur Halbzeit ausgeglichen“, so Scholz. Nach einem Sprungwurf von Bjarne Kraushaar lagen die Rackelos in der fünften Spielminute mit 13:5 in Führung, bevor Oldenburg sechs Zähler in Folge verbuchte und so den Anschluss nicht verlor. Johannes Lischka setzte sich nach Vorarbeit Nick Hornsbys am Brett durch, bevor die Norddeutschen nach einem Dreier von Haris Hujic gefolgt von einem Jumper des wiedergenesenen Marcel Keßen die Führung übernahmen (16:15, 8.). Ableger von Lischka und Marian Schick bedeuteten jedoch ein 22:16 für die Gäste nach dem ersten Spielabschnitt.

Auch im zweiten Viertel gelang den 46ers der bessere Start. Angeführt von Dennis Mavin, der mit 26 Punkten Topscorer des Abends werden sollte, setzten sich die Rackelos mit 28:22 wieder leicht ab (13.) Baskets-Coach Artur Gacaev sah sich zur Auszeit gezwungen – und schien mehr Verantwortung in die Hände des eingewechselten Philip Zwieners legen zu wollen: Der Kapitän und Ex-Nationalspieler steuerte in den Folgeminuten neun von elf Punkten seiner Farben bei, die Oldenburg auf 29:30 heranbrachten (18.). Kraushaar antwortete zwar mit einem erfolgreichen Dreier. Zur Halbzeit gingen die Teams dennoch mit 33:33 in die Kabine.

Nicht nur das Zwischenergebnis gestaltete sich nach dem Seitenwechsel ausgeglichen. Mavin hielt Gießen mit vier Punkten im Spiel, bevor Hujic per Korbleger das 37:37 markierte. Fünf Zähler in Serie von Hornsby dienten dann als Initialzündung für einen starken Zwischenrun der Gäste. Dem wollte sein US-amerikanischer Landsmann in nichts nachstehen: Nach Treffern Mavins von der Freiwurf- und Dreipunktelinie prangte ein 47:39 auf der Anzeigetafel am Haarenufer. Obwohl sich die Gießener in kämpferischen Belangen nichts vorzuwerfen hatten, waren es die Baskets, die in puncto Rebounding den Ton angaben. Symptomatisch hierfür war ein Offensivabpraller, den Bacak per Layup veredelte. Über die Stationen 50:45 und 53:48 aus Sicht der Rackelos entwickelte sich ein packender Playoffkrimi. Zum Ende des Viertels sorgte dann Mavin mit einem seiner am Ende vier Dreier für einen kleinen Punktepuffer.

Nach Treffern von Schick und Alen Pjanic lagen die Mittelhessen zu Beginn des letzten Viertels aussichtsreich mit 60:50 in Front (33.). Dreier von Mavin, Kraushaar und ein Dreipunktespiel Leon Okparas brachten die Rackelos gar in den Bereich einer gefühlten Vorentscheidung (71:55, 36.). Keßen und Hujic waren jedoch nicht gewillt, sich ihrem Schicksal zu beugen und verkürzten nach einem zweiminütigen Power Play wieder auf 61:71. Vor allem von jenseits des Perimeters lief der Oldenburger Offensivmotor nochmals bedrohlich heiß: Dreier von Hujic und Jacob Hollatz konterkarierte glücklicherweise Mavin per Korbleber, der zuvor von Lischka in Szene gesetzt wurde. Kurz vor Beginn der Schlussminute vertändelte Hornsby den Ball an Hujic, der Sekundenbruchteile später zum Dreier emporstieg und von Pjanic gefoult wurde. Zwei seiner drei fälligen Strafwürfe verwandelte er (69:74, 39.). Kraushaar nahm analog zum Verlauf des ersten Spiels viel Zeit von der Uhr, verpasste seinen Mitteldistanzwurf aber knapp. Hollatz versuchte durch einen schnellen Dreier sein Team zurück in Schlagdistanz zu bringen, verfehlte aber ebenfalls. Den Rebound angelte sich Keßen, der sofort zum Abstauber hochstieg. Durch den Ring flutschte das Spielgerät jedoch abermals nicht, weshalb Lischka final den Rebound kontrollierte und 32 Sekunden vor dem Ende taktisch gefoult wurde. Dort traf der Kapitän zwar nur einen von zwei Versuchen. Nun mit sechs Punkten im Rückstand blieb Oldenburg jedoch nichts weiter übrig, als nach schnellen Abschlüssen die Uhr per Foul zu stoppen. Während Bacak und Hujic verwarfen, besiegelten Hornsby und Kraushaar an der Straflinie den 46ers-Sieg.

Rolf Scholz (Headcoach Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Obwohl wir über weite Strecken geführt haben, war es definitiv kein gefühlter Start-Ziel-Sieg. Über ihre Stärke bei Schüssen aus der Dreipunktedistanz und angefeuert von ihren Heimfans kamen die Oldenburger mehrmals ins Spiel zurück. Zwar haben wir das Reboundduell verloren. Unsere kämpferische Einstellung war es aber, die uns am Ende zum Sieg verholfen hat.“

Voller Vorfreude sehen die Depant GIESSEN 46ers Rackelos nun dem Viertelfinale gegen Rostock entgegen. Der Hauptrundendritte der Nordstaffel wies die Schwelmer Baskets ebenfalls in zwei Spielen in die Schranken. Als Zweiter des Südens haben die 46ers im „Best-of-three“-Modus dabei erneut das Heimrecht im Rücken.

Baskets Akademie Weser-Ems/OTB – Depant GIESSEN 46ers Rackelos 71:78 (33:33)

Viertelergebnisse: 16:22, 17:11, 15:23, 23:22

Depant GIESSEN 46ers Rackelos: Bjarne Kraushaar (14 Punkte), Alen Pjanic (6), Leon Okpara (3), Johannes Lischka (7, 9 Rebounds), Marian Schick (9), Dennis Mavin (26, 4/5 Dreier), Leo Vrkas (1), Nick Hornsby (12, 11 Rebounds)

Baskets Akademie Weser-Ems/OTB: Armin Musovic, Piet Niehus (2), Philip Zwiener (14), Kevin Wohlrath (6), Haris Hujic (18), Jacob Hollatz (9), Marko Bacak (10, 10 Rebounds), Marcel Keßen (12), Till Isemann, Janek Meyer

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