Angeschlagene GIESSEN 46ers möchten BG die Party verderben

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Spiel drei der Serie zwischen der BG Göttingen und den GIESSEN 46ers steht am morgigen Freitag um 19 Uhr in der südniedersächsischen Universitätsstadt auf dem Programm. Während die Göttinger nur noch einen Erfolg benötigen, um die Aufstiegsparty starten zu können, wollen die 46ers möglichst den Sieg aus der ausverkauften Sparkassen-Arena mitnehmen, damit die Serie am Sonntag noch einmal nach Gießen zurückkehrt.

Doch nicht nur die Euphoriewelle in der Leinestadt macht es den 46ers nicht einfacher den ersten Sieg im Saisonverlauf gegen die BG zu feiern, denn darüber hinaus hinterlässt die Saison mit mittlerweile 37 absolvierten Partien, von denen sieben im aktuellen Monat April gespielt wurden, bemerkbar. „Die Jungs sind angeschlagen“, blickt 46ers-Coach Denis Wucherer auf seinen Kader. „Myles (Hesson) kann nicht schmerzfrei gehen, an spielen ist also nicht zu denken. Steven (Bennett) liegt seit drei Tagen mit Grippe im Bett, war heute aber beim Training anwesend. Auch Thierno (Agne) und TJ (DiLeo) merkt man die Strapazen der letzten Wochen an.“ Die mangelnde Tiefe des Kaders verhindert eine Kompensation über die Mitspieler, „dementsprechend war an vernünftiges Training nicht zu denken. Wir müssen schauen, dass wir morgen irgendwie mit fünf Männern an den Start gehen, die noch ein bisschen was im Tank haben und uns da vernünftig ins Spiel bringen.“

Wie sich bereits in den beiden ersten Partien zeigte, wäre ein guter Start in Partie enorm wichtig, schließlich gelang dies bisher nicht in der Serie gegen Göttingen. So musste die Wucherer-Truppe jeweils früh einem hohen Rückstand hinterherlaufen, beide Male mit negativem Ergebnis. „Die taktische Ausrichtung wird genauso sein, wie in den ersten beiden Spielen. Wenn wir erstmal im Spiel waren, anfingen zu attackieren und den Respekt abzulegen, hat das sowohl in der Verteidigung als auch dann in der Offensive gut funktioniert.“ Daher ist die Marschroute klar: „Nur wenn wir gleich im ersten Viertel richtig dagegenhalten, einen Rhythmus finden und früher Selbstbewusstsein aufbauen, als in den Spielen eins und zwei, haben wir einen Chance das Spiel zu gewinnen.“

In Spiel zwei war es aber nicht nur der schlechte Start, sondern darüber hinaus auch die schwachen Wurfquoten, die den 46ers das Leben schwer machten. Doch auch auf Göttinger Seite blieb man deutlich unter der eigenen Quote, was einmal mehr auf die starke Verteidigung der Mittelhessen schließen lässt. „Das ist eine hochintensive Serie was die Verteidigung angeht. Wir halten Göttingen deutlich unter dem Schnitt, den sie normalerweise werfen.“ Traf die BG in der Hauptrunde noch 48,9 Prozent ihrer Würfe, waren es in der Serie gegen die 46ers bislang nur 39,1 (Spiel eins) bzw. 38,5 Prozent (Spiel zwei). „Das ist natürlich auch unserer guten Verteidigung geschuldet. Jeder Wurf, den sich Göttingen erarbeitet, ist ein Kraftakt.“

Doch trotz der starken Verteidigungsleistung hat es noch nicht für einen Sieg gegen die BG gereicht und so scheinen die Aussichten auf einen Sieg der Lahnstädter nicht gerade rosig zu sein. Dennoch gibt sich der Coach natürlich kämpferisch: „Wir werden uns mit allem, was wir noch haben, gegen eine Niederlage stemmen. Das Team und auch unsere Fans hätten sich ein weiteres Heimspiel verdient.“ Dieses würde am Sonntag um 17 Uhr in der Sporthalle Gießen-Ost stattfinden. Doch bis dahin stehen weitere 40 heiße Spielminuten an, in denen die 46ers einmal mehr unter Beweis stellen können, aus welchem Holz sie geschnitzt sind, um vielleicht trotz aller Unkenrufe doch den Partyverderber spielen zu können.

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