BasCats mit „Feuerwehrmann“ Aaron Cook gegen den Abstieg

Vorlesen:

Während in den meisten Städten Deutschlands am Wochenende zum 1. Advent eine Kerze angezündet wurde, brennt bei den Cuxhaven BasCats, dem nächsten Gegner der GIESSEN 46ers, sprichwörtlich der Baum. Nach dem 12. Spieltag stehen lediglich zwei Siege auf der Habenseite, zuletzt gab es sechs Niederlagen in Folge zu beklagen. Dabei wurde die Mannschaft im Saisonverlauf schon bereits mehrfach verstärkt. Bislang jedoch ohne bessere Ergebnisse zu erzielen.

Das Problem in personeller Hinsicht scheint dabei aber ausgemacht zu sein: Die Point Guard-Position. Und genau hier verstärkten sich die BasCats in dieser Woche mit „Feuerwehrmann“ Aaron Cook, der bereits im Jahr 2011 an der Nordsee spielte, sein Team in 15 Spielen zu neun Siegen führte (17.2 Punkte, 6.6 Assists) und den Klassenerhalt sicherte. Zuletzt spielte der 30-Jährige für den Mitteldeutschen BC, Crailsheim und Essen.

Der Mann, der zuletzt auf der Aufbauposition eingesetzt wurde, ist Topscorer Charles Strowbridge (16.3 Punkte), der mit dieser Aufgabe jedoch überfordert zu sein scheint (3.8 Turnover). Er soll sich in Zukunft mehr auf sein Scoring konzentrieren können. Wie gut das Zusammenspiel der beiden US-Amerikaner läuft und Cook bereits integriert ist, bleibt abzuwarten.

In Korbnähe ist Marques Oliver der gefährlichste Spieler der BasCats (10.3 Punkte, 6.9 Rebounds). Einen weiteren Spieler mit durchschnittlich zweistelliger Punkteausbeute sucht man ansonsten vergeblich. Neuzugang Babatunde Philipp Alawoya kommt allerdings immer besser in Fahrt und hat in der letzten Partie gegen Ehingen seine bislang beste Leistung im Cuxhavener-Dress gezeigt. Der Zweimeter-Mann kam auf 13 Punkte und 6 Rebounds (Schnitt: 8.7 Punkte, 6.0 Rebounds).

In der eigenen Rundturnhalle kann das Team von Trainer Krists Plendiskis bislang eine Statistik von einem Sieg und fünf Niederlagen vorweisen. Der letzte Heimsieg liegt aber schon zwei Monate zurück, als man Essen knapp mit 61:59 schlug. Wirlich knappe Niederlagen werden ansonsten vergeblich gesucht. Nur gegen Chemnitz blieb die Korbdifferenz im einstelligen Bereich (69:77). Auch auswärts läuft es nicht besser. So konnte der Tabellenletzte Leverkusen gegen Cuxhaven seinen bislang einzigen Saisonerfolg feiern.

Auch am vergangenen Wochenende gab es für die Plendiskis-Truppe nichts zu holen. Beim 65:73 in Ehingen wurde jedoch deutlich, dass die Basketballkatzen über Qualität verfügen, diese jedoch nicht über 40 Minuten abrufen können. So stand es zur Halbzeit 39:28 für Cuxhaven, Ehingen drehte jedoch den Rückstand schnell und gewann am Ende nicht unverdient.

Die Hoffnungen an der Nordsee liegen also vorrangig in Neuzugang Cook, der der Mannschaft neues Leben einhauchen und besonders in kritischen Situation für Ruhe, Stabilität und Ordnung sorgen soll. Keine einfache Aufgabe. Doch Cuxhaven ist natürlich nicht zu unterschätzen, schließlich werden sie schnellstmöglich Siege feiern wollen, um die Abstiegsränge wieder zu verlassen. Vielleicht wird dann Aaron Cook eine Uniform der Berufsfeuerwehr Cuxhaven übergeben. Verdient hätte er es sich dann wohl.

Letzte News