Das jüngste Team der Liga peilt die Playoffs an

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Am kommenden Sonntag treffen mit den Teams aus Ehingen/Urspringschule und Gießen zwei junge Überraschungsmannschaften der aktuellen ProA-Saison aufeinander. Mit einer Bilanz von 15 Siegen bei zehn Niederlagen stehen die beiden Teams aktuell punktgleich auf den Plätzen vier und fünf. Lediglich der 82:75-Heimsieg der GIESSEN 46ers, bei dem das württembergische Auswärtsteam aufgrund eines Fauxpas mit den Trikots der 46ers antrat, trennt die jungen Steeples von den begehrten vier Topplätzen mit Heimrecht in den Playoffs.

Für das am Sonntag stadtfindende Heimspiel scheint das Team von Ralph Junge – Gründer des Basketballkonzepts Urspringschule (Ausbildung deutscher Nationalspieler am Internat Urspringschule) und jahrelanger Trainer des Zweitligisten – mit einer Rückrundenbilanz von sieben Siegen bei drei Niederlagen und einer Heimbilanz von neun Siegen bei drei Niederlagen gut gewappnet zu sein. Dies lässt sich anhand der letzten acht Saisonspiele verdeutlichen. Während die Steeples gegen Nürnberg, Karlsruhe, Paderborn, Kirchheim, Leverkusen und sogar den Tabellendritten Jena gewinnen konnte, musste man sich nur den beiden Topgesetzten Mannschaften aus Göttingen und Crailsheim geschlagen geben.

Das Team von Ralph Junge, welches seit der Saison 2011/12 in der ProA spielt und sich im vergangenen Jahr als Tabellenachter für die Playoffs qualifizieren konnte und dort am späteren Meister Vechta scheiterte, zeichnet sich einerseits durch die drittbeste Defense der Liga (hinter Göttingen und den 46ers), eine stake Teamorientiertheit (17.0 Assist pro Spiel bedeuten Platz drei in dieser Wertung) und eine hohe Trefferquote aus dem Feld (47,1%) aus. Andererseits verfügen die „Steeples“ über die drittschwächste Freiwurfquote der ProA (70,2%). Betrachtet man die Einzelspieler der Baden-Württemberger, so wird klar, dass die vier Amerikaner Carlton Guyton (14.3 PpG), Taylor Rohde (13.7 PpG), Stacy Wilson (12.4 PpG) und Virgil Matthews (10.3 PpG) knapp 65 % der eigenen Punkte erzielen.

Wenn die 46ers sich also am Sonntag auf den Weg in die über 350 Km entfernte Längendelfhalle begeben, erwartet das Team von Coach Denis Wucherer ein heißer Tanz um wichtige Punkte im Playoff-Kampf. Hierbei wird es zum einen eminent wichtig sein, die vier US-Amerikaner der „Steeples“ in den Griff zu bekommen. Zum anderen müssen die 46ers einfache Punkte der jüngsten Mannschaft der Liga verhindern. Denn die Spieler von der Urspringschule tun sich an der Freiwurflinie deutlich schwerer als mit Würfen aus dem Feld.

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