Dezimierte 46ers zeigen sich kämpferisch, aber am Ende glücklos – 88:91-Auswärtsniederlage in Trier

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Am 22. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA konnten dezimierte JobStairs GIESSEN 46ers immer wieder ihr Kämpferherz zeigen und so bis zur Schlusssekunde das Spiel in Trier offenhalten. Am Ende waren es die Gladiators, die mit 91:88 die Oberhand behielten. Zunächst verzweifelten die Mittelhessen an ihrer Wurfquote, konnten aber im Laufe des Spiels diese verbessern und blieben dank ihrer Balleroberungen (10 Steals) sowie den provozierten Ballverlusten der Hausherren (22 Turnovers) immer wieder dran. Insgesamt sechs Gießener Akteure konnten zweistellig scoren, wobei Stefan Fundic mit 20 Punkten und 9 Rebounds der beste 46er an diesem Abend war.   


Das Duo Enosch Wolf und Roland Nyama musste Corona-bedingt passen, sodass 46ers-Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic nur auf neun gesunde Spieler setzen konnte. Mit Jordan Barnes, Nico Brauner, Luis Figge, Justin Martin und Stefan Fundic wurde die Startformation besetzt. Die Hausherren liefen zu Beginn mit Garai Zeeb, Marco Hollersbacher, Parker Derrah Van Dyke, Alex Laurent und Dylan Patrick Painter auf.

1. Viertel

Mit einem Dreipunktespiel durch Fundic kamen die Gäste ebenso gut ins Spiel, wie die Trierer, die ebenfalls ihren ersten Angriff erfolgreich gestalten konnten (3:2, 1.). Die ersten Minuten gehörten den Mittelhessen, die mit einer schnellen Passstafette durch Fundic auf 5:2 (2.) stellten. Was der Gießener Center auf der einen Seite, was Painter auf der Gegenseite, der mit seinen vier Zählern auf 4:5 (3.) verkürzte. Der offensive Flow der Gießener ging in der Anfangsphase verloren und der Trierer Big Man korrigierte zusammen mit Monteroso das Ergebnis zu Gunsten der Gladiators (9:5, 5.). Die JobStairs GIESSEN 46ers setzten sich in dieser Phase weiterhin nur mit Fundic unter dem Korb in Szene, sodass seine neun Zähler den Anschluss bedeuteten (9:11, 6.). Mit dem ersten Dreier von Daniels in der Partie, setzten sich die Rheinland-Pfälzer in der Folgezeit auf 17:9 (7.) ab. Eine Auszeit später, war Igor Cvorovic der Initiator eines 4:0-Runs, der aber in diesem Viertel nicht zu einer größeren Aufholjagd führte, was ein 13:22-Rückstand beinhaltete.

2. Viertel

Wie im Starviertel waren die Mittelhessen gleich mit ihren ersten Angriffssequenzen erfolgreich und setzten mit Cvorovic sowie Kevin Strangmeyer und dem 46ers-Premieren-Dreier von Barnes Ausrufezeichen zum 22:24 (12.). Der flinke Spielmacher eroberte danach den Ball und Figge sorgte mit dem zweiten getroffenen Teamdreier für den 25:24-Führungswechsel (13.). Nach einem Timeout der Trierer, war es Painter, der einen zwischenzeitlichen Schlagabtausch der Kontrahenten einläutete, der aber von Van Dykes Vierpunktespiel zu Gunsten der Hausherren ausging (33:27, 16.). Die Moselstädter hatten das Momentum gedreht und so musste Gießen den Rhythmus mit einer Auszeit versuchen zu stoppen (27:35, 17.). Barnes und Fundic sorgten zwar wieder für zählbares, dennoch waren es die Gladiatoren, die ihre Treffsicherheit unter Beweis stellten und ihren Vorsprung auf 40:31 (18.) stellten. Der letztgenannte 46ers-Center scorte fleißig weiter (19 Punkte), aber gezielte Dreipunktewürfe von Jordan Johnson & Co. sollten einen 48:37-Vorteil zur Halbzeitpause für die Gastgeber bedeuten.

3. Viertel

Die zweite Halbzeit sollte einige Würfe auf der Agenda haben, bis Brauner aus der Distanz für Scoring in diesem Viertel sorgte (40:48, 22.). Die Gießener Defensive hatte sich in dieser Phase gut auf den Gegner eingestellt und ein Martin Dreier verhieß eine Auszeit der Gladiators (44:48, 23.). Dem einjustierten Martin machte die kurze Schaffungspause nichts aus, sodass die Mittelhessen auf einen Punkt heranrobbten (49:50, 25.). Als Figge dann den Führungswechsel abermals einstrich, folgte eine 6:0-Anwort der Gladiatoren zum 55:51 (26.) und ein Timeout der Mittelhessen. Ein Korbleger von Barnes verhalf seinen Farben nicht zum nötigen Rhythmus, was die Hausherren mit Johnson zu nutzen wussten (59:53, 27.). Aber die JobStairs GIESSEN 46ers zeigten ihr Kämpferherz und hielten mit einem Brauner Fünferpack dagegen (58:59, 28.). Das am Ende die RÖMERSTROM Gladiators Trier noch ihr Heimrecht deutlicher behaupteten, war vor allem einem aufgedrehten Zeeb und dessen zwei Dreiern zu verdanken, sodass es mit 60:69 aus 46ers-Sicht in den finalen Abschnitt ging.

4.Viertel

In diesem kamen die JobStairs GIESSEN 46ers mit einem Mitteldistanzwurf von Miksic und einem Dunking von Cvorovic gelungen rein (64:69, 32.). Fehlendem 46ers-Wurfglück von der Straflinie war es dann aus Gastgeber-Sicht zu verdanken, dass nur ein 6:0-Lauf daraus entstand und die Gladiatoren mit einem 5:0-Run ihrerseits antworten konnten (74:66, 34.). Ein Putback-Dunking von Till Isemann folgten Freiwürfe von Brauner und ein Sprungwurf von Martin auf der Gegenseite zum 70:76 (35.). Die Gießener rackerten weiter beherzt weiter, doch die Trierer behielten durch ihre gezielten Würfe, wie unter anderem durch Monteroso, die 82:71-Oberhand (37.). In der folgenden Crunchtime bissen sich die Mittelhessen noch einmal ran und Martin setzte mit einem Dreier auf 88:89 (39.). Als dann Zeeb per Freiwürfe ein Drei-Punkte-Vorsprung generierte, war es eine konfuse letzte Sequenz, mit einem geblockten Martin-Wurf und einem Figge Ballverlust, die das bittere 46ers-Schicksal und die 88:91-Auswärtsniederlage bestimmten.


Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Die zweite knappe Niederlage in Folge tut richtig weh. Aber aufgrund von schlechten Wurfquoten – vor allem in der ersten Halbzeit – haben wir es nicht geschafft, dass Spiel zu gewinnen. Die kleine Rotation hat sehr viel investiert, aber die kurzfristigen Ausfälle haben uns schon getroffen, da wir uns darauf nicht vorbereiten konnten. Die Chance war da, aber wir haben vor allem zu viele Freiwürfe liegen lassen. Das war ausschlaggebend. Der Wille und das Engagement waren vorhanden, wie 22 gegnerische Ballverluste zeigen, aber daraus haben wir letztendlich zu wenig Profit rausgeholt.“

RÖMERSTROM Gladiators Trier – JobStairs GIESSEN 46ers 88:91 (48:37)

Viertelergebnisse: 22:13, 26:24, 21:23, 22:28                                                         

RÖMERSTROM Gladiators Trier: Daniel Thomas Monteroso (12 Punkte), Garai Zeeb (8), Parker Derrah Van Dyke (9), Marco Hollersbacher (10), Jordan Johnson (11), Nico Wenzl, Jonathan Almstedt, Dylan Patrick Painter (14, 9 Rebounds), Till Isemann (6), Alex Laurent (2), Travis Dorrel Daniels (19)

JobStairs GIESSEN 46ers: Jordan Barnes (11), Nico Brauner (13), Stefan Fundic (20, 9 Rebounds), Luis Figge (12), Luca Finn Kahl, Igor Cvorovic (10), Justin Martin (16), Kevin Strangmeyer (2), Karlo Miksic (4)

Zuschauer: 2.236

Nächstes Spiel: Sa. 18.02.2023, 19.00 Uhr, JobStairs GIESSEN 46ers – VFL SparkassenStars Bochum

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