Drei Beko BBL-Debüts, Ehrenrunde und „Gießen“-Rufe nach Spielende

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Die LTi GIESSEN 46ers verlieren ihr Heimspiel gegen die Neckar RIESEN Ludwigsburg deutlich mit 54:95. Dabei hielten die Mittelhessen, deren kämpferischer Einsatz an diesem Abend stimmte, in der ersten Halbzeit gut mit. Ab der zweiten Hälfte riss der Mannschaft von Trainer Mathias Fischer, bei der mit Neuzugang Randall Hanke sowie den NBBL-Spielern Adrian Didovic und Robin Amaize gleich drei Spieler zu ihren ersten Einsätzen in der Beko Basketball Bundesliga kamen, aber komplett der Faden. Topscorer bei den LTi 46ers war Andreas Büchert mit 13 Punkten, Ludwigsburg hatte in Lucca Staiger (20) den besten Punktelieferant.

Die Starting Five der LTi GIESSEN 46ers bestand an diesem Abend aus Achmadschah Zazai, Oskar Faßler, Dominik Spohr, Andreas Büchert und Elvir Ovcina. Nach Zuspiel von Ovcina erzielte Büchert die ersten Zähler der Gießener (2:2, 1.). Während die Gäste ihre körperlichen Vorteile auszunutzen versuchten, kämpfte Gießen bemerkenswert. Büchert bekam zunächst den Ball nicht in den Korb, setzte jedoch nach und wischte das Spielgerät raus zu Dominik Spohr. Dieser kam ganz frei zum Schuss aus der Distanz und verwandelte zum 5:4 (3.). Zwar hatten die LTi 46ers frühzeitig mit Foulproblemen zu kämpfen, dennoch blieb die Anfangsphase eng. Spohr zog zum Korb und traf (10:12, 6.). Mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr stellte Sharaud Curry den Ausgleich her (14:14, 8.). Nach der folgenden Ludwigsburger Auszeit erhöhten die Gäste jedoch den Druck in der Verteidigung merklich und verwandelten vorne ihre Chancen. Somit gingen die Teams mit einem 20:14 aus Sicht der Gäste in die Pause.

Auch zu Beginn des zweiten Viertels hielten die Ludwigsburger die Intensität hoch und gingen mit 25:14 in Front (12.). Gießen hingegen hatte zu viele Ballverluste zu beklagen. Curry brachte den Rückstand durch fünf schnelle Punkte wieder in den einstelligen Bereich (19:25, 13.). Ludwigsburg konterte aber wieder, vor allem Lucca Staiger zeigte seine Stärke von außen (31:21, 15.). In dieser Phase kam Adrian Didovic zu seinen ersten Beko BBL-Minuten. Der NBBL-Spieler machte seine Sache sehr ordentlich. Die Barockstädter konnten sich nicht weiter absetzen und so besorgte Elvir Ovcina die letzten Punkte der ersten Hälfte zum 30:39.

Die zweite Halbzeit begannen die Ludwigsburger direkt mit zwei Freiwürfen, da zum Ende der ersten Hälfte LTi 46ers-Coach Fischer ein technisches Foul verhängt bekam (41:30, 21.). Generell erwischten die RIESEN den deutlichen besseren Start nach dem Seitenwechsel (48:30, 23.), bei den LTi 46ers ging in dieser Phase wenig. Nach einer Auszeit war es Andreas Büchert, der die ersten Punkte der Mittelhessen im zweiten Abschnitt erzielte (32:48, 23.). Ludwigsburg setzte sich nun aber langsam aber sicher ab. Mit schönem Drive zum Korb war es Dominik Spohr, der zum 37:56 traf (27.) Dennoch häuften sich die Abspielfehler und unnötigen Ballverlusten bei den Gastgebern. Die Gäste hingegen zogen nun deutlicher davon und gingen mit einer 67:43-Führung in den letzten Abschnitt.

Die Ludwigsburger Lawrence Westbrook und der stark aufgelegte Lucca Staiger eröffneten den Schlussabschnitt mit zwei Dreiern (73:43, 31.). Trotz des hohen Rückstandes kämpfte besonders Andreas Büchert um jeden Ball. Folgerichtig erzielte der Forward die ersten Gießener Zähler (45:78, 33.). Die Partie war jedoch natürlich bereits entschieden. LTi 46ers-Coach Mathias Fischer nutzte die Gelegenheit, um den NBBL-Akteuren Dominik Turudic und Robin Amaize Spielzeit zu geben. Während Turudic seine ersten Punkte in der Beko BBL erzielte (52:88, 37.), kam Amaize wenige Augenblicke später zu seinen ersten Minuten in der höchsten deutschen Spielklasse. Ludwigsburg gewann am Ende mit 95:54, dennoch gab es Standing Ovations für die Gießener Spieler, die nach der Ehrenrunde mit „Gießen“-Rufen verabschiedet wurden.

Nächsten Samstag, den 16. Februar 2013, geht die Reise für die LTi GIESSEN 46ers zu den Artland Dragons. Spielbeginn in Quakenbrück ist um 20 Uhr.

John Patrick (Trainer Neckar RIESEN Ludwigsburg): „Wir hatten eine schwierige erste Halbzeit, Gießen hat mit viel Energie gespielt und gekämpft. Der Gießener Mannschaft und den Fans muss man für die Leistung unter den schwierigen Bedingungen Respekt zollen. Obwohl wir das Reboundduell verloren haben, haben wir nur wenige Ballverluste produziert und hatten eine starke Dreierquote. Ich bin außerdem froh, dass die jungen Spieler nun ihre Chance bekommen haben.“

Mathias Fischer (Trainer LTi GIESSEN 46ers): „Glückwunsch nach Ludwigsburg. Wir wollten besser in das Spiel starten, das ist uns gut gelungen. In der zweiten Halbzeit sind wir dann aber eingebrochen. Unsere jungen Spieler müssen Erfahrung sammeln und lernen, unter Druck den Ball besser zu bewegen. Vielleicht schaffen wir es im nächsten Spiel wiederum, länger solide zu spielen.“

LTi GIESSEN 46ers – Neckar RIESEN Ludwigsburg 54:95 (30:39)

Die Viertel im Überblick: 14:20, 16:19, 13:28, 11:28

LTi GIESSEN 46ers: Sharaud Curry (11 Punkte), Elvir Ovcina (5, 9 Rebounds), Randall Hanke, Oskar Faßler (5), Achmadschah Zazai (8, 5 Assists), Dominik Spohr (10), Andreas Büchert (13, 9 Rebounds), Robin Pflüger,Jonas Weiser, Adrian Didovic, Robin Amaize, Dominik Turudic (2)

Neckar RIESEN Ludwigsburg: John Turek (14 Punkte), Besnik Bekteshi (2), Lucca Staiger (20), Tim Koch (7), Robert Zinn, Ivan Elliott (10), Eric Coleman (8), Johannes Joos, Lawrence Westbrook (17), Max Weber (4), Wayne Bernard (3), Joshua Jackson (10)

Zuschauer: 2.518

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