Gegnerportrait Team Ehingen Urspring

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Zwischen dem kommenden Auswärtsgegner Ehingen Urspring und den GIESSEN 46ers gibt es einige Parallelen. Allerdings hatten die Baden-Württemberger einen schlechten Start in die Saison. Die Mannen von der Donau konnten, genauso wie die Mannschaft der Cuxhavener, noch keinen Sieg einfahren. Die drei bisherigen Kontrahenten in der heimischen Längenfeldhalle nahmen die Siege jeweils mit nach Hause. Jedoch waren die Gegner von besonderer Qualität. Mit Heidelberg (63:75), dem Aufsteiger Baunach (68:87) und den starkaufspielenden Essenern (59:69) kam keine Laufkundschaft in den Alb-Donau-Kreis.

Ehingen setzt auch in dieser Saison traditionell auf junge Spieler. Deshalb lautet das simple Saisonziel ,,Klassenerhalt“. Die junge Garde von Coach Michael Spöcker hat jedoch mit einigen Widrigkeiten im Spiel zu kämpfen, was insbesondere die Offensive angeht. So kommt es nicht von ungefähr, dass die Baden-Württemberger im Schnitt die meisten Ballverluste produzieren (19.3 Turnovers) und die wenigsten Punkte einsammeln (63.5 Punkte). Eine gewisse Parallele ist bei der Freiwurfquote zwischen den 46ers und den Donaustädtern zu sehen. Beiden Teams fällt es aber schwer, die gewünschte Nervenstärke an der Linie aufzuweisen. Was die Leistung jenseits der Dreipunktelinie betrifft, zeigen die Akteure auf den jeweiligen Seiten eine bessere Qualität. Im Ranking der ProA platzieren sich die Gießener auf Rang drei, die Ehinger sind knapp darunter auf Platz fünf zu finden.

Im Kollektiv der Jungstars stechen trotzdem einige Akteure heraus. Zum einen der australische Pointguard Jarrad Weeks, der im Schnitt 13 Punkte sowie drei Assists pro Spiel macht und somit in der Offensive die wesentlichen Akzente setzt. Zum anderen sind der US-amerikanische Power Foward Patrick Simon (12,2 Punkte und 6.5 Rebounds im Schnitt) und der 18-jährige deutsche Center Mahir Agva (9.8 Punkte und 8.7 Rebounds im Schnitt) zu erwähnen.

Der letztjährige Tabellendritte, der am Ende punktgleich mit den 46ers in die Playoffs einzog, musste in der Vorsaison ähnlich wie die Mittelhessen schlussendlich im Halbfinale die Segel streichen.

Die vergangene Saison brachte den Mittelhessen einen Heimsieg von 82:75. In der Osthalle ragte der ehemalige Kapitän Joshiko Saibou mit seinen 23 Punkten heraus. Ähnlich wie im Heimspiel war auch das Auswärtsspiel in Ehingen eine enge Angelegenheit, wobei die 46ers mit 67:77 verloren. Somit mussten die Mittelhessen den möglichen dritten Platz durch den verlorenen direkten Vergleich an die Baden-Württemberger abgeben.

Urspring-Coach Michael Spöcker spricht auf der ProA-Webseite von einer „junge[n] Truppe, die man gerne unterschätzt“. Diesen Fehler wird das Team der 46ers nicht begehen. Die bisherige Bilanz von sechs Niederlagen ist trügerisch, da es sich fast ausnahmslos um stark einzuschätzende Gegner gehandelt hat. Für die 46ers steht also ein weiterer harter Fight bevor.

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