GIESSEN 46ers siegen nach hartem Kampf mit 74:70 gegen Cuxhaven

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Es war ein umkämpftes Spiel, das die GIESSEN 46ers am Ende knapp für sich entscheiden konnten. Gegen den Tabellenletzten, die Cuxhaven BasCats, setzte sich die Mannschaft von Trainer Denis Wucherer vor 2.097 Zuschauern in der Sporthalle Gießen-Ost am Ende mit 74:70 durch. Dabei liefen die 46ers, die an diesem Abend 90 Prozent ihrer Freiwürfe versenkten, jedoch im Reboundduell das Nachsehen hatten (30:40), die meiste Zeit einem knappen Rückstand hinterher. Im vierten Viertel konnten die Gießener schlussendlich das Ruder herumreißen. Bester Werfer der Partie war Eric James Palm mit 19 Punkten. Trotz des Sieges verbleiben die Mittelhessen auf dem elften Tabellenplatz.

Denis Wucherer beorderte Cameron Wells, TJ DiLeo, Yorman Polas Bartolo, Benjamin Lischka und Jonathan Malu in die Startformation der Mittelhessen. Letztgenannter war es, der die ersten vier Punkte für die Gießener erzielte (4:4, 3.). Das noch sieglose Team der Cuxhaven BasCats hielt jedoch von Beginn an gut mit, zeigte sich engagiert und motiviert. Die 46ers verteidigten zwar ordentlich, jedoch belohnten sie sich dafür vorne zu selten (4:9, 5.). Vor allem die Würfe fielen nicht oft genug, meist musste der Ball direkt in den Korb befördert werden. Als Besnik Bekteshi den ersten Dreipunktetreffer der 46ers einnetzte, waren die BasCats bereits zweimal zuvor vom Perimeter erfolgreich (9:13, 7.). Zum Ende des ersten Viertels fanden die Gießener besser ins Spiel, Yorman Polas Bartolo war es dann, der per Dunking das 13:15 erzielte.

Wiederum war es Bekteshi, der einen Dreipunktewurf versenkte und somit auf 18:19 aufschloss. Die Cuxhavener setzten sich aber wenig später mit einem 7:0-Lauf ab (27:20; 14.). Zu viele Ballverluste und Fehlwürfe auf Seiten der Gießener machten es den Norddeutschen zu leicht, zudem sprach das Reboundverhältnis deutlich für das Team von Trainer Krists Plendiskis. Das nächste Zählbare für die Mittelhessen verwandelte Benni Lischka in der 16. Spielminute (22:27), was für hörbare Erleichterung im Publikum sorgte. Nach einem Foul durch Edward Seward an Johannes Lischka schlossen die Gießener weiter auf (24:27, 17.). Auch wenn die Cuxhavener ihre Führung nicht aus der Hand geben wollten, scorte TJ DiLeo durch einen Steal und den anschließenden Fast-Break. Dank eines Dreiers durch Eric James Palm, seinem ersten Treffer aus dem Feld an diesem Abend, verließen die Gießener letztlich mit einem Halbzeitstand von 31:32 das Parkett.

Die zweite Halbzeit wollte für die 46ers nicht besser starten. Nachdem Benni Lischka zum 33:34 aufschließen konnte, legten die BasCats direkt wieder nach. Durch einen Freiwurf von Malu schlossen die Gießener erneut auf (36:37; 23.) und nutzten endlich die Chance zum ersten Mal in Führung zu gehen. Besnik Bekteshi war es, der die Gießener durch einen Distanztreffer zum 39:37 schoss (25.). Nachdem Cuxhaven wieder zurückschlug, brachte Kapitän DiLeo durch ein Dreipunktespiel die erneute Führung der Mittelhessen (46:43, 29.). Eric James Palm traf daraufhin unter Beifall der Zuschauer zum 48:43, aber auch die BasCats punkteten noch einmal in diesem Viertel, das mit 48:46 endete.

Auch zu Beginn des letzten Viertels zeichnete sich zunächst kein Sieger ab, jedoch gingen die Gäste wieder in Führung (52:50, 32.). Cameron Wells wusste aber die richtige Antwort. Erst glich der Guard aus, dann ließ der US-Amerikaner ein Dreipunktespiel folgen (55:52, 33.). Als dann Polas zum Ende des 8:0-Laufes auch noch von außen auf 58:52 stellte (34.), schien sich ein Trend abzuzeichnen. Eric James Palm ließ einen weiteren Dreier folgen (61:54, 34.), die Gäste steckten aber nicht auf, sondern kämpften weiter wacker. Als Palm mit allem was er hatte zum Korb zog, mit Foul traf und an der Freiwurflinie zum 64:56 traf, hatten die 46ers die größte Führung des Spiels inne (35.). Cuxhaven ließ sich aber nicht zu sehr verunsichern und verkürzte wieder auf drei Zähler Rückstand (61:64, 36.). Gießen reagierte und zog nach dem Mitteldistanztreffer von Polas auf 68:61 (37.). Die BasCats wehrten sich aber weiter nach Kräften und verkürzten nach Martins Dreier wieder auf einen Zähler Rückstand (68:69, 40.). Eric James Palm traf 28.4 Sekunden vor dem Ende seine beiden Freiwürfe zum 71:68. Cuxhavens Aaron Cook war es dann, der zum Wurf ansetzte, aber den Dreier nicht einnetzten konnte. Stattdessen wurde Yorman Polas Bartolo gefoult, der einen Freiwurf versenkte (72:68, 40.). Ebenso an der Freiwurflinie machte es Cook nun besser und schloss noch einmal auf 70:72 auf, Palm behielt aber die Nerven, netzte die letzten Freiwürfe der Partie ein und besiegelte somit den 74:70-Sieg der GIESSEN 46ers.

Denis Wucherer (Trainer GIESSEN 46ers): „Das war ein wichtiger Sieg für uns, wir haben aber offene Baustellen wie die Assists und Rebounds. Das ist vor allem Kopf- und Einstellungssache. Daran müssen wir arbeiten. Jeder Sieg ist zurzeit für uns ein hartes Stück Arbeit. Die nächsten Wochen werden entscheiden, wo die Reise hinführt.“

Krists Plendiskis (Trainer Cuxhaven BasCats): „Trotz der Niederlage bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben heute gut gearbeitet, die Leistung war deutlich besser als zuletzt. Es ist immer schwer nach fünf Niederlagen am Stück. Heute hat uns das Glück gefehlt.“

GIESSEN 46ers – Cuxhaven BasCats 74:70 (31:32)

Viertelergebnisse: 15:17, 16:15, 17:14, 26:24

GIESSEN 46ers: Andre Marhold, Besnik Bekteshi (9), Yorman Polas Bartolo (12), Anthony DiLeo (7, 9 Rebounds), Eric James Palm (19), Benjamin Lischka (4), Jonathan Malu (9), Cameron Wells (6), Johannes Lischka (4), Björn Schoo (4)

Cuxhaven BasCats: Keith Eugene Sherrill (8 Punkte), Dennis Nawrocki (5), Garai Zeeb, Aaron Cook (17), Helge Baues (9), Bill Borekambi (11), Jeramie Woods, Mayika Lungongo, Darron McDuffie, Edward Seward (8), Jeffrey Martin (12)

Zuschauer: 2.097

Nächstes Spiel: Freitag, 31. Oktober 2014, 19:30 Uhr: Team Ehingen/Urspring – GIESSEN 46ers

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