GIESSEN 46ers siegen nach starker Leistung mit 82:75 in Heidelberg

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Die GIESSEN 46ers gewinnen in einer umkämpften Partie gegen die MLP Academics Heidelberg mit 82:75 und setzen somit einer zwei Spiele andauernden Niederlagenserie ein Ende. Durch den Erfolg sichern sich die Mittelhessen zeitgleich auch den Vergleich gegen einen direkten Konkurrenten. Steven Bennett (16 Punkte), Myles Hesson und TJ DiLeo (jeweils 14) punkteten jeweils zweistellig auf Gießener Seite.

Angetrieben von den rund 80 mitgereisten 46ers-Fans starteten die Mittelhessen gut in die Partie. Nach zweieinhalb Spielminuten war es Joshiko Saibou mit schönem Zug zum Korb, der die 6:0-Führung herstellte. Heidelberg nahm daraufhin eine frühe Auszeit. Bei den 46ers lief der Ball gut in der Offensive, durch geschicktes Passspiel wurde immer wieder der freie Mann gefunden. Myles Hesson zog zudem bereits sein zweites Foul in der Wurfbewegung, das ihn an die Freiwurflinie brachte. Der Brite stellte so auf 8:4 (4.). Heidelberg fand nun aber auch in die Partie. Das Aufbau-Duo Jay Threatt und Shyron Ely besorgte somit die erste Führung der Gastgeber (9:8, 5.). Als Benjamin Lischka dann aber durch die gegnerische Zone zog und zum 12:10 eindunkte, war die Führung der Gießener wieder zurückerobert (7.). Diese hielt zwar nicht lange stand, doch es blieb auch in der Folge eine enge Partie mit leichten optischen Vorteilen für die Gäste. Steven Bennett erzielte knapp eine Minute vor Ende des ersten Viertels aus der Distanz das 17:14 (10.), Heidelbergs Anthony Hill antwortete aber wenige Sekunden vor der ersten Pause (17:17).

Was sich schon in den letzten Minuten des ersten Viertels abzeichnete, ging in der Anfangsphase des zweiten Viertels so weiter: Die Teams taten sich zunächst schwerer, zu Korberfolgen zu kommen. Rob Chubb war es, der mit einer schönen Bewegung zum 20:21 traf (13.), ehe der völlig freistehenden TJ DiLeo von der 6.75 Meter-Linie auf 23:21 stellte (14.). Thierno Agne tat es ihm gleich (26:21, 15.). Als DiLeo dann vorne den Pass abfing und nach vorne spurtete, war es Jay Threatt, der ihn nur mit einem Foul am Korberfolg hindern konnte. Der Deutsch-Amerikaner verwandelte einen Freiwurf zum 27:21 (15.). Doch Heidelberg war einmal mehr um die Antwort nicht verlegen und konterte mit einem 8:0-Lauf (29:27, 17.), den Myles Hesson mit einem Dreipunktespiel beendete (30:29, 17.). Doch die Gastgeber waren es, die nun das Heft in der Hand hatten und auf 37:31 davonzogen (19.). Durch ganz starken Einsatz an beiden Enden des Feldes verkürzten die 46ers jedoch vor Ende der ersten Hälfte wieder auf 38:40. Unmittelbar vor dem Pausentee gab es jedoch eine Schrecksekunde für die Mittelhessen, als Benjamin Lischka, der sich einen Pferdekuss zuzog, humpelnd vom Feld in die Kabine geführt werden musste.

Ohne Lischka, der an der Bank behandelt wurde, ging es somit in die zweite Hälfte. Durch eine schnellen 4:0-Lauf stellte Heidelberg auf 44:38 (22.). Die 46ers verkürzten aber schnell wieder auf 42:44 (23.). Zwei Minuten später war es Jonathan Malu, der sein Team mit einem Dreipunktespiel auf 47:48 heranbrachte (26.). Mit einer schönen Aktion eroberte dann Steven Bennett die erneute Führung (49:48, 25.). Nun kehrte Benni Lischka auf das Feld zurück, der Forward biss auf die Zähne. Zwar eroberte sich Heidelberg die Führung zurück, Bennett glich aber wiederum aus der Distanz aus (52:52, 27.), ehe Jonathan Malu mit zwei Freiwürfen auf 54:52 stellte (27.). In dieser Phase waren es aber besonders die Minuten des Centers, der an beiden Enden des Feldes einen wichtigen Beitrag zur Gießener Führung hatte (57:52, 29.). Doch diese hatte einmal mehr nicht allzu lange bestand, stattdessen erzielte Threatt mit einem Distanzwurf knapp eine Minute vor Ende des dritten Viertels das 58:58. Mit einem knappen Rückstand gingen die 46ers dann in den letzten Abschnitt (60:61, 30.).

Anfang des vierten Viertels konnten die 46ers nur wenig Kapital aus der erneut optischen Überlegenheit schlagen. Als TJ DiLeo den Pass abfing, legte er zum 64:61 ab (33.). Dann war es Myles Hesson, der mit einem Dreipunktetreffer auf 67:61 erhöhte (33.). Heidelberg nahm daraufhin die nächste Auszeit. Wiederum verkürzten die Academics durch Threatt auf 64:67 (34.). In der Folge wurde Hesson auf Threatt angesetzt und der Brite engte die Kreise des Academics-Aufbauspielers gut ein. Gießen zog wieder auf 71:64 davon (36.). Die 46ers kämpften vorbildlich, es war ihnen anzumerken, wie sehr sie die Negativserie beenden wollten. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende musste zwar TJ DiLeo mit seinem fünften Foul vom Feld, Thierno Agne beantwortet dies allerdings mit einem Dreipunktetreffer zum 74:64 (38.). Auch knapp 120 Sekunden vor Ende hatte die Zehn-Punkte-Führung Bestand (77:67, 39.). Der Sieg schien sich abzuzeichnen, sogar der Gewinn des direkten Vergleiches nach der Sechs-Punkte-Niederlage im Hinspiel war in Reichweite. Shy Ely verkürzte mit nur noch 90 Sekunden auf der Uhr mit einem Dreier noch mal auf 70:77. 18 Sekunden vor dem Ende war es wiederum Ely, der auf 75:80 stellte. Der direkte Vergleich war in Gefahr, doch nach Saibous Pass auf den heranfliegenden Myles Hesson war der Brite zur Stelle und markierte den 82:75-Erfolg.

Denis Wucherer (Cheftrainer GIESSEN 46ers): „Ich bin natürlich sehr zufrieden, dass wir gegen eine starke Heidelberger Mannschaft und direkten Konkurrenten um die Playoffs gewonnen haben. In den letzten Wochen haben wir nicht unseren besten Basketball gespielt. Jetzt haben Jungs nochmal richtig Gas gegeben. Wenn wir mit diesem Engagement und dieser Leidenschaft spielen, dann sind wir auch nur relativ schwer zu schlagen. Besonders in der Verteidigung haben wir heute gegen eine offensivstarke Mannschaft Einiges richtig gemacht.“

Tony Garbelotto (Cheftrainer MLP Academics Heidelberg): „Glückwunsch an Gießen. Sie wollten es heute mehr. Von uns war es vielleicht eine der schlechtesten Spiele in diesem Jahr. Gießen hat sich den Sieg verdient, sie haben um Schluss die wichtigen Würfe getroffen.“

MLP Academics Heidelberg – GIESSEN 46ers 75:82 (40:38)

Die Viertelergebnisse: 17:17, 23:21, 21:22, 14:22

GIESSEN 46ers: Joshiko Saibou (8 Punkte), Steven Bennett (16), Myles Hesson (14), Thierno Agne (9), TJ DiLeo (14), Falko Theilig (1), Benjamin Lischka (5), Jonathan Malu (8), Rob Chubb (7)

MLP Academics Heidelberg: Eric Curth, Shyron Ely (23), Jay Threatt (13), Kai Barth (7), Janis Heindel, Niklas Würzner, Michael Jost (11), Anthony Romone Hill (6), Devin White (4), Aaron Schmitz, Nico Adamczak (8), Adrian Hill (3)

Zuschauer: 802

Nächste 46ers-Partie: Samstag, 22.03.2014, 20 Uhr: GIESSEN 46ers – Otto Baskets Magdeburg

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