GIESSEN 46ers ziehen in das Playoff-Halbfinale ein

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Die GIESSEN 46ers gewinnen in einer erneut umkämpften Partie das entscheidende fünfte Spiel der Playoff-Viertelfinalserie in der 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen Science City Jena. Vor 2.511 Zuschauern in der Sporthalle Gießen-Ost ließ das Team von Trainer Denis Wucherer, in dem mit Myles Hesson (17 Punkte), Steven Bennett (16), TJ DiLeo (15) und Joshiko Saibou (12) auf Seiten der 46ers gleich vier Spieler zweistellig punkteten, nichts anbrennen und sicherte sich durch den 87:73-Erfolg den Einzug ins Halbfinale. Dort treffen die Mittelhessen auf den Hauptrundenmeister, die BG Göttingen.

Das Entscheidungsspiel zwischen Gießen und Jena begann mit den ersten Punkten für die 46ers durch TJ DiLeo (3:0, 2.). Die Gäste konterten aber mit dem postwendenden Ausgleich durch Billy Rush (3:3, 2.). Nach den Punkten von Jenas Dennis Tinnon gingen die Thüringer das einzige Mal im Spielverlauf in Front. Steven Bennett und Benjamin Lischka konnten jedoch auf Gießener Seite die erste deutlichere Führung erzielen (14:7, 5.). Daraufhin nahm der Coach der Thüringer Björn Harmsen eine Auszeit, die jedoch keine Wirkung zeigte. Stattdessen zogen die Hausherren durch Therno Agne auf 18.10 weg (7.). Science City blieb weiter dran und so verkürzte Dennis Tinnon auf 16:20 (8.), doch 46ers-Kapitän Joshiko Saibou brachte sein Team mit viel Durchsetzungsvermögen, einem Korbleger sowie anschließend einem Dreier auf 25:16 in Führung (9.). Das erste Viertel endete mit 25:19.

Das zweite Viertel startete mit einem Dreier von Ermen Reyes-Napoles für Jena (22:25, 11.). Tinnon legte für Science City weiter nach (24:27, 12.). Aber Jonathan Malu und Steven Bennett konnten den knappen Vorsprung für die Mittelhessen halten (31:26, 14.). Mit einem sehr guten Offensiv-Rebound und anschließenden zwei Punkten von Saibou zum 33:26, hatte Gießen weiter die Nase vorn (15.). Dorenzo Hudson ließ die Gäste mit zwei Körben hintereinander aber weiter hoffen (30:35, 16.). Das Spiel blieb weiterhin in diesem zweiten Viertel auf des Messers Schneide, wobei Gießen sich doch durch Hesson weitere Luft verschaffen konnte (42:32, 18.). TJ DiLeo und Steven Bennett konnten dann noch mit jeweils drei Punkten nachlegen und zum Halbzeitstand von 48:36 abschließen.

Die zweite Halbzeit begann mit weiteren Punkten auf Seiten der Lahnstädter durch Myles Hesson (50:36, 22.). In diesem dritten Viertel lief es bei beiden Teams etwas unrund und die Punkte wollten nicht so einfach fallen. Erst Dennis Tinnon auf Jenaer-Seite per Freiwurf konnte einen Punkt erzielen (37:50, 23.). Dadurch angestachelt kam Myles Hesson durch ein gutes Anspiel durch Steven Bennett zu einem fulminanten Dunking zum 52:37 (24.). Die Gäste ließen aber nicht nach und konnten zweimal hintereinander durch Kristian Kuhn verkürzen (42:52, 25.). Hesson ließ durch einen Dreier zum 55:44 die 46ers wieder ein bisschen aufatmen (26.). Falko Theilig ließ mit seinen ersten Punkten im Spiel zum 59:48 (29.) die 46ers weiter in Richtung Halbfinale blicken. Der jetzt immer besser werdende Theilig war es dann auch, der per Dreier zum 63:52 in den letzten Sekunden des dritten Viertels traf.

Mit fünf schnellen Zählern zu Beginn des Abschlussviertels arbeitete sich Jena wieder auf sechs Punkte heran (57:63, 31.). Durch einen Dreier brachte TJ DiLeo seine Farben aber wieder deutlicher in Führung (66:57, 31.). Nun trat auch Myles Hesson wieder ins Rampenlicht, blockte hinten spektakulär den zum Korb ziehenden Billy Rush und luchste dann Julius Wolf den Ball ab (32.). Eine Minute später kassierte der britische Forward jedoch sein viertes Foul und nahm somit vorerst auf der Bank Platz. Ermen Reyes-Napoles verkürzte in der Folge per Dreier für Jena auf 62:68 (34.). Nach einem technischen Foul von Dennis Tinnon ließ DiLeo sich die Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte beide Freiwürfe zum 70:62 (35.). Jena verkürzte durch Rush auf 65:70 (35.), doch Saibou konterte durch ein Dreipunktespiel (73:65, 36.). Jetzt zogen die 46ers wieder auf eine Zehn-Punkte-Führung vor (78:68, 37.) und hatten somit also einen Vorteil für die Schlussphase der Partie. Doch knapp zwei Minuten vor Spielende mussten Joshiko Saibou und Myles Hesson mit ihrem jeweils fünften Foul auf die Bank. Die 46ers ließen sich jedoch nicht beirren und brachten den Vorsprung über die Zeit. 35,6 Sekunden vor dem Ende wuchs der Vorsprung gar auf 13 Zähler an (84:71, 40.). Es war die Vorentscheidung zu Gunsten der 46ers, die am Ende durch den 87:73-Erfolg die Serie für sich entschieden und somit am kommenden Samstag zum ersten Halbfinalspiel zur BG Göttingen fahren.

Denis Wucherer (Cheftrainer GIESSEN 46ers): „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die sich heute wieder für ihre harte Arbeit belohnt hat. Dank unserer Fans hatten wir am Ende noch ein bisschen mehr Energie im Tank. Wir konnten in der zweiten Halbzeit von der Führung der ersten Halbzeit zehren. Das war eine Serie auf biegen und brechen, die Mannschaft und Coaches alles abverlangt hat. Wir habe in dieser Serie alle eine Menge lernen können.“

Björn Harmsen (Cheftrainer Science City Jena): „Glückwunsch an Gießen. Ich bin stolz, wie wir gekämpft haben. Durch den Ausfall von Sim hatten wir auf der Aufbauspieler-Position ein Problem. Gießen hat heute wieder sehr gut verteidigt und hat verdient gewonnen.“

Science City Jena – GIESSEN 46ers 87:73 (48:36)

Die Viertelergebnisse: 25:19, 23:17, 15:16, 24:21

GIESSEN 46ers: Joshiko Saibou (12 Punkte), Steven Bennett (16), Myles Hesson (17), Thierno Agne (2), TJ DiLeo (15), Falko Theilig (6), Benjamin Lischka (3), Jonathan Malu (7), Rob Chubb (9)

Science City Jena: Billy Rush (14 Punkte), Dorenzo Hudson (11), Ermen Reyes-Napoles (7), Lars Wendt (3), Julius Wolf (11), Georg Voigtmann , Dennis Tinnon (17), Daniel Mayr (2), Kristian Kuhn (10), Lukas Wank

Zuschauer: 2.511

Nächste 46ers-Partie: Samstag, 19.04.2014, 19 Uhr: BG Göttingen – GIESSEN 46ers (Halbfinale Spiel 1)

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