(Foto: MARCO KESSLER | MEDIASHOTS)

„Ich habe es schon als Gegner geliebt, hier zu spielen.“ – Braydon Hobbs im Interview

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Seit dieser Saison ist Braydon Hobbs in Gießen, seit drei Tagen stolzer Vater einer Tochter. Der 26-Jährige hat also turbulente Tage hinter sich. Wir haben vor dem heutigen Abendtraining mit unserem Guard ein kurzes Interview geführt.

Braydon, zunächst natürlich unseren herzlichen Glückwunsch zur Geburt deiner Tochter. Wann war es soweit?

Vielen Dank! Meine Tochter ist am 10. November um 18:35 Uhr hier in Gießen geboren. Es war keine einfache Geburt, meine Frau Sadie lag 17 Stunden in den Wehen. Am Ende ist aber alles gut gegangen und es geht beiden gut.

Sind die Beiden schon zu Hause?

Ja, seit heute Mittag sind sie daheim.

Und erwarten nach dem Training einen stolzen Vater?

Auf jeden Fall!

Lass uns zum Sportlichen kommen. Bei euch lief es in den letzten Spielen immer besser.

Ja, wir kriegen immer mehr ein Gefühl füreinander, lernen unsere Mitspieler besser kennen und wissen, wie wir zusammenspielen müssen. Das war zu Beginn nicht immer einfach, besonders durch die Verletzungen. Wir hatten manchmal keine Möglichkeit im Fünf-gegen-Fünf zu trainieren. Die Situation entspannt sich momentan etwas. Außerdem verstehen wir immer besser, was der Coach von uns erwartet.

Ihr habt zuletzt zwei Siege in Folge eingefahren. Was macht euch momentan so stark?

Defensiv kann man immer stärker werden, das ist klar. Vor allem auf diesem Niveau. Aber das läuft schon ganz gut. Offensiv glaube ich, dass wir zu den Teams gehören, die am besten den Ball passen. Das ist für jede gegnerische Verteidigung schwer zu unterbinden. Wir hatten immer dann Probleme, wenn Spieler es auf die eigene Faust versucht haben. Denis legt großen Wert darauf, dass wir uneigennützig spielen und das funktioniert momentan ganz gut.

Eric wird morgen sein Debüt feiern.

Ja, er wird uns sicherlich helfen. In seiner Abwesenheit haben das die jungen Spieler wie Konsti oder Simon gut gemacht, außerdem natürlich Karsten. Jetzt wo Eric zurück ist, wird er uns sicherlich vor allem in der Verteidigung helfen und vorne immer wieder einen Treffer einstreuen. Auch mich wird er bei den Plays unterstützen. Dass er ein wichtiger Spieler für das Team sein kann, hat er ja bereits letzte Saison unter Beweis gestellt. Ich freue mich für ihn, dass er wieder spielen kann.

Wie zufrieden bist du mit deiner Saison soweit?

Ich denke, ich habe bislang solide gespielt und der Mannschaft geholfen. Ich will so gut ich kann ein Leader sein, befinde mich aber immer noch in einem Lernprozess. Ob es die Systeme sind oder das Niveau in der BBL. Aber die Herausforderung macht mir großen Spaß.

Morgen geht es gegen Ulm, die bislang noch nicht so recht in Tritt gekommen sind.

Das ist definitiv eine der talentiertesten Mannschaften der Liga. Ich kenne Spieler wie Raymar Morgan oder Da´Sean Butler aus der College-Zeit und weiß, welch starke Spieler sie sind. Wie wir, scheinen sie aber Zeit zu brauchen, bis sie als Gruppe zusammen funktionieren. Aber sie werden noch einige Siege einfahren. Wir müssen die Aufgabe sehr ernst nehmen. Der Tabellenplatz gibt keinen Aufschluss darüber, wie gut sie wirklich sein können.

Wo siehst du den Schlüssel zum Erfolg?

In der Verteidigung. Das ist ein physisches und gut besetztes Team, denen du keinen Raum lassen darfst. Wir müssen dagegen halten. Aber wir können auch mit Selbstvertrauen in die Partie gehen.

Hilft es dabei, dass ihr in der Osthalle spielt?

Das hilft immer, schließlich sind die Fans hier großartig. Ich habe es schon als Gegner geliebt, hier zu spielen. Die Fans jetzt im Rücken zu haben, ist natürlich eine tolle Sache. Ich denke, so können wir es jedem Gegner schwer machen. Das ist ein echter Heimvorteil.

Vielen Dank und alles Gute für deine kleine Familie, Braydon!

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