JobStairs GIESSEN 46ers bekommen Rhythmusdefizite nicht kompensiert – Osthallen-Wiedersehen endet mit 81:106

Foto: Richard Stephan - der Stadtfotograf

JobStairs GIESSEN 46ers bekommen Rhythmusdefizite nicht kompensiert – Osthallen-Wiedersehen endet mit 81:106

Im ersten easyCredit BBL-Spiel für die JobStairs GIESSEN 46ers in dieser Saison hätten die Mittelhessen keinen schwierigeren Gegner erwarten könnten. Das favorisierte Team von ratiopharm ulm übernahm sofort die Kontrolle und nutze den fehlenden Rhythmus der Hausherren voll und ganz aus, sodass die Mittelhessen mit einer 81:106-Niederlage das Parkett verlassen mussten. Erst in der zweiten Hälfte fanden die Gießener ein wenig mehr in die Partie, ohne aber den Ulmern gefährlich werden zu können. Dabei waren es die beiden Routiniers Brandon Bowman und Brandon Thomas, die jeweils 17 Punkten scorten. Topscorer der Partie war der Schwaben-Akteur Dylan Osetkowski mit 21 Zählern.


Ohne den an der Grippe erkrankten Bjarne Kraushaar und Andrew Rowsey, der als siebter Importspieler pausieren musste, ging es für die JobStairs GIESSEN 46ers mit dem erstmals im 46ers-Trikot auflaufenden Jonathan Stark, Kapitän Brandon Thomas, Alen Pjanic, Brandon Bowman und Johannes Richter in die Partie. Die Gäste setzten in der Anfangsphase auf Troy Caupain, John Petrucelli, Patrick Heckmann, Aric Holman und Dylan Osetkowski.

Die Ulmer Fünf waren es auch, die den besseren Start in die Begegnung fanden und einen 5:0-Lauf (2.) generierten. Dabei profitieren Petrucelli und Heckmann von vier Fehlwürfen der Gießener, bis Thomas mit einem Lay-up den Knoten löste (2:5, 3.). Mit der gleichen Aktion fand Bowman den Weg zum Erfolg, wobei der Big Man in der Folgezeit auch aus der Mitteldistanz sein Glück fand (6:9, 5.). Als der eingewechselte Eric Holman in der gleichen Disziplin wie die Nummer 15 der Mittelhessen glänzte, bat 46ers-Cheftrainer Ingo Freyer die Seinen zum Gespräch (11:6, 5.). Aus dem Timeout kamen die Gäste wacher heraus und fanden mit Osetkowski sowie Heckmann gewinnbringende Möglichkeiten (14:6, 6.). Einen Hallo-wach-Effekt fand Liam O´Reilly, der mit einem And-One auf sich aufmerksam machen konnte (9:14, 7.). Per Günther mit einem Dreier eröffnete einen 7:0-Run, der zum 21:9 (9.) führte. Am Ende des Viertels konnte O´Reilly noch einmal Punkte auf das Gießener Tableau bringen, was ein 11:21 bedeutete.

Im zweiten Viertel entdeckte Andreas Obst seine Gießener Wurzeln wieder und schloss von jenseits der Dreipunktelinie ab, was ihm Bowman umgehend gleichtat (14:24, 11.). Während die Schwaben weiter über Holman und Isaiah Wilkins die Korbanlage mit Dunkings testeten, setzten die Mittelhessen auf die einzelnen Wurfkünste von O´Reilly – das Ergebnis war dennoch eine Auszeit der 46ers beim Stand von 16:32 (13.). Aus dem kurzen Break fand Stark sein Wurfglück und sorgte für seine ersten Gießener Zähler (18:32, 14.). Dies sollte einen 5:0-Lauf der Hausherren einläuten, denn Pjanic fand aus der Ecke den Weg in die Reuse und die Ulmer mussten ihrerseits das Timeout beantragen (21:32, 14.). Die Lieblingsecke der 46ers war auserkoren, denn auch Thomas tat es seinem jungen Teamkollegen gleich und fand dort seinen Rhythmus (24:34, 16.). Doch Obst hatte ebenfalls seine Hände justiert und ließ auch dank des zehnten Turnovers der Gießener einen 6:0-Lauf aufblitzen (40:24, 16.). Zwar wehrte sich Thomas ebenfalls mit einem Dreipunktespiel und ließ in der Folgesequenz ein Mitteldistanzwurf in die Reuse gleiten, aber an dem Rückstand sollte sich nichts ändern (29:45, 17.). Scottie James JR bewies zweimal Durchsetzungsvermögen und verhalf den Gießenern zu Zählern, aber der Ulmer Drang war nicht zu bändigen, sodass zur Halbzeitpause ein 60:33 aufleuchtete.


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Aus der Kabine kamen die JobStairs GIESSEN 46ers direkt mit einem Dreipunktewurf von Bowman mustergültig raus (36:60, 21.). James JR brillierte im Anschluss mit einem Korbleger, doch die international spielenden Gäste lieferten weiter über Holman oder Osetkowski ab (67:38, 23.). Ein kleines Ausrufezeichen setzte James JR im Verbund mit Bowman, da der erstgenannte Rookie ein Alley-Oop-Anspiel von seinem Landsmann die Reuse donnerte (40:67, 24.). Während der Routinier dann auch noch von jenseits der Dreipunktelinie Akzente setze, waren es dennoch die Ulmer, die ihren Fluss beibehielten und eine 30-Punkte-Führung generierten (76:45, 26.). Seine Punkte elf, 12 und 13 brachte Kapitän Thomas mit einem And-One zustande, die Ferdinand Zylka mit einem weiteren Impuls aus dem Dreierbereich bestätigte (51:78, 28.). Aber ein lange Zeit ausgeglichenes Viertel sollte am Ende ebenfalls an die Gäste gehen und ein 86:54 veranlassen.

Isaac Hamilton war es vorbehalten, sich mit einem Offensivrebound eine zweite Chance zu erarbeiten und mit einem Korberfolg das Schlussviertel zu eröffnen (56:86, 31.). Was munter begann und von Zylka sowie Bowman weitergeführt wurde, veranlasste Headcoach Jaka Lakovic zu einem kleinen Fachgespräch mit seinem Team (63:94, 33.). Doch die richtigen Worte fand sein Gegenpart, was sich durch Bowmans Punkte 16 und 17 sowie gelungene Aktionen von Stark und Hamilton manifestierte (73:96, 35.). Die Gießener präsentierten sich im Schlussakt deutlich agiler und wussten durch Thomas sowie Richter weiter Nadelstiche zu setzen (77:98, 37.). Diese reichten aber letztendlich nicht aus, um das Ruder nur Ansatzweise umzureißen, sodass die JobStairs GIESSEN 46ers mit einer 81:106-Niederlage das Parkett verließen.


Ingo Freyer (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Wir haben alles, was in unserer Macht steht getan, um voll fokussiert und zu 100% anzufangen. Dann haben wir am Anfang direkt unseren Rhythmus verloren, nachdem wir die freien Dreier nicht getroffen haben, wohingegen Ulm auf der anderen Seite getroffen hat. Als wir die ersten Wechsel gemacht haben, haben wir den Rhythmus dann gänzlich verloren und zu viele Turnovers produziert. Das alles zusammen macht dann eine solche erste Halbzeit aus. In der zweiten sah das Ganze etwas besser aus, als wir sowohl in Offense als auch in Defense teilweise mehr Selbstvertrauen gefunden haben. Darauf kann man dann aufbauen. Ich möchte das alles ungern auf die Quarantänezeit schieben, sondern auf die sichtbaren Statistiken.“

Jaka Lakovic (Cheftrainer ratiopharm ulm): „Wir haben ein gutes Spiel gespielt und sind auch sehr fokussiert in das Spiel gegangen. Wir wussten, dass Gießen nach zwei Wochen Quarantäne in einer schwierigen Situation war. Doch wir haben das Spiel von Anfang an so gespielt, wie wir es spielen wollten. Der Sieg war wichtig für uns, um jetzt mit einem 3:0 in die Spielpause zu gehen. Ich freue mich sehr für mein Team, jeder hat seinen Teil dazu beigetragen. Ich wünsche Gießen das Beste, um sich wieder zurück zu kämpfen.“

JobStairs GIESSEN 46ers -ratiopharm ulm 81:106 (33:60)

Viertelergebnisse: 11:21, 22:39, 21:26, 27:20,

JobStairs GIESSEN 46ers: Jonathan Stark (4 Punkte, 4 Assists), Isaac Hamilton (11 Punkte), Liam O´Reilly (7, 7 Assists), Tim Köpple, Alen Pjanic (3), Tim Uhlemann, Johannes Richter (4), Brandon Bowman (17), Ferdinand Zylka (8, 3 Steals), Scottie James JR (10), Brandon Thomas (17)

ratiopharm ulm: Per Günther (14), John Petrucelli (11), Isaiah Wilkins (4), Andreas Obst (18), Nicolas Bretzel (5), Dylan Osetkowski (21), Troy Caupain (5), Igor Milicic (4), Nat Diallo, Patrick Heckmann (5), Aric Holman (19), Timo Lanmüller

Zuschauer: / 

Nächstes Spiel: Do., 03.12.2020, 19.00 Uhr: Basketball Löwen Braunschweig – JobStairs GIESSEN 46ers


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