JobStairs GIESSEN 46ers bleibt Comeback verwehrt – 99:106-Niederlage gegen Brose Bamberg

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Der Auftakt in einen spielreichen Dezember misslang den JobStairs GIESSEN 46ers bei der 99:106-Heimspielniederlage gegen Brose Bamberg. Trotz eines aufopferungsvollen angesetzten Comeback-Versuchs in der zweiten Hälfte, wo es einen 19-Punkte-Rückstand zu egalisierten galt, reicht es am Ende nicht zu einem Turnaround. Lediglich in der Crunchtime war ein fünf-Punkte-Rückstand auf der Anzeigetafel zu vermelden. Die Reboundüberlegenheit der Gäste sowie die schwache Wurfquote von 12% von jenseits der Dreipunktelinie der 46ers zur Halbzeit sollten letztendlich den Ausschlag geben. Spielmacher Jonathan Stark konnte auf Seiten der Gießener mit 27 Punkten und fünf Assists ein kleines Ausrufezeichen setzen. Bereits am kommenden Dienstag ergibt sich wieder die Gelegenheit für die Mittelhessen beim Auswärtsspiel in Braunschweig, einen Sieg einzufahren.


Die JobStairs GIESSEN 46ers sollten aufgrund der Importbeschränkung abermals auf Andrew Rowsey verzichten. Zudem standen Tim Uhlemann und Tim Köpple wegen des zeitgleichen Spiels der Depant GIESSEN 46ers Rackelos in Hanau nicht zur Verfügung. Jonathan Stark, Ferdinand Zylka, Brandon Thomas, Brandon Bowman und Scottie James JR hießen die Auserwählten der Gießener zu Beginn. Die Oberfranken auf der Gegenseite agierten mit Bennet Hundt, Devon Hall, Dominic Lockhart, Christian Sengfelder und David Kravish.

Beide Quintetts fanden zunächst über Zug zum Korb zum Glück, wobei Center Kravish mit vier Zählern die Gäste mit 4:2 (2.) in Front brachte. Während die Distanzwürfe der Mittelhessen immer nur die Korbanlage testeten, waren die Bamberger mit gezielter Penetration zu Gange, was Hall und Lockhart zu 8:2-Führung nutzen (3.). Eine frühe Auszeit der 46ers bereicherte Stark im Anschluss zu einem Floater und Liam O´Reilly profierte von einem langen Pass von Bowman per Fastbreak. Der daraus resultierende 4:0-Lauf, konterte Kravish, was die Gießener aber nicht am weiteren Scoren hindern sollte (10:12, 6.). Doch die flüssigen Aktionen der Hausherren gerieten abermals in Stocken, sodass es dem Team von Brose-Headcoach Johan Roijakkers gelang, ein 19:10 (6.) zu erspielen. Mittlerweile setzen Lockhart & Co. auch von außen Akzente und schraubten das Ergebnis auf 21:12 (8.) nach oben. Sieben Zähler von Alen Pjanic zum Schluss des Viertels ließen die 46ers auf 21:29 verharren.

Während der Small Forward der Gießener nach 1/9 Distanzwürfen den Knoten löste, war es Johannes Richter abermals aus dem Zwei-Punkte-Land der die Mittelhessen im Spiel hielt (25:35, 13.). Das Geburtskind fand weiter seine Flow und schloss mit Tip-in weiter gekonnt am Brett ab, doch auch Bamberg hatte mit Hall und Lockhart von Downtown etwas zu bieten (40:27, 14.). Die Folgesequenz gehörte Stark, der zunächst beherzt von außen feuerte und dann seine Freiwürfe verwandelte. Die fünf Zähler am Stück egalisierten Hall und Kenneth Ogbe im Verbund umgehend (45:32, 16.). Die schnellen Antworten der Gäste gepaart mit der merklichen Reboundüberlegenheit (20:10) und der dazukommenden Foulproblematik der 46ers verhalf den Oberfranken zu einer 52:36-Führung (17.). Das Duo Stark und James JR ließen im Tandem noch ein wenig Highlights aufblitzen, was Isaac Hamilton dazu veranlasste einen Dreier einzustreuen (42:55, 18.). Die 58:42-Halbzeitführung von Brose Bamberg wurde dadurch aber nicht gefährdet.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Dreier und auch die zweiten Chancen gingen schnell, sodass ein 63:44 (22.) raussprang. In dieser Periode versenkte Stark seine Punkte zehn und elf. O´Reilly war es dann, der mit einem Fadeaway-Jumpshot für Aufmunterung sorgte. Ein weiterer Stopp der Gießener veranlasste Pjanic zu einem erfolgreichen Dreierwurf (49:63, 24.) Die mühsame Annährung wurde je von dem anstürmenden Kravish unterbrochen, der per And-One für Punkte sorgte (66:49, 24.). Richter gesellte sich derweil zu den zweitstelligen Scorern Stark und Pjanic, was zu einem kleinen 6:0-Lauf führte (55:66, 25.). Die zweiten Chancen der Gäste ließen den Run wieder etwas verstummen, was O´Reilly und seine Distanzwürfe nicht weiter beeinträchtigte (58:69, 26.). Spielmacher Stark fand auch immer die Konstanz in seinem Wurf und sollte einen weiteren Dreipunktewurf versenken (61:71, 27.). Michele Vitali verhalf den Seinen mit einer ähnlichen Aktion zum Glück, sodass der Anschluss für die 46ers sichtbar, aber noch nicht vollzogen werden konnte (63:74, 27.). Ein Timeout der Bamberger nach gelungener Einzelaktion von O´Reilly sollte den Öffner für Brose bedeuten, die darauf mit einem krachenden Dunking von Ogbe antworteten (76:63, 28.). Die Schlussphase nutzen Thomas und James JR für sich, was aber ein Buzzerbeater von Chase Fieler nicht verhindern konnte und ein 67:82 nach sich zog.

Mit viel Dynamik gingen die JobStairs GIESSEN 46ers ins letzte Viertel. Thomas und Hamilton sorgten mit einem 4:0-Lauf für das erste Ausrufezeichen (71:82, 32.). Diesem folgte ein Auftritt von Bjarne Kraushaar, der von Downtown weiter verkürzte (74:82, 33.). Die Lebensgeister waren schon im dritten Abschnitt erwacht, aber nun sollte der Spirit durch einen Thomas Dreier weiter Aufschwung erlangen (77:84, 34.). Eine Auszeit der Gäste verhalf diesen zur Konstanz zurück. Erst ein Pick-and-Roll-Erfolg von Kravish, dann Freiwürfe von Vitali und es stand wieder 88:77 (35.) für die Bamberger. Den Kampf hatten die Mittelhessen aber noch nicht aufgegeben, sodass O´Reilly von der Bonuslinie auf 81:90 (36.) stellte. Die Crunchtime war angebrochen die beiden Guards Hundt und Stark eröffneten diese mit And-One-Aktionen (84:94, 37.). Der agile Point Guard der 46ers hielt weiter dagegen, sammelte mittlerweile 21 Punkte, was ein 87:96 (37.) auf die Anzeigetafel schimmern ließ. Letztendlich war es den JobStairs GIESSEN 46ers dann nicht vergönnt, weiter Boden gut zu machen und so ging es mit einer 99:106-Niederlage vom Parkett.


Ingo Freyer (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Gerade, wenn du nur zwei von siebzehn Dreiern in der ersten Halbzeit triffst, dann folgen daraus lange Rebounds und der ein oder andere Korb, weshalb wir nicht so in unseren Rhythmus gekommen sind. Über das gesamte Spiel hinweg haben wir zudem zu viele Offensiv-Rebounds zugelassen, das müssen wir dringend verbessern. In der zweiten Halbzeit haben wir dann aber das Rebound-Verhältnis ausgeglichen gestaltet und wesentlich mehr Dreier getroffen. Wir haben einfach Defizite, die wir als Team ausbügeln müssen und am Ende fehlten uns fünf, sechs entscheidende Rebounds und zwei oder drei Dreier und schon ist das Spiel ausgeglichen. Ansonsten sind wir, wie ich finde, auf einem guten Weg! Viele Schüsse, schnelle Abschlüsse, weniger Turnover und mehr Steals – da laufen viele Sachen schon sehr gut.“

Johan Roijakkers (Cheftrainer Brose Bamberg): „Gießen hatte nochmal ein starkes Comeback in der zweiten Halbzeit. Aber wenn man nur ein Spiel in sechs Wochen spielt, ist das vielleicht auch das Maximum, was man erwarten kann. Zudem hat Ingo einen speziellen Stil, der so manch einen vor Schwierigkeiten stellen kann. Aber letzten Endes bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ich denke aber auch, dass wir besser hätten spielen können. David Kravish, Devon Hall und Kenneth Ogbe haben heute ein starkes Spiel gemacht und ich wünschte, es hätten noch ein paar mehr Spieler dieses Level gehabt.“

JobStairs GIESSEN 46ers – Brose Bamberg 99:106 (42:58)

Viertelergebnisse: 21:29, 21:29, 25:24, 32:24

JobStairs GIESSEN 46ers: Jonathan Stark (27 Punkte), Isaac Hamilton (10), Liam O´Reilly (20), Bjarne Kraushaar (3), Alen Pjanic (12), Johannes Richter (10), Brandon Bowman (6 Rebounds), Ferdinand Zylka, Scottie James JR (8), Brandon Thomas (9)

Brose Bamberg: Dominic Lockhart (11), Mortiz Plescher, Chase Fieler (5), Devon Hall (20), Kenneth Ogbe (15), Michele Vitali (12), Norense Odiase (10), Bennet Hundt (6), Christian Sengfelder (2), David Kravish (25), Joanic Grüttner Bacoul

Zuschauer: /

Nächstes Spiel: Di., 08.12.2020, 20.30 Uhr: Basketball Löwen Braunschweig – JobStairs GIESSEN 46ers


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