JobStairs GIESSEN 46ers scheitern zum Schluss – Crunchtime besiegelt 85:93-Niederlage

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Mit zehn Spielern waren die JobStairs GIESSEN 46ers in den Norden aufgebrochen, da Interimsspieler Andrew Rowsey von Spielmacher Jonathan Stark nach seiner Genesung wieder abgelöst wurde und entsprechend in seine Heimat zurückreiste. Die zehn Gießener waren bis in die Crunchtime hinein völlig auf Augenhöhe mit den Gastgebern, mussten aber in dieser abreißen lassen, was eine 85:93-Auswärtsniederlage bedeutete. In einer wahren Reboundschlacht (48/47) ragte der Gießener Scottie James JR mit einem Double-Double (21 Punkte, 12 Rebounds) nur knapp vor dem Braunschweiger Karim Jallow (19, 12) raus. Die nächste Begegnung der Mittelhessen findet am kommenden Donnerstag in Hamburg statt.


In der Starting Five agierten die Mittelhessen mit Jonathan Stark, Liam O´Reilly, Alen Pjanic, Brandon Thomas und Johannes Richter. Die Hausherren sollten mit Bryon Allen, James Robinson, Karim Jallow, Lukas Meisner und Gavin Schilling beginnen.

Die Braunschweiger fanden gleich in die Begegnung und die Penetration zum Korb, was ein 4:0 (1.) durch Schilling und Robinson veranlasste. Die Gießener mussten sich nach drei Minuten reinkämpfen, was Stark mit Pass auf Pjanic mit den ersten Zählern belohnte (2:4, 3.). Ein unsportliches Foul von Pjanic später verhalf Jallow an die Linie, der ebenso wie Martin Peterka die Bonuswürfe einschweißte (10:2, 5.). Einem Dreier von Luc von Slooten folgte abermals die Disziplin von der Freiwurflinie, die Allen erfolgreich erledigte (12:2, 6.). Die Mittelhessen hingegen taten sich schwer, Würfe zu kreieren, erst Isaac Hamilton tankte sich zu einem Wurf, was Scottie James JR ebenfalls veranlasste einen Dunking hinzulegen (6:15, 7.). Doch die Defense stotterte noch gewaltig – Offensivrebounds nutzen die Niedersachsen gnadenlos durch Lukas Wank aus. Der mittlerweile geölte Hamilton zeigte seine Wurfkünste im Anschluss vom Perimeter, sodass es 11:19 (8.) aus Gießener Sicht stand. Der eingewechselte Bjarne Kraushaar sorgte im Zusammenspiel mit James JR für einen abschließenden 10:0-Lauf der JobStairs GIESSEN 46ers und einem 18:19 zu Viertelende.

Der gute Auftritt der letzten zwei Minuten der Mittelhessen in Defense und Offense konnten zunächst nicht mit in den zweiten Abschnitt genommen werden, was ein 18:21 (12.) bedeutete. Doch die engagierte Spielweise stellte die Löwen ebenfalls vor Aufgaben – ein Robinson Dreier konterte James JR von der Freiwurflinie (20:24, 14.). Einem 6:3-Lauf für die Braunschweiger veranlasste 46ers-Cheftrainer Ingo Freyer, eine Auszeit zu fordern (30:23, 15.). Aus dieser kamen die JobStairs GIESSEN 46ers gestärkt auf das Parkett zurück. Erst Thomas mit einem Layup und Johannes Richter mit viel Mumm unter Korb mit einem And-One brachten ihre Farben auf Schlagdistanz (28:30, 17.). Pjanic war es dann vorbehalten, die erste Führung aus der Ecke zu generieren (31:30, 17). Der Forward beantwortete mit fünf weiteren Zählern die erfolgreichen Angriffsaktionen der Niedersachsen zum 35:35 (17.). In der Schlusssequenz meldete sich Stark noch mit vier Punkten zu Wort, was aber einen 42:44-Halbzeitrückstand nicht verhindern konnte.

Mit einem Dreier aus der Ecke eröffnete Robinson für die Braunschweiger, was die JobStairs GIESSEN 46ers anstachelte und Hamilton sowie James JR zu Lösungen verleitete (47:49, 22.). Insbesondere der 46ers-Center ließ es am Korb krachen. Eine Initialzündung wiederum für die Löwen, die mit Schilling und Allen ein 54:47-Vorteil erwirtschafteten (24.). Die Partie nahm Fahrt auf – im Fastbreak bediente Stark Hamilton, der von außen versenkte. Die nächsten Angriffswellen der Mittelhessen gehörten O´Reilly mit einem Korbleger und James JR von der Freiwurflinie (54:56, 25.). Der Anschluss war abermals erkämpft, aber während Stark vom Perimeter scheiterte, war es auf der Gegenseite Wank, der seine Farben auf 59:54 (26.) brachte. Der Spielmacher der Gießener übernahm trotz Fehlwurf weiter, was den Big Men Richter und James JR zu Zählern verhalf. Als dann noch Hamilton einen Schnellangriff gekonnt abschloss, war nicht nur die 60:59-Führung bestellt, sondern auch das Timeout der Hausherren angesagt (27.). Aus der kurzen Pause führte sich Hamilton in seiner Rolle als Distanzschütze wohl und netzte einen Dreier in die Reuse (63:61, 28.). Schilling, von Slooten sowie Jallow eroberten kurzfristig die Führung zurück, aber Stark mit einem unmöglichen Buzzerbeater von der Dreierlinie ließ die Gießener mit einer 66:65-Führung ins letzte Viertel gehen.

Der gutaufgelegte Schilling eröffnete mit einem Floater, den O´Reilly eiskalt per Dreipunktewurf beantwortete (69:67, 31.). Eng ging es weiter zur Sache, wobei die Würfe zunächst ihr Ziel verfehlten, was James JR mit Tip-in zu nutzen wusste (71:69, 33.). Nachdem vierten persönlichen Foul von Pjanic, musste der zwölf-Punkte-Mann auf die Bank und Jallow glich zum 71:71 (34.) von der Bonuslinie aus. Unter den Brettern war mittlerweile der Nahkampf ausgebrochen, wo von Jallow und James JR im Einklang von der Straflinie profitierten (73:73, 35.). Eine Volleyball-Aktion, in welcher James JR einen Ball zu Hamilton schmetterte, führte zum 76:75-Vorteil der Gäste (36.). Der Center der 46ers war im Flow – nach Anspiel von Kraushaar lötete James JR per Alley-oop-Dunking ein. Doch nach dem Highlight kam die Ernüchterung auf der Gegenseite, wo Allen ein Vierpunktespiel fabrizierte (80:78, 37.). Das fünfte Foul von Pjanic, welches gleichzeitig als unsportliches Foul gewertet wurde, nahm Jallow zum Anlass einen vier-Punkte-Vorsprung zu erobern. Als dann noch Ellen von Downtown traf, mussten die Mittelhessen abreißen lassen, was eine 85:93-Niederlage hinter sich herzog.


Ingo Freyer (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Glückwunsch an die Löwen zu dem Sieg. Das Spiel war bis zum Ende sehr eng. Wir haben knapp geführt, ganz gut verteidigt, Steals geholt, doch dann in der Offense leider zwei Mal falsche Entscheidungen getroffen und Turnover produziert. Dadurch hatte Braunschweig wieder das Momentum auf seiner Seite. Viele Statistiken sind ansonsten sehr ausgeglichen. In manchen Situationen müssen wir aber noch etwas aggressiver zum Korb gehen.“

Pete Strobl (Cheftrainer Basketball Löwen Braunschweig): „Es war das schwere Spiel, was wir auch erwartet haben. Gießen ist ein unangenehmer Gegner. Man hatte schon vorher das Gefühl, dass diese Mannschaft sehr gefährlich ist und es scheint so, dass jeder Spieler punkten kann. Wir sind stark in die Partie gekommen, doch Gießen hat einen Weg gefunden, zurück zu kommen. Gerade, wenn man sieht, wie viele Offensiv-Rebounds sie geholt haben, wissen wir, an welcher Baustelle wir noch zu arbeiten haben. Ich bin sehr stolz auf unsere Jungs, dass wir gut verteidigt haben, miteinander gespielt haben und den freien Mann gefunden haben.“

Basketball Löwen Braunschweig – JobStairs GIESSEN 46ers 93:85 (42:44)

Viertelergebnisse: 19:18, 25:24, 21:24, 28:19

Basketball Löwen Braunschweig: Lukas Wank (5 Punkte), Bazoumana Kone (7), Anthony Watkins, Garai Zeeb, Luc von Slooten (7), Bryon Allen (18), Lukas Meisner (5), James Robinson (12), Jannik Göttsche, Martin Peterka (4), Gavin Schilling (16, 10 Rebounds), Karim Jallow (19, 12)

JobStairs GIESSEN 46ers: Jonathan Stark (10, 9 Assists), Isaac Hamilton (19), Liam O´Reilly (12), Bjarne Kraushaar (2), Alen Pjanic (12), Johannes Richter (5), Brandon Bowman, Ferdinand Zylka, Scottie James JR (21, 12), Brandon Thomas (4)

Zuschauer: / 

Nächstes Spiel: Do., 10.12.2020, 19.00 Uhr: Hamburg Towers – JobStairs GIESSEN 46ers


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