Kurze 46ers-Rotation beißt sich durch – 84:74-Teamerfolg in Münster

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Am 27. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA konnten sich die JobStairs GIESSEN 46ers bei den WWU Baskets Münster mit 84:74 durchsetzen. Die Gießener begannen ihr Gastspiel stark, mussten aber immer wieder abreisen lassen, sodass die Hausherren auf Tuchfühlung blieben. Die kämpferische Attitüde und eine geschlossene Mannschaftsleistung sollten dann der Schüssel zum Sieg sein. Alle eingesetzten Gießener konnten sich dabei im Scoringboard verewigen, wobei Karlo Miksic mit 18 Punkten sowie sieben Assists als Topscorer fungierte und in den Schlussminuten die Ruhe bewahrte. Für den Traditionsclub geht es nun mit drei Siegen in Serie am kommenden Samstag mit einem Heimspiel gegen Nürnberg weiter.


Gleich auf zwei Akteure mussten die JobStairs GIESSEN 46ers bei ihrem Gastspiel in Münster verzichten. Während Nico Brauner schon seit dem letzten Punktspiel im Lazarett anzutreffen ist, gesellte sich zu Ende der Trainingswoche Roland Nyama unglücklicherweise hinzu. Der Flügelspieler zog sich eine Muskelverletzung in der linken Wade zu und wird dem Traditionsclub mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen. So begannen für die Mittelhessen Jordan Barnes, Karlo Miksic, Luca Finn Kahl, Stefan Fundic und Enosch Wolf. Die Hausherren liefen mit Adam Touray, Connor Jax Harding, Hilmar Petursson, Marek Dolezaj und Andreas Seiferth in der Startformation auf.

1. Viertel

Das Gießener Quintett sorgte in den ersten zwei Minuten für ein 4:0-Lauf und war mit Kahl sowie Miksic sofort präsent. Dolezaj vollführte einen Perimeter-Treffer, was Fundic auf der Gegenseite mit satten sieben Zählern beantwortete (11:3, 3.) – unter anderem durch einen seiner seltenen Dreier. Nach einem Timeout war Seiferth nach einem Pick-&-Roll nur mit Foul zu stoppen, sodass der Center von der Straflinie punktete (5:11, 3.). Der eingewechselte Luis Figge war flink auf dem Parkett unterwegs, schnappte sich einen Steal und belohnte sich aus der Ecke zum 14:5 (4.). Miksic tat es seinem Teamkameraden gleich und brachte den nächsten Distanzwurf in die Reuse und Fundic war aus der Mid-Range erfolgreich (19:6, 6.). Münster blieb mit zwei Dreiern von Reuter und Harding sowie einem Sprungwurf von Jasper Günther dran (14:21, 7.). Eine Gießener Auszeit vermochte wieder einen offensiven Flow zu geben – Igor Cvorovic und Kevin Strangmeyer nutzten dabei ihre Inside-Skills zum 25:16 (9.). Die Nordrhein-Westfalen hielten mit Freiwürfen dagegen, konnten aber eine gute 46ers-Defense nicht in Bredouille bringen (25:18).

2. Viertel

Während Justin Martin seinen Rhythmus aus der Mitteldistanz generierte und Barnes seinen Dreierwurf fand, holten sich die Hausherren durch Petursson abermals Zähler von der Freiwurflinie (30:20, 13.). In dieser Disziplin bewährte sich dann auch Figge für die Gießener und natürlich sollte auch Seiferth sein Glück von der Straflinie erhalten (32:23, 13.). Ein Pick-&-Roll mit den Protagonisten Barnes und Cvorovic sorgten für sehenswerte Zähler und trieben den Vorsprung wieder in den zweitstelligen Bereich (34:23, 14.). Doch Münster sollte nach dieser Aktion einen 6:0-Lauf auf die Platte legen und auf 29:34 (14.) verkürzen. Die JobStairs GIESSEN 46ers verschafften sich mit einem Martin Dreier wieder Luft, doch Dolejaj und Seiferth Freiwürfe verkürzten schnell auf 34:37 (16.). Während die Münsteraner fast ausnahmslos von der Straflinie zu Punkten gelangten, war Fundic per Layup unterwegs und sein Pendant Seiferth wiederum von der ominösen Freiwurflinie (39:36, 18.). Ein Lichtblick von Weß per Dreier und ein Layup von Seiferth ließen die Baskets kurz in Führung gehen, aber Miksic setzte mit einem Offensivrebound und dem folgenden Korbleger den 42:41-Schlusspunkt.

3. Viertel

Die WWU Baskets Münster und die JobStairs GIESSEN 46ers begannen die Szenerie, wie sie die erste Halbzeit beendeten, nämlich mit den Scorern Seiferth und Miksic (44:43, 21.). Der Gießener Center Wolf gesellte sich dann auf der Anzeigetafel mit einem And-One dazu und Fundic behielt in der Zone die Übersicht, doch Münster wusste zu kontern (49:47, 23.). Den zwischenzeitlichen Schlagabtausch stoppte Figge und Miksic, was ein 53:47 (25.) bedeutete. In den Folgesequenzen taten sich beide Teams schwer zu offenen Würfen zu kommen, sodass nur erfolgreiche Freiwürfe von Petursson, Fundic, Wolf und Miksic zu Buche standen (57:49, 27.). Ein Sprungwurf von Harding durchbrach die Serie der Straflinien-Punkte und Günther sowie Seiferth brachten ihre Farben auf 56:57 (28.) ran. Auch eine 46ers-Auszeit konnte den Lauf nicht vollständig stoppen, sodass es mit 57:57-Unentschieden ins letzte Viertel ging.

4. Viertel

Mit einem Dunking von Cvorovic gingen die Mittelhessen ins finale Quarter, wobei Günther die Münsteraner wieder auf Augenhöhe brachte (59:59, 31.). Ein Dreipunktespiel von Figge wollte abermals der muntere Günther nicht unbeantwortet lassen und so wog die Partie hin und her (62:61, 32.). Die Verteidigungsreihen rieben sich auf und so waren Zähler von Cvorovic und Martin eine wertvolle Abwechslung auf dem Parkett (66:61, 33.). Ein Dreier von Petursson gab wieder Druck auf den Kessel und die Gießener hatten in dieser Phase Schwierigkeiten die Abpraller zu schnappen (64:66, 35.). Ein Stepback-Dreier von Barnes belebte zwar die Geister der Mittelhessen, doch Münster gelang durch Dolezaj und Seiferth der 67:69-Anschluss (36.). Die Gießener bewiesen mit dem Big Men-Duo Wolf und Fundic Steher-Mentalitäten und ließen den Vorsprung wieder auf 74:67 anschwellen (37.). Petursson schöpfte aus einer Auszeit heraus wieder Mut, aber etliche zweite Chancen ließen die Baskets liegen, sodass Figge mit einem Dreier eine weitere Auszeit der Hausherren forcierte (77:69, 38.). Während die Comeback-Qualitäten der Münsteraner wieder gefragt waren, zeigten sich die JobStairs GIESSEN 46ers von ihrer smarten Weise und verbuchten beim 84:74-Auswärtssieg den dritten Erfolg in Serie


Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Kämpferisch waren wieder sehr stark. Unser Defensivplan ist sehr gut gelungen. Probleme hatten wir bei den defensiven Rebounds. Man hat gesehen, dass Münster das Wasser bis zum Hals steht, sie sind sehr aggressiv zum Rebound gegangen. Die Kulisse war toll und es war nicht einfach für uns dort zu spielen. Das einzig Negative waren die 20 Offensivrebounds, ansonsten haben wir die Partie über Weiterstrecken kontrolliert und zum Schluss souverän gewonnen. Karlo Miksic hat wahrscheinlich seine bisher beste Leistung im Gießener Trikot geliefert. Aber es war eine Teamleistung, wo jeder seinen Teil dazu beigetragen hat. Dies war nach dem überraschenden Ausfall von Nyama nicht selbstverständlich, aber wir haben uns über unsere Defense die Energie geholt und verdient gewonnen.“

WWU Baskets Münster – JobStairs GIESSEN 46ers 74:84 (41:42)

Viertelergebnisse: 18:25, 23:17, 16:15, 17:27                                                         

WWU Baskets Münster: Jasper Günther (10 Punkte), Stefan Weß (3), Hilmar Petursson (12), Andreas Seiferth (14, 9 Rebounds), Connor Jax Harding (13), Jordan Terrence Jones (5), Oliver Pahnke, Adam Touray (2), Marek Dolezaj (12), Casmo Grühn, Thomas Reuter (3)

JobStairs GIESSEN 46ers: Jordan Barnes (10), Enosch Wolf (6, 7 Rebounds), Stefan Fundic (17, 8), Luis Figge (14), Luca Finn Kahl (2), Igor Cvorovic (8), Justin Martin (7), Kevin Strangmeyer (2), Karlo Miksic (18, 7 Assists)

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