LTi 46ers senden Lebenszeichen, verlieren aber dennoch gegen Hagen

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In einer Partie, die alles bot, was der Basketballsport zu bieten hat, verloren die LTi GIESSEN 46ers gegen Phoenix Hagen mit 98:105 nach Verlängerung. Dabei führten die Mittelhessen, die sich im Vergleich zur Vorwoche deutlich verbessert zeigten, sechs Minuten vor dem Ende mit 16 Zählern. Ryan Brooks und Jasmin Perkovic trafen jeweils 18 Zähler, David Bell war auf Seiten der Hagener mit 28 Punkten am treffsichersten.

Ohne Jeff Bonds (siehe News) gingen die LTi 46ers in die Partie. In der Gießener Startformation standen Achmadschah Zazai, Ryan Brooks, Oskar Faßler, LaQuan Prowell und Elvir Ovcina. Früh ging Hagen in Führung, die Gäste produzierten aber auch schnell einige Ballverluste. Gießen konnte daraus jedoch anfangs wenig Profit ziehen. Erst Elvir Ovcina traf per Korbleger zum 2:3 (3.). Mit einem krachenden Dunking markierte LaQuan Prowell das 6:7 (4.), Zazai legte zur ersten Gießener Führung nach (8:7, 4.). Hagen eroberte die Führung zurück und legte einen 7:0-Lauf hin (14:11, 7.), ehe Jasmin Perkovic von außen zum Ausgleich einnetzte (14:14, 7.). Eine Minute vor Ende des ersten Viertels zogen die LTi 46ers auf fünf Zähler weg (21:16, 10.). Mit einer schönen Einzelaktion traf Dijuan Harris zum 23:18 nach den ersten zehn Spielminuten.

Mit Zug zum Korb eröffnete Dominik Spohr das zweite Viertel (25:18, 11.). Die „Feuervögel“ blieben ihrer Spielweise treu und feuerten aus allen Rohren, es ging in dieser Phase aber nur wenig rein. Dijuan Harris ging einmal mehr beherzt zum Korb und legte zum 27:22 ab (13.). Hagen kam aber durch einen Dreipunktewurf von Davin White wieder auf einen Zähler heran (29:30, 16.). Nach schönem Zuspiel von Dominik Spohr auf LaQuan Prowell ließ es der US-Amerikaner einmal mehr mächtig krachen (38:35, 18.). Hagen antwortete aber schnell, ging wiederum in Front (40:38, 19.) und verteidigte die knappe Führung bis zur Halbzeitpause (46:45).

Zwar erzielte Hagen die ersten Punkte der zweiten Hälfte, mit Ablauf der Angriffszeit traf aber ChaCha Zazai einen sehenswerten Dreier zum 48:48 (21.). Beim Stand von 52:51 aus Gießener Sicht verletzte sich Dominik Spohr beim Kampf um den Ball am Arm und musste in die Kabine gebracht werden. Spohr sollte nicht wieder auf das Parkett zurückkehren. Die Partie blieb in dieser Phase zunächst weiter eng, dann aber trafen sowohl Oskar Faßler als auch Ryan Brooks per Dunking zum 58:53 (26.). Jetzt konnte sich Gießen etwas absetzen und führte erstmals zweistellig (65:55, 28.). Mit Punkten aus der Drehung traf Brooks zum 70:56, zwölf Punkte betrug der Vorsprung zum Ende des dritten Viertels (70:58).

Es dauerte, bis im Schlussabschnitt die ersten Zähler fielen. Es war Hagens Davin White, der zum 60:70 ablegte (32.). Jasmin Perkovic antwortete aber prompt (72:60, 33.). Nach einem unglaublichen Alley-Oop-Anspiel bediente Elvir Ovcina den zum Korb stürmenden Ryan Brooks mustergültig (78:62, 34.). Hagen kämpfte sich mit aggressiver Verteidigung Punkt für Punkt wieder heran (69:78), ehe Ryan Brooks dem Lauf ein Ende setzte (80:69, 36.). Mit einem trockenen Dreier brachte David Bell Hagen wieder auf sechs Zähler heran (74:80, 37.), ehe Oskar Faßler postwendend antwortete (83:74, 38.). Zazai erhöhte den Gießener Vorsprung erneut auf eine zweistellige Führung (85:74, 38.). Hagen antwortete aber einmal mehr blitzschnell mit einem 9:0-Lauf (83:85, 38.). In dieser Phase schenkte Gießen immer wieder zu einfach den Ball her, was Hagen zu einfachen Punkte brachte (85:86, 39.). In der letzten Spielminute brachte Jasmin Perkovic sein Team mit drei Zählern in Front (88:85), David Bell traf aber zum 88:88. Mit dem Stand ging es auch in die Verlängerung.

Mit einem Dreier war es wiederum David Bell, der die Verlängerung eröffnete (91:88, 41.), Jasmin Perkovic tankte sich auf der Gegenseite durch und erzielte die Zähler zum 90:91 (41.). Elvir Ovcina konnte den Spielstand noch einmal ausgleichen (92:92, 42.), dann zogen aber die Gäste davon. Besonders David Bell war für die 100:92-Führung der „Feuervögel“ verantwortlich (44.). Es war die Vorentscheidung. Am Ende verloren die LTi GIESSEN 46ers mit 98:105.

Die nächste Partie der LTi GIESSEN 46ers steht am Samstag, den 26. Januar 2013, bei ALBA Berlin an. Spielbeginn ist um 19 Uhr.

Ingo Freyer (Trainer Phoenix Hagen): „Das war heute ein Sieg, den wir brauchten. Wir sind mit viel Druck in das Spiel gegangen. Zum Ende dachte sicherlich jeder, dass nach dem 16-Punkte-Rückstand die Partie gelaufen sei, von daher ist es umso beeindruckender, dass wir nicht verloren haben. Der Sieg gibt uns ganz viel.“

Mathias Fischer (Trainer LTi GIESSEN 46ers): „Die Mannschaft war heiß, es sah lange sehr gut aus. Im letzten Viertel haben wir uns dann aber unerklärliche Ballverluste geleistet, Hagen hingegen hat wichtige Würfe getroffen. Trotzdem ein Kompliment an meine Mannschaft, die lange gekämpft und einen tollen Fight geboten hat. Jeder meiner Spieler wollte gewinnen, leider hat es aber nicht gereicht.“

LTi GIESSEN 46ers – Phoenix Hagen 98:105 (88:88, 45:46)

Die Viertel im Überblick: 23:18, 22:28, 25:12, 18:30, 10:17

LTi GIESSEN 46ers: Dijuan Harris (8 Punkte, 5 Assists), Elvir Ovcina (16, 10 Rebounds), Oskar Faßler (10), Achmadschah Zazai (14, 5 Assists), Dominik Spohr (4), Andreas Büchert, Robin Pflüger, Ryan Brooks (18), LaQuan Prowell (10), Jasmin Perkovic (18), Jonas Weiser

Phoenix Hagen: David Bell (28 Punkte), Adam Hess (10), Mark Dorris (13), Fabian Bleck, Sören Fritze, Bernd Kruel (1), Max Kramer, Ole Wendt, Larry Gordon (12), Abe Lodwick (2), Dino Gregory (13), Davin White (26)

Zuschauer: 3.192

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