Mit starkem Schlussspurt zum Sieg

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Alles gegeben, alles investiert, Punkte in Gießen behalten und großen Schritt Richtung Klassenerhalt geschafft! Nach der starken Leistung in Berlin haben die LTi GIESSEN 46ers das so wichtige Heimspiel des 31. Spieltags der Beko Basketball Bundesliga gegen TBB Trier mit 80:66 (37:39) gewonnen. Durch eine starke zweite Halbzeit gelang es den LTi 46ers, sich Luft im Kampf um den Klassenerhalt zu verschaffen und mit einer guten Ausgangslage in die letzten drei Spiele der Saison 2011/2012 zu gehen. Mit einer überragenden Quote im zweiten Durchgang (sechs von sieben Dreiern!) brachten Kapitän Elvir Ovcina und seine Kollegen die mit 3420 Zuschauer gefüllte Sporthalle Ost zum Beben und ging am Ende als verdienter Sieger vom Feld.

Mit Achmadschah Zazai, der für den angeschlagenen Radenko Pilcevic in die erste Fünf rückte, begannen die LTi 46ers die Partie mit viel Intensität und Aggressivität. In der Verteidigung ließen die Mittelhessen dem Gast keinen Raum, um sich zu entfalten. Im Angriff war der Mannschaft von Björn Harmsen die Nervosität aufgrund dieses wichtigen Duells anzumerken. Ballverluste bestimmten das Geschehen und so stand es nach fünf Spielminuten nach einem Dreier von Wayne Bernard 9:7. Trier legte in der Folgezeit durch Unkonzentriertheiten der Lahnstädter auf beiden Seiten des Feldes einen 15:3-Lauf aufs Parkett und zog so auf 22:12 davon. Mit einem 17:24 ging es ins zweite Viertel.

Zwei Ballverluste in der ersten Minute sorgten für eine 28:19-Führung der Gäste. Zu beeindruckt zeigten sich die LTi 46ers von der Press-Verteidigung von Trier. Barry Stewart war es, der die Osthalle zum ersten Mal zum Beben brachte, als er mit zwei Dreier in Folge auf 25:30 (13.) verkürzte. Die vielen Ballverluste – alleine in der ersten Halbzeit verbuchten die LTi 46ers zwölf Turnover – ließen die Gastgeber nicht richtig ins Spiel kommen. Bis zur Halbzeit erzielte die Harmsen-Truppe dann doch noch zwölf weitere Punkte und so ging es mit 37:39 in die Pause. Dabei verkürzten die LTi GIESSEN 46ers erst in der Schlussminute durch einen Fünf-Punkte-Angriff nach einem unsportlichen Foul von Oskar Faßler den Rückstand.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine hitzige und intensive Partie, bei der die LTi 46ers zu Beginn des zweiten Durchgangs die Kontrolle übernahmen. Mit der lautstarken „Osthölle“ im Rücken übernahmen die Mittelhessen nach 25 Minuten erstmals im zweiten Durchgang die Führung (43:41). Insbesondere dem sicheren Händchen von Barry Stewart war es zu verdanken, dass sich seine Mannschaft weiter absetzte und nach 28 Minuten mit 53:46 in Führung ging. Bis zum Ende des dritten Viertels gelang es der Harmsen-Truppe aber nicht, den Vorsprung auszubauen. Mit 54:52 ging es in die entscheidenden letzten zehn Minuten.

Mit acht Punkten in Folge von Center Elvir Ovcina ging es ins finale Viertel. Mit aggressiver Verteidigung und schnelle Händen machten „Energizer“ Zazai und Co. den Gästen das Leben schwer und so leuchtete nach 33 Minuten ein 65:57 von der Anzeigetafel. Nach einem Drei-Punkte-Spiel von Koko Archibong baute Gießen erstmals den Vorsprung auf zehn Punkte (68:58, 35.). Der 46ers-Zug war nicht mehr aufzuhalten. Die Dreier fielen, die Rebounds landeten in den eigenen Händen und vor allem Elvir Ovcina lief heiß. Mit 11 Punkten im letzten Viertel zeigte der Center ein mal mehr, wie wichtig er ist. Nach Zählern von jenseits der 6,75-m-Marke von Ovcina und Bernard schien das Spiel in der 38. Minute beim Stand von 76:62 entschieden. Die Halle stand Kopf! Der Felsbrocken, der wohl jedem der 3420 Zuschauern vom Herzen fiel, war in ganz Mittelhessen zu hören. Die Führung ließen sich die LTi GIESSEN 46ers nicht mehr nehmen und so hieß es am Ende unter tosendem Applaus und Siegesgesängen 80:66. „Oh, wie ist das schön“ schallte es durch die Halle und Achmadschah Zazai stimmte die Humba an. „Was die Mannschaft heute gezeigt hat, war sehr beeindruckend. Mit so einem Herz und wie sie gekämpft haben – das war sehr stark. Sie haben nicht die Nerven verloren und versucht, mit Spaß und Einsatz das Spiel zu gewinnen. Ein großes Lob an die Mannschaft“, war Trainer Björn Harmsen voll und ganz zufrieden mit der Leistung.

Lange ausruhen steht nach diesem Kampf aber nicht an. Bereits am Samstag, 14. April 2012, geht es mit einem Auswärtsspiel weiter. Dann gilt es, den ersehnten zehnten Sieg und somit eine Überraschung in Würzburg einzufahren.

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