Nächste Herausforderung für die GIESSEN 46ers beim Auswärtsspiel in Gotha

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Die GIESSEN 46ers reisen am kommenden Samstag nach Thüringen. Am 14. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA steht um 19 Uhr die Partie bei den OeTTINGER Rockets Gotha an. Es ist nicht nur das Duell der Tabellennachbarn zwischen dem Dritten (Gießen) und dem Vierten (Gotha), sondern auch das Aufeinandertreffen der aktuell heißesten Mannschaften der Liga. Während Gießen drei Siege in Serie aufweisen kann und zudem aus den letzten acht Spielen sieben Siege holte, sind die Thüringer aktuell sechs Spiele in Folge ungeschlagen. „Das könnte eine interessante Partie werden“, sagte 46ers-Coach Denis Wucherer beim Pressegespräch am Donnerstag. Die Vorzeichen stehen jedenfalls bestens.

Schon jetzt kann mit einer hohen Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass es am Samstag stimmungsvoll zugehen wird. So ist mit einer ausverkauften „Blauen Hölle“ (1.742 Zuschauer) zu rechnen. „In Gotha ist immer eine sehr spezielle Atmosphäre“, weiß Wucherer. „Es ist sehr laut, dieses Jahr vielleicht noch intensiver. Ein Schlüssel wird es sein, sich von dieser Atmosphäre nicht einschüchtern zu lassen.“

Zuletzt gelang dies nur wenigen Teams, schließlich ist Gotha mit sechs Siegen bei nur einer Niederlage eines der heimstärksten Mannschaften der Liga. Im letzten Heimspiel mussten gar die favorisierten Würzburger Federn lassen (74:77) und die Rückreise ohne Zähler antreten.

Im Lager der Gießener ist der Respekt vor dem Gegner dementsprechend groß. „Gotha steht nicht zu Unrecht da oben“, stellt Coach Wucherer fest. „Das Team ist sehr tief besetzt, daher können sie durchrotieren und immer frische Kräfte auf das Feld schicken. Sie spielen grundsolide und verfügen zudem über ein paar Jungs, die es individuell zu kontrollieren gilt.“

Dazu dürfte es eine Gemeinsamkeit zwischen den beiden Kontrahenten geben: Sie sind nur schwer auszurechnen. Die US-Amerikaner Carlton Guyton und Will Reinke (je 13.1 Punkte pro Spiel) sowie der Deutsche Brad Lösing (11.6) sind die einzigen Spieler, die im Schnitt zweistellige Punktwerte erzielen. Es folgt eine lange Liste von Spielern, die konstant ihre Leistung bringen und an guten Tagen auch zu den Topscorern avancieren können. So tragen beispielsweise Akteure wie Marco Völler (8.9), Albert Kuppe (6.9), Matt Vest (6.8) oder Evan Harris (6.6) nicht unerheblich zum Erfolg bei.

„Passend zu dem Coach ist das außerdem eine Mannschaft, die sehr hart und kompromisslos spielt“, weist Wucherer auf den Spielstil hin, der daher sehr an die aktive Karriere von Rockets-Coach und Centerlegende Chris Ensminger erinnert. „Das ist gerne mal an der Grenze zu einem Foul. Da musst du, vor allem mental, drauf vorbereitet sein und wissen, was dich erwartet.“ Interessanterweise schaffen es die Bierstädter dennoch die zweitwenigsten Pfiffe der Liga gegen sich zu bekommen (18.8 Fouls im Schnitt).

Doch die 46ers können mit jeder Menge Rückenwind in die Partie gehen. Der recht deutliche 74:53-Sieg am vergangenen Samstag gegen Heidelberg, bei dem die Lahnstädter ohne Aufbauspieler und Topscorer Cameron Wells aufliefen, bestätigte einmal mehr die positive Entwicklung der letzten Wochen.

Allerdings gestaltete sich auch diese Trainingswoche als nicht allzu reibungslos. „Cam hat heute erstmals wieder trainiert, genauso wie Jonni Malu, der sich im Heidelberg-Spiel am Fuß verletzte. Ich gehe aber zurzeit davon aus, dass beide spielen können. Wir lassen uns mal überraschen, was da am Freitag nach dem Abschlusstraining los sein wird. Wir müssen es irgendwie schaffen, mit einer halbwegs gesunden Truppe in Gotha aufzutauchen.“

Auch wenn sich die Akkus langsam aber sicher dem Ende neigen, wollen sich die 46ers natürlich auch in den letzten beiden Spielen des Jahres 2014 noch einmal von ihrer besten Seite zeigen, um sich dann in eine kurze, aber wohlverdiente Pause zu verabschieden. Davor stehen aber noch mindestens 80 spannende und höchst intensive Spielminuten auf dem Programm. Die erste Hälfte davon am Samstag in Gotha, ehe es eine Woche später in der Osthalle gegen das Team aus Würzburg gehen wird.

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