Team

20.08.2026

Aller guten Dinge sind drei

Elf Wochen vor dem Start in die Saison 2026/27 der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA haben die GIESSEN 46ers ihr Team bis auf wenige Positionen bereits komplett.

Und sie vermelden mit Viktor Kovacevic das Verbleiben jenes Mannes, der dem Altmeister laut Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic „den Einzug in die Playoffs der vergangenen Runde durch seine Rückkehr erst so richtig garantiert hat.“

Im Heimaturlaub in Belgrad entschied sich der 27-Jährige nach einigen Wochen Bedenkzeit, zusammen mit seiner Frau Milica an die Lahn zurückkehren zu wollen. „Aller guten Dinge sind drei, sagen wir auf dem Balkan. Zweimal im Halbfinale, also quasi im Endspiel zu stehen, und zweimal zu scheitern, das war sehr bitter. Nicht nur wir haben verloren, auch für mich persönlich waren es schwere Niederlagen. Nun freue ich mich darauf, zurückzukommen, die Fans zu sehen und zu zeigen, dass ich mein Spiel während der Sommerpause noch mehr verbessert habe. Ich fühle mich richtig gut, ich bin good in shape, ich schieße viel und treffe besser“, kann der Powerforward den Trainingsstart Mitte August nach eigenen Worten „kaum erwarten.“

Es sind Worte der Euphorie, die Branislav Ignjatovic gerne teilt:

„Bei Viktor wissen wir, was wir an ihm haben. Dass er mit einer kurzen Unterbrechung von einem halben Jahr in Bratislava nun in Gießen in seine dritte Saison geht, ist eine Auszeichnung für den Club und für die Stadt. Einen Profi mit seiner Klasse im Team zu wissen, ist keine Selbstverständlichkeit. Wir werden sicher noch viel Freunde an ihm haben.“

Rückkehr nach Gießen

Nach einer Spielzeit 2024/25, die mit dem Einzug ins Playoff-Halbfinale (1:3 gegen Science City Jena) endete, zog es Viktor Kovacevic vor gut einem Jahr zu BC Slovan Bratislava in die Slowakei. In der dortigen „Tipos-SBL“ absolvierte der 27-Jährige 13 Partien, in denen er in durchschnittlich knapp 22 Minuten auf acht Punkte und vier Rebounds kam. Darüber hinaus stand er in sieben Spielen in der „European North Basketball League“, einer 26 Teams umfassenden Liga aus Nord-, Mittel- und Osteuropa, auf dem Parkett. Dort brachte er es auf im Schnitt sechs Punkte und drei eingesammelte Abpraller in rund 19 Minuten.

Der Abgang von Viktor Kovacevic im vergangenen Sommer war ein großer Verlust für die 46ers. Der 2,03 Meter große und 100 Kilogramm schwere Modellathlet hatte schließlich in allen 34 Hauptrunden-Begegnungen auf dem Feld gestanden. Bei fast 24 Minuten Einsatzzeit brachte er es im Schnitt auf zehn Punkte und sechs Rebounds.

Stationen vor den GIESSEN 46ers

Vor seinem ersten Engagement an der Lahn war Kovacevic für KK Zlatibor, einem Club aus der westserbischen Kleinstadt Cajetina an der Grenze zu Bosnien und Herzegowina, aktiv. In der serbischen Super League stand er in 27 Partien durchschnittlich auch 27 Minuten auf dem Feld. Dabei sammelte er sieben Rebounds ein und markierte 15 Punkte. In der ABA League 2 brachte es Viktor Kovacevic in 15 Partien auf zwölf Zähler bei durchschnittlich sechs Rebounds. Vor seinem Engagement auf dem Balkan spielte der Powerforward für Fibwi Palma de Mallorca in Spaniens dritter Liga und für das Quincy College in der NCAA, in der US-Universitäten ihre Sportprogramme organisieren. Weitestgehend aufgewachsen ist Viktor Kovacevic in New York, wo seine Eltern Dragan und Nedeljka im diplomatischen Dienst tätig sind.

Starke Rückrunde und Playoffs

Nach der Rückkehr aus Bratislava absolvierte das Kraftpaket vergangene Saison 16 Rückrunden- und acht Playoff-Begegnungen für die 46ers. Seine Bilanz von 26 Minuten auf dem Parkett bei fast elf Punkten und sechs Rebounds konnte sich sehen lassen. Seinen Saisonhöhepunkt hatte der Serbe im letzten Playoff-Match gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim sowie im Hauptrunden-Duell gegen die HAKRO Merlins Crailsheim, als ihm je 18 Zähler glückten. In Wolmirstedt pflückte er 13 Rebounds bei zwölf Punkten aus dem Magdeburger Nachthimmel, auch gegen die Baskets Paderborn (15 Punkte, zehn Rebounds) glückte ihm ein Double-Double.

Kovacevic abschließend:

„Ich hatte in Gießen noch nie eine komplett großartige Saison. Also hoffe ich darauf, endlich eine Spielzeit mit großer Konstanz hinter mich bringen zu können. Hoffentlich gewinnen wir die Meisterschaft, das würde mich wirklich glücklich machen.“