
24.09.2026
GIESSEN 46ers verlieren Test bei BBL-Aufsteiger Phoenix Hagen mit 91:102, zeigen sich aber über weite Strecken auf Augenhöhe.
Niederlage? Zu beklagen! Leistungssteigerung? Zu spüren! Erkenntnisse? Zu sehen! Mit 91:102 (42:52) haben die GIESSEN 46ers am Sonntagsnachmittag auch ihren zweiten Test zur Vorbereitung auf die Saison 2026/27 in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA verloren, wussten sich bei BBL-Aufsteiger Phoenix Hagen jedoch über weite Strecken teuer zu verkaufen.
So dass Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic kurz nach Spielende auch von einem „guten Match meiner Jungs“ sprach. „Ich habe unser Potenzial des Öfteren aufblitzen sehen. Wir haben einem Erstligisten, der sich schon viel länger als wir in der Vorbereitung befindet und der auch schon vier Partien absolviert hat, Paroli geboten, haben den Ball laufen lassen und die zweite Hälfte sogar ausgeglichen gestalten können.“
In der Tat war der Altmeister lange ein Kontrahent auf Augenhöhe, der nach einem 14:24-Rückstand (10.) Mitte des zweiten Abschnitts nach einem spektakulären 20:1-Lauf gar mit 34:25 (15.) und einem Tempogegenstoß des starken neuen Shooting Guards Zach Cooks in Führung lag. Doch „Feuervögel“-Übungsleiter Chris Harris beorderte in der Folge seine neuen Big Man Cameron Krutwig und Trenton Gibson unter die Bretter, so dass die Südwestfalen ihrerseits nach einem 16:2-Run beim 41:36 (19.) wieder Oberwasser hatten.
Vor 500 Besucher im „Ufo“ des Hagener Stadtteils Haspe gestalteten die Gäste den zweiten Durchgang auf Augenhöhe. Der überragende Cooks (24 Punkte) sowie der Serbe Viktor Kovacevic (21), der allein im letzten Viertel 15 Zähler markierte, sorgten jedoch dafür, dass die Hausherren nie entscheidend davonziehen konnten. Da auch der erstmals mitwirkende Alex Williams mit drei versenkten Dreiern ein gutes Händchen bewies, Kai Müsse besonders vor dem Wechsel zeigte, dass er im Sommer einen großen Schritt nach vorne gemacht hat, und auch Luis König Figge Einsatzwillen wie immer versprühte, konnte Branislav Ignjatovic die mageren Quoten von der Freiwurflinie (nur 14 von 22) sowie von Downtown (27 Prozent), nur zehn (gegenüber 22 Hagener) Assists sowie die deutlich verlorene Rebound-Bilanz (32:42) verkraften: „Wenn ich verliere, bin ich nie zufrieden. Der Test aber hat uns gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.“
Den seine Männer am kommenden Mittwoch (17 Uhr) als Gast der BG Göttingen weiter gehen wollen.
Hagen: Graves (16), Scott (n.e.), Kraushaar (11), Bleck (6), Omuvwie (10), Polley (13), Uhlemann (2), Schultze (3), Krutwig (14), Garino (9), Gibson (18).
Gießen: Scantlebury (7), Cooks (24), Carter (2), Williams (9), Benzing (6), Norl (4), Figge (3), Müsse (9), Gloger (6), Kovacevic (21).