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20.08.2026

Ein wichtiges Puzzleteil

Weiteres wichtiges Puzzleteil für die neue Mannschaft der GIESSEN 46ers in der Saison 2026/27 in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA: Nach Till Gloger, Kai Müsse, Kapitän Robin Benzing und Luis König Figge wird dem Altmeister mit Daniel Norl ein weiterer deutscher Profi erhalten bleiben.

„Gerade in der Crunchtime der Spielzeit sowie in den Playoffs hat er gezeigt, was er kann“, ist Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic nach eigener Aussage „sehr froh“ darüber, dass sich der in Würzburg geborene, aber in Clarksville/Tennessee aufgewachsene Modellathlet für eine weitere Runde an der Lahn ausgesprochen hat. „Die Arbeitsmoral von Daniel Norl ist bärenstark. Sie hat sich letztes Jahr von Monat zu Monat für ihn mehr ausgezahlt. Ich denke, er wird weiter auf einem hohen Level zeigen, was er kann“, weiß der 46ers-Übungsleiter, was er an seinem Shooting Guard, der zuletzt als Starter mächtig überzeugte, hat.

Klare Ziele für die kommende Saison

Auch Daniel Norl redet per WhatsApp-Sprachnachricht aus seiner Heimatstadt Clarksville nicht lange um den heißen Brei herum:

„Die Hauptsache ist es, die Möglichkeit zu haben, zu gewinnen und das Team in die erste Liga zu bringen. Das ist das Ziel, das war auch letzte Saison das Ziel, wir haben es nur leider verpasst, werden aber einen neuen Anlauf nehmen. Das Team dazu werden wir haben, wir wollen schließlich oben mitspielen können. Ich freue mich auf die kommende Saison. Ich freue mich darauf, mich zu beweisen, und einfach darauf, wieder da draußen vor den Fans zu stehen.“

Vom Neuzugang zum Leistungsträger

Daniel Norl kam im Sommer letzten Jahres vom Liga-Rivalen Eisbären Bremerhaven nach Mittelhessen. Davor spielte er bereits für die Giants Düsseldorf und die PS Karlsruhe LIONS im deutschen Unterhaus. Seine erste Europa-Station nach seiner Zeit am College war Cheshire Phoenix aus Ellesmire Port, einer Industriehafenstadt im Nordwesten Englands an der Grenze zu Wales.

Nach Anlaufschwierigkeiten entwickelte sich Daniel Norl in Gießen zu einem absoluten Leistungsträger, für den die Fans bei der Mannschaftsvorstellung vor den Heimspielen zuletzt tobten wie für keinen Zweiten. Der 31-Jährige stand in 32 der 34 Hauptrunden-Partien für die 46ers auf dem Parkett und markierte in rund 20 Minuten Einsatzzeit im Schnitt sechs Punkte. In den acht Playoff-Matches, in denen er von „Frenki“ Ignjatovic durchschnittlich fast 25 Minuten bekam, steigerte er diesen Wert auf über elf Zähler. Außerdem pflückte er in der Crunchtime der Saison noch vier Rebounds herunter.

Seine mit Abstand spektakulärsten Auftritte hatte Daniel Norl im Playoff-Viertelfinale gegen den Hauptrunden-Zweiten HAKRO Merlins Crailsheim, als er zu beiden Heimsiegen einmal 18 und einmal 21 Punkte beisteuerte. Bei der 63:91-Niederlage im dritten Halbfinale in Kirchheim waren es starke acht Rebounds, die er in der Stadthalle aus dem schwäbischen Himmel fischte.

Wohlfühlfaktor Gießen

„Meine Entscheidung, in Gießen bleiben zu wollen, ist eine Mischung aus verschiedenen Elementen, auch abseits des Basketballplatzes. Ich habe hier viele nette Leute kennengelernt und mich mit der Stadt vertraut gemacht. Ich habe auch die Orte rund um Gießen kennengelernt. Und, ganz ehrlich, die Fans waren großartig. Es war eine gute Zeit hier in Gießen. Es ist eben auch wichtig, eine gute Balance zu haben, ein tolles Leben auch abseits des Spielfelds zu führen. Das alles habe ich in Gießen definitiv gefunden.“

Mit Daniel Norl, Robin Benzing, Till Gloger, Kai Müsse, Luis König Figge, dem mit einem deutschen Pass ausgestatteten Chris Carter (Science City Jena) sowie Nigel Scantlebur /KK Zlatorog Lasko/Slowenien) haben die GIESSEN 46ers sechs Wochen vor dem Trainingsbeginn nun sieben Profis an Deck. Weitere Verpflichtungen, vor allem auf den großen Positionen, werden noch folgen. Definitiv verlassen haben den Altmeister bisher Jonathan Maier und Roland Nyama, die ihre Karriere beendet haben, sowie Simon Krajcovic (Crailsheim) und Aiden Warnholtz (Tübingen).