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24.09.2026

„Frenki“ fordert Fortschritte

GIESSEN 46ers gastieren im zweiten Vorbereitungsspiel am Sonntag (15 Uhr) beim alten Rivalen und BBL-Aufsteiger Phoenix Hagen.

„Frenki“ Ignjatovic und sein Assistant Nikola Stanic ließen es sich am Donnerstag in der prallen Vormittagssonne gutgehen. Ihre Profis hatten sich die Shirts vom Leib gerissen und schwitzten ob einer anstrengenden Laufeinheit unter der Leitung von Athletiktrainer Konstantin Zimmer. Die Coaches indes genehmigten sich am Rande des MTV-Kunstrasens am Heegstrauchweg einen Cappuccino und beobachteten, wie fit und wie spritzig sich die Jungs nach inzwischen 19 Einheiten in nur zwölf Tagen präsentierten.

„Wir haben Qualität, die wollen wir auch Stück für Stück abrufen“, freut sich Branislav Ignjatovic auf Vorbereitungsspiel zwei am Sonntag (16 Uhr) bei BBL-Aufsteiger Phoenix Hagen, das ihm im Hinblick auf den Start in die Saison 2026/27 in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA (Freitag, 25. September, 20 Uhr) gegen die Artland Dragons wichtige Hinweise, ja Aufschlüsse geben soll. „In jedem Fall möchte ich Fortschritte gegenüber unserem ersten Auftritt in Koblenz sehen.“ Zur Erinnerung: Am Deutschen Eck hatte sich der Altmeister vergangenen Sonntag mit 81:88 geschlagen geben müssen, hatte bei den EPG Baskets aber nicht enttäuscht und in der Schlussphase den Sieg sogar vor Augen.

Mit voller Kapelle, also erstmals auch mit US-Rookie Alex Williams, der in Koblenz ob einer leichten Zerrung noch hatte passen müssen, trifft der Altmeister auf „Feuervögel“, die als Hauptrundengewinner im Playoff-Viertelfinale zwar mit den PS Karlsruhe LIONS (3:0) kurzen Prozess machten, die sich im entscheiden Aufstiegs-Halbfinale aber an den Eisbären Bremerhaven (3:2) fast verschluckt hätten. Der Finalerfolg über Kirchheim (82:86, 93:82) war reine Formsache, die Rückkehr in die Bundesliga, auf die Hagen zehn Jahre gewartet hatte, stand nach der Vorschlussrunde fest.

„Die haben in jedem Fall das Zeug dazu, sich oben zu halten“, hat „Frenki“ Ignjatovic nach eigener Aussage „großen Respekt“ vor der kontinuierlichen Arbeit an der Volme, an der Coach Chris Harris in seine neunte Saison geht. Dies aber mit einer weitestgehend auf Links gedrehten Mannschaft. Die beiden Gießener Bjarne Kraushaar und Tim Uhlemann blieben zwar bei Phoenix, andere Leistungsträger wie Devin Schmidt (ratiopharm Ulm) oder Jeff Carroll (Ziel unbekannt), der auch den 46ers angeboten wurde, waren nicht zu halten.

Dafür kamen mit den US-Guards Trenton Gibson (Stal Ostrow Wielkopolski/Polen), Adam Kunkel  (Zunder Palencia/Spanien) und Anthony Polite (Boulazac Basket Dordogne/Frankreich), Center Cameron Krutwig (Forca Lleida/Spanien) und dem argentinischen Big Man Patricio Garino (Movistar Estudiantes) Hochkaräter ins südliche Westfalen, die den Klassenerhalt sichern sollen.

„Ich freue mich riesig für meinen alten Freund Chris Harris, dass er sich seinen Traum vom Oberhaus erfüllen konnte“, treffen am Sonntag in der Rundsporthalle Haspe zwei Männer aufeinander, die sich mögen. Die sich schätzen. Und die oft miteinander telefonierten. Ehe sich die Wege (beziehungsweise die Ligen) im Sommer trennten. Am Sonntag indes, so jedenfalls planen es die GIESSEN 46ers, soll von einem Klassenunterschied nichts zu spüren sein.

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