
24.09.2026
Der Cheftrainer weilt bei der Hochzeit des Sohnes in Belgrad, seine 46ers treffen bei einem internationalen Turnier auf die Swans Gmunden.
Die Ankündigungen des Ausrichters klingen schon mal recht vielversprechend. Von „Basketball, wie die Stadt ihn noch nie gesehen, erlebt, gehört und gefühlt hat“, ist auf der Homepage des „Salzburg Courtside Tournaments“ zu lesen. Und von einem „Wochenende, das niemand vergessen wird“, ist die Rede.
Grund genug für die GIESSEN 46ers, die Einladung der Salzburg Knights anzunehmen und an diesem Freitag in die Mozartstadt zu starten. Zu einem Vierer-Vergleich, der dem Altmeister „Gegner auf sehr hohem Niveau“, wie sie Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic bezeichnet, in der Vorbereitung auf die Saison 2026/27 in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA bescheren wird.
An diesem Samstag (18.30 Uhr, Sporthalle Alpenstraße) zunächst den österreichischen Erstligisten Swans Gmunden, den 2010 der einst auch bei den 46ers aktive Mathias Fischer zu Meisterschaft und Pokalsieg führte. „Sie gehören zur großen Anzahl guter Clubs aus der Alpenrepublik, die auch in europäischen Wettbewerben immer mal wieder dabei sind“, weiß Ignjatovic, dass seine Jungs, die vielleicht auch wieder auf den zuletzt in Hagen an der Schulter leicht angeschlagenen Nachwuchs-Center Kai Müsse setzen können, im zweiten Halbfinale nicht der Favorit sind. Was sie auch nicht sein müssen. „Es geht darum, Fortschritte zu sehen, uns weiterzuentwickeln, an die gute Leistung vom Sieg am Mittwoch in Göttingen anzuknüpfen und neue Spielformen auszuprobieren“, so der 59-Jährige weiter.
Der letztjährige österreichische Hauptrunden-Achte, der im Playoff-Viertelfinale 1:3 am späteren Vizemeister Gunners Oberwart scheiterte, wird trainiert von Stefan Grassegger. Der 36-Jährige, einst Assistent von Raoul Korner bei den Hamburg Towers, ist seit Mai im Amt. In dieser Zeit hat er ein Team zusammengestellt, das auf den serbischen Guard Vuk Zivanovic sowie auf die US-Importe Corey Wells, Derek Moore, Chase Parr und Coltie Young baut. Bekanntester Akteur der „Schwäne“ ist jedoch Spielmacher Daniel Friedrich, der seit elf Jahren der österreichischen Nationalmannschaft angehört.
Im ersten Halbfinale in Salzburg stehen sich am Samstag (15.30 Uhr) Gießens ProA-Rivale HAKRO Merlins Crailsheim und der tschechische Erstligist Sokol Pisek gegenüber. Beide Gewinner der Vorschlussrunden-Partien bestreiten am Sonntag (17 Uhr) das Finale, vorher steigt in der Sporthalle Alpenstraße ab 14 Uhr die Begegnung um Platz drei.
Gecoacht werden die 46ers in der nach Wien, Graz und Linz viertgrößten Stadt der Alpenrepublik von Assistenztrainer Nikola Stanic, da „Frenki“ Ignjatovic in Belgrad weilt. Sohn Djordje, sein einziges Kind, heiratet. „Das würde ich mir nie verzeihen, wenn ich da nicht dabei wäre“, weiß der 59-Jährige, dass in der Pre-Season eine Auszeit im Kreise der Familie erlaubt ist.