Niederlage im Topspiel gegen Heidelberg

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Die GIESSEN 46ers müssen die erste Niederlage nach fünf Siegen in Serie einstecken. Beim 60:66 entführten die Gäste von den MLP Academics Heidelberg die Punkte aus Mittelhessen. Somit verpasste es das Team von Cheftrainer Denis Wucherer sich in der Tabelle weiter nach oben zu orientieren.

Die Ausgangssituation vor dem Sprungball hätte kaum aussichtsreicher sein können. Beide Teams hatten mit sieben Siegen und drei Niederlagen denselben Punktestand vorzuweisen und gehören somit zu den Topteams der Liga. Gießen zuletzt mit fünf Siegen in Serie, Heidelberg mit einem Ausrufezeichen gegen Cuxhaven. Es schien also ein großer ProA-Basketballabend bevorzustehen. Doch die Hoffnung sollte nicht in Erfüllung gehen.

Es dauerte, bis die Zuschauer in der gut besuchten Sporthalle Gießen-Ost die erste Möglichkeit zum Jubeln hatte. Thierno Agne traf in der dritten Spielminute aus der Distanz zum 3:2. Die 46ers hatten zwar zunächst Mühe in die Partie zu finden, Heidelberg erging es aber nicht besser. Im Gegenteil: Nach Agnes erneutem Distanztreffer sowie den Fastbreak-Punkten von T.J. DiLeo führten die Gastgeber mit 8:2 (4.). Der Deutsch-Amerikaner schraubte die Führung auf 10:2 hoch, ehe die Academics die erste Auszeit beantragten. Heidelberg hatte früh Probleme mit der Gießener Verteidigung und produzierte in den ersten sechs Spielminuten gleich sechs Ballverluste. Dennoch bekam das Team von Trainer Tony Garbelotto mit fortschreitender Zeit das Spiel besser in den Griff und drehte den Rückstand in eine 13.12-Führung (9.). Myles Hessons trockene Antwort kam vom Perimeter (15:13, 10.). Zum Ende des ersten Viertel stand es 17:15 aus Gießener Sicht.

Heidelberg übernahm zu Beginn des zweiten Viertels das Zepter, was aber auch daran lag, dass die 46ers offensiv Sand im Getriebe hatten. So gingen die Gäste mit 19:17 in Front (13.). Doch es war wahrlich kein Offensivfeuerwerk, das die Teams den Zuschauern anboten. So traf Heidelbergs Michael Jost zum 23:20 (16.). Die Gießener hatten jetzt ihrerseits Probleme mit der Verteidigung des Gegners und fanden nur selten gute Wurfgelegenheiten. Zumeist lief es dann besser, wenn die 46ers nach eigenen Ballgewinnen ins Laufen kamen. Im Fastbreak legte Hesson auf Benjamin Lischka ab, der das 25:25 erzielte (19.). Nach den Distanztreffern von Academics-Spieler Shyron Ely und 46ers-Kapitän Joshiko Saibou gingen die Teams mit einem Unentschieden in die Kabinen (28:28).

Die Teams begangen auch die zweite Halbzeit auf Augenhöhe. Eine Siegtendenz war zu diesem Zeitpunkt nicht auszumachen. Mit zwei Freiwürfen brachte Thierno Agne sein Team auf 36:34 in Führung, Heidelberg konterte aber prompt und ging mit 40:36 in Front (24.). Nach dem Treffer von Jay Threatt stand es gar 45:39 (26.). Der US-Amerikaner brachte einen weiteren Dreipunktewurf aus der Bedrängnis zum 49:41 im Korb unter (28.). Es waren zumeist Einzelaktionen, die den Unterschied ausmachten. Doch die 46ers ließen sich so einfach nicht abschütteln. Benjamin Lischka traf zum 44:49 (28.), Thierno Agne verkürzte kurz vor Viertelende zum 46:51.

Benjamin Lischka und Steven Bennett verkürzten zu Beginn des Abschlussviertels auf 50:51 (32.). Doch die Academics zogen wieder auf 54:50 davon (33.). Die 46ers ließen die Kompromisslosigkeit in der eigenen Offensive vermissen und belohnten damit ihre ordentliche Defensivleistung nicht. Myles Hesson gelang dennoch der Treffer aus der Mitteldistanz zum 56:56 (37.). Heidelberg parierte aber wieder und zog durch Elys wichtigen Treffer auf 60:56 davon (38.). 46ers-Cheftrainer Denis Wucherer nahm daraufhin zwar eine Auszeit, im Anschluss erhöhten die Gäste aber auf 62:56 (38.). Doch Hoffnung keimte nochmal auf, als Bennett aus der Distanz traf (60:62, 40.) und Rob Chubb hinten einwandfrei blockte. Im folgenden Angriff reichte es jedoch nicht zum erfolgreichen Abschluss, stattdessen erzielte Jay Threatt 19 Sekunden vor Schluss das 64:60. Zwar kam Bennett nach der folgenden Auszeit frei zum Wurf, doch dieser verfehlte sein Ziel und so verloren die 46ers am Ende die Partie mit 60:66.

Denis Wucherer (Cheftrainer GIESSEN 46ers): „Heidelberg hat heute verdient gewonnen. Unsere Niederlage hätte aber nicht sein müssen. Wir haben in der Verteidigung gegen eine talentierte Mannschaft gut gestanden. In der Offensive war es aber sehr viel Stückwerk. Wenn man nur 36% der Würfe trifft, ist es immer schwer zu gewinnen. Die schlechte Wurfquote war am Ende sicher entscheidend. Wir haben heute eine Chance vertan gegen eine sehr gute Mannschaft zu gewinnen.“

Tony Garbelotto (Cheftrainer MLP Academics Heidelberg): „Wir wussten, dass wir auf eine physisch starke Mannschaft treffen. Im Kampf um den Rebound haben wir heute sehr gut dagegengehalten und hart gearbeitet. Dazu haben wir gezeigt, dass wir auch in der Defensive eine sehr gute Mannschaft sein können. Außerdem haben wir die wichtigen Würfe getroffen.“

GIESSEN 46ers – MLP Academics Heidelberg 60:66 (28:28)

Die Viertelergebnisse: 17:15, 11:13, 18:23, 14:15

GIESSEN 46ers: Joshiko Saibou (7 Punkte, 7 Rebounds), Steven Bennett (11), Myles Hesson (8), Thierno Agne (10), T.J. DiLeo (8), Falko Theilig, Benjamin Lischka (8), Rickey Young, Vinzent Zimmer, Rob Chubb (8)

MLP Academics Heidelberg: Eric Curth, Shyron Ely (21 Punkte), Jay Threatt (14), Kai Barth (6), Janis Heindel, Michael Jost (15), Devin White (2), Aaron Schmitz, Nico Adamszak (8), Adrian Lind, Braxton Dupree

Zuschauer: 2.418

Nächste 46ers-Partie: Sonntag, 01.12.2013, 17 Uhr: finke baskets Paderborn – GIESSEN 46ers

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