(Foto: MARCO KESSLER | MEDIASHOTS)

Spiel gegen „Mannschaft auf Augenhöhe“ – GIESSEN 46ers treffen am Samstag auf die Basketball Löwen Braunschweig

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Nach zuletzt drei Siegen in Serie können die GIESSEN 46ers insgesamt frohen Mutes die Reise zu den Basketball Löwen Braunschweig antreten. Am kommenden Samstag (18:30 Uhr) treffen die beiden Tabellennachbarn der Ränge neun und zehn in Braunschweig direkt aufeinander. Dabei steht allerdings auch in der Partie des 9. Spieltages der Beko BBL ein Fragezeichen hinter dem Einsatz eines nicht unwichtigen Akteurs des Traditionsclubs.

Das Spiel wird live auf www.telekombasketball.de übertragen.

Suleiman Braimoh musste nach der vergangenen Partie gegen Ulm in der Kabine verletzt behandelt werden. Der Nigerianer klagt über Probleme mit der Plantarsehne und hat in dieser Woche nicht trainieren können. „Bei Su werden wir vielleicht erst am Samstag wissen, ob er spielen kann. Ich gehe aber momentan davon aus, dass wir ohne ihn antreten müssen“, schätzt 46ers-Cheftrainer Denis Wucherer die Situation seines Topscorers und statistisch gesehen effektivsten Spielers ein. Der Coach ist somit nach den Langzeit-Ausfällen von Maurice Pluskota (Stressfraktur) und Anthony „TJ“ DiLeo (Mittelfußfraktur) zu einer weiteren Umstellung gezwungen.

Dabei kommt den 46ers der Spielplan nicht unbedingt zu Gute. Ging es zuletzt gegen drei ins Straucheln geratene Teams, die jeweils letztendlich deutlich besiegt werden konnten, so steht am Samstag ein Gegner auf dem Feld, der in dieser Saison bislang einen ordentlichen Eindruck hinterlassen hat.

Die Basketball Löwen Braunschweig bekleiden aktuell bei einem Spiel weniger zwar „nur“ den zehnten Tabellenplatz, doch man darf sich in Niedersachsen berechtigte Hoffnungen auf eine Saison machen, in der der Blick eher nach oben als nach unten gehen könnte. „Ich glaube, dass Braunschweig eine der Mannschafften in der zweiten Tabellenhälfte ist, die einen gefestigten Eindruck machen“, analysiert Wucherer den kommenden Gegner. „Sie fallen nicht so leicht auseinander, sind vernünftig und schlüssig zusammengesetzt und verfügen über individuelles Talent. Ich halte sie für ein gutes BBL-Team, gegen das wir uns aber eine Chance ausrechnen.“

Die Löwen verfügten ihrerseits bisher in so gut wie jeder Partie über eine Siegchance, dreimal gelang es ihnen dabei, die Punkte dann auch auf dem eigenen Konto gutschreiben zu können. Vor einem spielfreien Wochenende gewannen sie am 8. November das Heimspiel gegen Crailsheim mit 91:80. Die beiden anderen Heimspiele gegen die Topteams aus Bamberg (63:79) und Ludwigsburg (96:103) gingen zwar verloren, was aber an einem guten Tag in der Mannschaft des österreichischen Coaches Raoul Korner steckt, zeigten die Löwen bei dem 98:58-Erfolg am zweiten Spieltag in Bayreuth.

Topscorer der Mannschaft ist Shooting Guard Keaton Grant mit 16.9 Zählern. Neben ihm treffen Derek Needham (14.4), Tyrone Nash (11.0) und Kenneth Frease (11.0) zweistellig. Mit Robin Amaize und Adrian Didovic stehen zudem zwei ehemalige Gießener im erweiterten Kader der Löwen.

Besonders Centerspieler Frease hat aber einen Eindruck bei dem 46ers-Coach hinterlassen. „Sie haben im Vergleich zu uns mit Kenny Frease einen dominanten Spieler am Brett, den sie gut einsetzen. Es ist schwer ihn zu verteidigen, zudem ist er ein guter Passspieler. Es kann sein, dass es uns nicht gelingen wird, ihn im Eins-gegen-Eins zu kontrollieren. Wir müssen also die eine oder andere Variation auspacken, um ihn nicht heißlaufen zu lassen.“

Erstmals in dieser Saison begeben sich die Mittelhessen schon einen Tag früher auf die Reise in Richtung Auswärtsspiel. „Dank Heiko Schelberg können wir das vier- bis fünfmal in dieser Saison machen“, so Wucherer. „Da haben wir uns unter anderem Braunschweig ausgesucht, weil es Sinn macht, dort schon vor dem Spiel mal auf die Körbe geworfen zu haben.“

Der Coach spielt damit auf die Volkswagenhalle an, die durch ihre Weitläufigkeit eine besondere Perspektive für die Akteure auf dem Feld bietet. „Ich selber habe dort nur selten den Korb getroffen“, sagte der 42-Jährige. Die Mannschaft wird somit nach ihrer Anreise und einer Nacht im Hotel am Morgen auf die Körbe in der Volkswagenhalle werfen. Und hoffentlich dann spätestens am Abend diese auch entsprechend häufig treffen, um möglichst mit zwei weiteren Punkten im Gepäck die Rückreise antreten zu können.

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