U18-Mannschaft hatte das Ziel vor Augen – #Zeitzuwachsen

U18-Mannschaft hatte das Ziel vor Augen – #Zeitzuwachsen

Der Übergang von der JBBL in die NBBL ist der größte Sprung im Jugendbasketball. Daher haben die ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers bereits vor drei Jahren eine U18-Mannschaft als Zwischenschritt zwischen U16- und U19-Bundesliga eingeführt. Das Oberliga-Team stellte mit elf Spielern den kleinsten Kader aller 46ers-Nachwuchsmannschaften. Zudem gehörten alle Spieler noch weiteren Teams in der JBBL, NBBL an oder sammelten Erfahrung im Seniorenbereich.

Dementsprechend wenig gemeinsame Zeit blieb dem Team von Trainer Christoph Müller, der seine erste Saison als Trainer im Nachwuchsprogramm der JobStairs GIESSEN 46ers absolvierte. Nach der problemlosen Qualifikation im Mai, begann die Mannschaft erst im August mit der Saisonvorbereitung. Auch in der Spielzeit konnte Müller durch unvermeidbare Überschneidungen selten auf einen vollen Kader im Training zurückgreifen.

„Unser Ziel in der U18 ist es die Spieler weiterzuentwickeln. Wir wollen jedem Spieler Spielzeit geben. Die Platzierung in der Oberliga ist daher eher zweitrangig. Natürlich sind wir aber Sportler und wollten als Team schon gerne zu den Hessenmeisterschaften“, gibt der Trainer einen Einblick, dass die Umstände für eine erfolgreiche Saison nicht unbedingt eine Hürde waren.

Mit der für die BBA-Teams bekannten aggressiven Verteidigung startete die U18 furios in die Saison und ließ Hanau beim 89:51-Erfolg keine Chance. Doch schon eine Woche später setzte es den ersten Rückschlag für die jungen Gießener. Bei Makkabi Frankfurt waren sie mit einer Zonenverteidigung konfrontiert, die erst ab U18-Altersklasse gespielt werden darf. Ohne Vorbereitung auf diese Taktikvariante verlor das Müller-Team mit 63:65. Doch das nächste Gastspiel in Frankfurt wurde gegen die ersatzgeschwächte Eintracht zum 104:31-Schaulaufen.

Auf eine Niederlage gegen Weiterstadt folgte ein Sieg in Hofheim sowie eine Niederlage gegen den späteren Meister Kronberg. Die Serie der wechselnden Ergebnisse durchbrach die BBA-U18 allerdings mit zwei Derbysiegen gegen Lich und Marburg. Zum Ende der Rückrunde stand noch die Reise nach Langen auf dem Programm. Drei Viertel führten die Gießener trotz Stau auf der Anreise, doch die Südhessen sicherten sich in der Verlängerung den 68:64-Sieg. In der Woche drauf konnte das Team sein Potential in Hanau nicht abrufen, was zum Jahresabschluss gegen Makkabi Frankfurt mit 82:54 dann jedoch umso besser gelang.

Während das Jahr 2020 mit einer 48:54-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt begann, folgte eine Woche später das Highlight der Saison. Mit nur sechs Spielern reiste das U18-Team zum Tabellenzweiten Weiterstadt. Ohne Vorbereitung packten die Müller-Jungs eine 2-3-Zone und legten damit den Grundstein für das souveräne 62:73. Mit dem gewonnenen Selbstvertrauen gelang ein weiterer Sieg gegen Hofheim und ein starkes erstes Viertel in Kronberg. Zum deutschen U18-Meister 2019 reiste die U18 erneut nur mit sechs Spielern. Das Team aus dem Taunus dreht allerdings das Spiel und blieb wie in der gesamten Saison. Ein klarer 83:49-Sieg der ROTH Energie BBA 46ers über Lich hielt aber die Chance auf die Hessenmeisterschaft am Leben.

Doch während der Vorbereitung auf die letzten beiden Spiele wurde die Saison abgebrochen. „Ich bin sehr traurig über das frühzeitige Ende. Ich bin mir sicher, dass wir am letzten Spieltag zuhause im Entscheidungsspiel gegen Langen die Teilnahme an der Hessenmeisterschaft gesichert hätten“, blickt Christoph Müller wehmütig auf den Abbruch zurück. Ohne das anvisierte Endspiel beendete sein Team die Saison auf dem fünften Platz mit neun Siegen und sieben Niederlagen.

„Wenn wir aggressiv und vor allem körperlich gespielt haben, sahen wir immer gut aus und konnten das Spiel kontrollieren. Leider gelang uns das noch nicht über die gesamte Saison“, zieht der Trainer das Fazit. „Aber ich habe beispielsweise auch eine gute Entwicklung bei Chris Herget gesehen. Als JBBL-Spieler hat er im Laufe der Saison immer mehr Verantwortung übernommen. Auch Hannes Bergmann hat die Mannschaft als unser Go-To-Guy getragen und gemeinsam mit Fritz Rostek angeführt.“

Die ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers bedanken sich bei allen Spielern, Trainern, Eltern und Helfern für die Unterstützung in der vergangenen U18-Spielzeit. „Ich hatte einen riesigen Spaß mit den Jungs und bin mir sicher, dass jeder seinen eigenen Weg einschlägt“, schließt Trainer Christoph Müller die Saison ab.

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