„Wir haben das Gefühl, dass wir gegen jede Mannschaft gewinnen können.“

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Die Twittercommunity der 46ers hatte unter Nutzung des Hashtags #46ers wieder die Möglichkeit, unserem Cheftrainer Denis Wucherer Fragen zu stellen. Hier die Fragen und Antworten:

Denis Wucherer: „Auf dem Papier sind sie deutlich tiefer und stärker besetzt im Vergleich zum Hinspiel. Rouven Roessler ist wieder dabei, dazu haben sie Oliver Komarek und Andreas Büchert bekommen. Auf den deutschen Positionen sind sie also sehr viel tiefer besetzt. Dazu kommt noch, dass die Amerikaner, die damals noch neu waren, besser integriert sein sollten. Aber so richtig beständig umgesetzt haben sie das noch nicht. Trotzdem muss man davon ausgehen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Knoten platzt. Wir müssen sehen, dass das nicht morgen gegen uns passiert.“

Wucherer: „Da müsste man Anton Gavel fragen, der hat damals versucht mich zu verteidigen. (grinst) Das Spiel war wichtig, wir (Bayer Leverkusen) mussten es gewinnen, um in die Playoffs einzuziehen. Es war ein Highscoring-Game (113:106) und ging mächtig hoch und runter. Durch den Sieg haben wir uns für die Playoffs qualifiziert. Daher war das Spiel extrem wichtig. Wir haben uns alle da ein bisschen mehr bemüht, bei mir hat das ganz gut geklappt. Von daher habe ich natürlich gute Erinnerungen an die Europahalle.“

Wucherer: „Nein, das bleibt alles bei mir hängen. Die Mannschaft ist generell ein bisschen zu jung, als dass ich erwarten könnte, dass dann Spieler kommen und noch mehr Initiative zeigen. Ein zweiter Mann, der vor allem viele Aufgaben in der Spielvor- und –nachbereitung übernimmt, wäre natürlich gut. Aber auch wenn wir im Training kleinteiliger arbeiten ist es sinnvoll, einen zu haben, der hilft, die Intensität hochzuhalten. Da gibt es viel zu beachten im Basketball. Mit vier oder sogar sechs Augen sieht man einfach mehr, als wenn man allein ist. Ab einem gewissen Niveau sollte man mindestens zu zweit zu arbeiten. Da kann man auf Dauer die Qualität sehr hoch halten. Aber wir überbrücken jetzt die Zeit so und ich glaube, ich kriege das für einen Moment auch ganz gut hin. Über eine ganze Saison wäre das aber sicherlich keine gute Lösung.“

Wucherer: „Ein Angstgegner bildet sich ja eher heraus, wenn man seit Jahren nicht mehr gegen ein gewisses Team gewonnen hat. Dazu sind wir aber zu frisch in der Liga. Vielleicht wird es ein Team geben, das uns zweimal schlägt. Das hieße aber noch lange nicht, dass wir in einer Playoffserie dann auch ohne Chance gegen das Team wären. Wir haben das Gefühl, dass wir gegen jede Mannschaft gewinnen können. Da ist kein Team dabei gegen das wir per se keine Chance haben. Göttingen ist sicherlich die beste Truppe in der Liga, aber nichtsdestotrotz glaube ich, dass wir, wenn wir fit sind und das zeigen, was wir können, gegen sie bestehen können.“

Wucherer: „Ich glaube, individuell war das Tony Dawson (Bayer Leverkusen), der trotz fünf Zentimeter kürzerem rechten Bein, Eins gegen Eins überhaupt nicht zu stoppen war in der Liga. Wenn er ein gesundes zweites Bein gehabt hätte, wäre er vielleicht sogar besser gewesen als sein Halbbruder Jerry Stackhouse. Was internationales und europäisches Spitzenniveau über Jahre angeht, war es Ramunas Siskauskas, mit dem ich bei Benetton Treviso (2005) zusammengespielt habe. Er hat sehr lange auf hohem Niveau gespielt und bei großen Spielen, auch in der litauischen Nationalmannschaft, seine Qualität unter Beweis gestellt. Ein europäischer Spitzenspieler, der auf den Positionen 1 bis 4 gespielt hat und richtig gut war.“

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